DFG-VK Bildungswerk NRW



Das DFG-VK Bildungswerk NRW ist die Bildungseinrichtung der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigtebw KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) in NRW. Gegründet Mitte der 80er Jahre ist ein Ort des Nachdenkens über Gewalt, Herrschaft, Patriarchat und Krieg, ein Ort des Infragestellens des Üblichen und der Diskussion des Neuen, ein Ort der politischen Bildung, der persönlichen Weiterentwicklung und der gesellschaftlichen Veränderung entstanden.
Aktion bildet, Bildungsarbeit kann aktivieren. Mit unserer Friedens- und Bildungsarbeit wollen wir Initiativen unterstützen und eigene ergreifen: aktuelle Veranstaltungen, konkrete Aktionen, längerfristige Projekte, handlungsorientierte Veröffentlichungen.Unsere Themen orientieren sich an unserer pazifistischen Grundhaltung: die Ablehnung von Krieg und Rüstung, der Einsatz für Abrüstung und zivile Formen der Bearbeitung von zwischen-und innenstaatlichen Konflikten.


Veröffentlichungen
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Aktivitäten

Fachtagung "Zivile Lösungen in Syrien", 27.11.2016, Köln

Eine spannende Tagung, die mehr TeilnehmerInnen verdient hätte. Die beiden Referentinnen Prof. Werner Ruf und Elise Kopper sowie das Publikum waren sich einig: Über die Zukunft Syriens müssen Syrerinnen und Syrer das letzte Wort habe. Mit Waffengewalt wird es keine Lösung geben.
Der Nahost-Experte Prof Werner Ruf gab einen kompakte Übersicht über Ursachen und Entwicklung des Krieges und über die beteiligten Akteure. Elise Kopper erläuterte Ziele und Methoden der Ziviler Konfliktlösungen und über mögliche Anwendungen im Syrien-Konflikt. In der anschließenden Diskussion ging es dann um konkrete Fragen wie die nach möglichen Verhandlungen mit dem IS sowie der Rolle der USA und Russlands. Auch hier gab es eine eindeutige Forderung: Deutschland muss seine Bundeswehr-Beteiligung beenden, die Rüstungsexporte müssen eingestellt werden.

Hier für alle, die nicht dabei sein konnten der Vortrag von Prof. Werner Ruf.






Einladung

Nach dem Scheitern des Waffenstillstands vom September droht in Syrien eine weitere Eskalation des Krieges. Schon Mitte 2014 ging die UNO von 250.000 Opfern aus, inzwischen sprechen andere Quellen von mehr als 400.000 Toten. Mehr als 11 Millionen Syrer sind auf der Flucht. Zahlreiche Städte und Dörfer sind zerstört und es gibt nicht wenige Beobachter, die keine Zukunft für einen einheitlichen Staat Syrien mehr sehen.titewl

Aus dem Bürgerkrieg in Syrien ist längst ein Stellvertreterkrieg geworden, in dem Russland und die USA, Saudi-Arabien, die Türkei und der Iran die Fäden ziehen. Auch EU-Staaten wie Großbritannien, Frankreich und Deutschland sind in den Krieg verwickelt. Deutsche Tornado-Aufklärer liefern Informationen für westliche Luftangriffe und machen sich mitschuldig am Tod zahlloser Menschen. Der IS hat weite Teile des Landes in seiner Gewalt, auch wenn er sich aktuell in der Defensive befindet. Die letzten Waffenstillstandsbemühungen scheiterten nicht zuletzt auch daran, dass der Krieg gegen den IS nicht in den Waffenstillstand einbezogen war. Wenn an der einen Ecke des Landes gekämpft werden kann und an der anderen Waffenstillstand herrschen soll, sind Störungen der Feuerpause vorprogrammiert.

Zivile Lösungen
Vor diesem Hintergrund wird zwar von vielen Seiten in unserem Land immer wieder das Ende des Krieges gefordert, der Einsatz der Bundeswehr in diesem Krieg aber viel zu selten in Frage gestellt. Im November soll nun das Mandat für den Einsatz verlängert und sogar vom Umfang her ausgeweitet werden. Dabei hat bereits der Afghanistan Krieg gezeigt und zeigt es bis heute, dass Waffengewalt Konflikte nicht lösen kann. Stattdessen sind zivile Lösungsansätze gefragt. Es geht darum, den verfeindeten Gruppen in dem zerrissenen Land Perspektiven aufzuzeigen, wenn sie die Waffen niederlegen sollen. "Verhandeln statt schießen" heißt zunächst die Parole. Doch was folgt dann? Gibt es überhaupt noch zivilgesellschaftliche Akteure, die für eine Friedenslösung und einen Neuaufbau Syriens zur Verfügung stehen? Oder gibt es nur Kämpfer, die doch gewaltsam zum Frieden gezwungen werden müssen? Welche zivilen Instrumente können eingesetzt werden und welche Rolle könnte Deutschland dabei spielen?

