DFG-VK Bildungswerk NRW



Das DFG-VK Bildungswerk NRW ist die Bildungseinrichtung der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigtebw KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) in NRW. Gegründet Mitte der 80er Jahre ist ein Ort des Nachdenkens über Gewalt, Herrschaft, Patriarchat und Krieg, ein Ort des Infragestellens des Üblichen und der Diskussion des Neuen, ein Ort der politischen Bildung, der persönlichen Weiterentwicklung und der gesellschaftlichen Veränderung entstanden.
Aktion bildet, Bildungsarbeit kann aktivieren. Mit unserer Friedens- und Bildungsarbeit wollen wir Initiativen unterstützen und eigene ergreifen: aktuelle Veranstaltungen, konkrete Aktionen, längerfristige Projekte, handlungsorientierte Veröffentlichungen.Unsere Themen orientieren sich an unserer pazifistischen Grundhaltung: die Ablehnung von Krieg und Rüstung, der Einsatz für Abrüstung und zivile Formen der Bearbeitung von zwischen-und innenstaatlichen Konflikten.


Veröffentlichungen
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Aktivitäten

Fachtagung "Militärische Drohnen ächten", 29.11.2014, Köln

Die internationale Friedensbewegung sieht die zunehmende Entwicklung und den Einsatz von militärischen Drohnen mit großer Sorge und fordert von den Regierungen den Einsatz von Kampf- und Überwachungsdrohnen zu verbieten. Dieser terrorisiert ganze Gesellschaften in den Zielregionen und senkt die Schwelle zum Krieg. Der Drohneneinsatz hat zudem eine technologische Besonderheit: Er führt zur Automatisierung der Kriegsführung, der Mensch wird durch Technik aus der Entscheidungsfindung verdrängt.
Neben moralischen und ethischen Problemen gibt es auch starke völkerrechtliche Bedenken gegen Kampfdrohnen wegen der zunehmenden Automatisierung von Tötungen, den gestiegenen Einsatzzahlen und der nicht überprüfbaren
Unterscheidung zwischen Kombattanten und Zivilpersonen.Deshalb fordert die Friedensbewegung, dass Kampfdrohnen vertraglich durch eine internationale Konvention geächtet und aus den Waffenarsenalen verbannt werden.

Was ist mit Drohnen heute bereits technisch möglich und wie werden sie konkret eingesetzt? Welche Entwicklungsmöglichkeiten zeichnen sich ab? Was ist zu tun, um die drohende Ausweitung der Drohneneinsätze zu
stoppen?
Diesen und weiteren Fragen wollten wir in unserer friedenspolitischen Tagung nachgehen.
Dazu haten wir eingeladen:
Christoph Marischka, Mitarbeiter der Informationsstelle Militarisierung (IMI),
Prof. Dr. Norman Paech, Völkerrechtler und Mitglied der wissenschaftlichen Beiräte von attac und IALANA,
Elsa Rassbach, Mitglied der DFG-VK und international gegen Drohnen aktiv.


Hier der informative Vortrag von Christoph Marischka von der Informationnsstelle Militarisierung (IMI) aus Tübingen.



Außerdem hier auch der Vortrag von Prof. Norman Paech zu den völkerrechtlichen Argumenten gegen Drohneneinsätze: http://youtu.be/Arj7FP2AyaM




Veröffentlichungen

Auf einen klugen Kopf passt kein Stahlhelm - Festschrift zum 75. Geburtstag von Willi Hoffmeister

williGeboren im Jahr der faschistischen Machtergreifung, vor der die tausendmal wiederholte zentrale Aussage „Wer Hitler wählt, wählt den Krieg“ gewarnt hatte, war sein Leben geprägt von der Menschheitsfrage „Krieg oder Frieden“, die nach dem 6. und 9. August 1945 auch zur Auseinandersetzung um „Überleben oder Vernichtung“ wurde. In Willi Hoffmeisters Leben hat sich das Ringen um den Frieden im umfassenden