Diesen und weiteren Fragen wollen wir auf unserer friedenspolitischen Tagung nachgehen
Dazu haten wir eingeladen:
Dazu haben
wir Elise Kopper und Dr. Werner Ruf eingeladen: Elise Kopper ist Mitarbeiterin des Netzwerks
Friedenskooperative zur Kampagne „Macht Frieden! Zivile Lösungen für Syrien“. Dr. Werner Ruf ist emeritierter Professor für Internationale und Intergesellschaftliche Beziehungen und Außenpolitik der Universität Kassel und Experte für den Nahen Osten.

Hier der Flyer mit den Anmeldehinweisen


"Ziviles Peacekeeping" wird ein Thema unserer Tagung sein. Mehr dazu hier:











Veröffentlichungen

Auf einen klugen Kopf passt kein Stahlhelm - Festschrift zum 75. Geburtstag von Willi Hoffmeister

williGeboren im Jahr der faschistischen Machtergreifung, vor der die tausendmal wiederholte zentrale Aussage „Wer Hitler wählt, wählt den Krieg“ gewarnt hatte, war sein Leben geprägt von der Menschheitsfrage „Krieg oder Frieden“, die nach dem 6. und 9. August 1945 auch zur Auseinandersetzung um „Überleben oder Vernichtung“ wurde. In Willi Hoffmeisters Leben hat sich das Ringen um den Frieden im umfassenden Sinne widergespiegelt: Frieden beinhaltete für ihn auch immer Gerechtigkeit, für die Menschen im eigenen Land und weltweit. Er war im positivsten Sinne geprägt von der internationalen Solidarität der Arbeiterbewegung, die immer auch das Ringen um Frieden und Abrüstung einschloss.
Die gespaltene Arbeiterbewegung und die Schwäche/ Zersplittertheit der demokratischen und antifaschistischen Kräfte vor 1933 haben aber noch einen zentralen Gedanken von Willi Hoffmeisters Engagement geprägt: Die Notwendigkeit einer umfassenden und „breiten“ Bündnispolitik. Es war seine tiefe Überzeugung, dass der Frieden über alle politischen und ideologischen Grenzen hinweg, nur gemeinsam erreicht und gesichert werden kann. Zu stark waren und sind die Kräfte des Rüstens und des Krieges. Diese Überzeugung spiegelt sich vor allem in Willi Hoffmeisters langjährigen Engagement für den Ostermarsch Rhein/Ruhr wieder, in dem er immer wieder bemüht war, unterschiedliche Gruppierungen an einen Tisch zu bekommen und zu gemeinsamen Aktivitäten zu bewegen.
So ist diese Festschrift eine Zusammenstellung von Aussagen zu aktuellen friedenspolitischen Themen aus ganz unterschiedlichen politischen Blickwinkeln. Freunde und Weggefährten haben ihre Beiträge geleistet. Diese Bandbreite und die Tatsache, dass sich darin auch das vielfältige Engagement einer einzelnen Person widerspiegelt, machen dieses Buch besonders lesenswert.

erschienen beim DFG-VK Bildungswerk NRW
Beiträge von:
  Leo Kowald, Reiner Braun, Heinz Stehr, Andreas Buro, Bärbel Schindler-Saefkow,
Felix Oekentorp, Bernd Hahnfeld, Clemens Ronnefeldt, Marco Bülow,
Joachim Schramm, Lühr Henken, Ulla Jelpke, Horst Schmitthenner, Paul Schäfer
 
Beiträge gesammelt und zusammengestellt von
Hannelore Tölke und Felix Oekentorp

117 Seiten, A5 Format, Paperback

7,50 Euro


Lebenserinnerungen eines Antimilitaristen: "Glück im Gegenwind" von Alfons Kaufmann

akBuchtitelAlfons Kaufmann blies oft der Wind ins Gesicht. Krieg. Gefangenschaft. Suche nach einer neuen Heimat. Und dann gleich ins Visier der Adenauer-Justiz. Dennoch hat Kaufmann seiner Lebensgeschichte den Titel gegeben: „Glück im Gegenwind“.

Was ursprünglich als eine biographische Erzählung für die Enkel gedacht war, ist ein Geschichtsbuch und politisches Dokument geworden.

Alfons Kaufmann stellt in seinen Erinnerungen sein Erleben im Zweiten Weltkrieg und in der Zeit der Wiederaufrüstung der Bundesrepublik Deutschland in den Mittelpunkt. Die Kaufmann-Biografie ist jedoch mehr. Der Autor zeichnet mit seiner Lebens­geschichte ein sehr präzises Deutschland-Bild, das die Erfahrungen und Gefühle vieler Menschen widerspiegelt, die nach dem Ersten Weltkrieg in den  damaligen Ostgebieten des Landes aufgewachsen sind und sich in der Folge des kriegerischen Hitler-Regimes ein neues Zuhause in anderen, westlichen Teilen des Landes suchen mussten.

Die Erinnerungen an das Morden im Zweiten Weltkrieg sind weitgehend verblasst, die  weltweiten Bundeswehr­einsätze in der heutigen Zeit werden abstrakt wahrgenommen. Da werden Zeitzeugenberichte wie die Biografie von Alfons Kaufmann zur Pflichtlektüre nicht nur für junge Menschen.

erschienen beim DFG-VK Bildungswerk NRW

185 Seiten, A5 Format, Paperback
ISBN: 3-931729-24-9

8,50 Euro





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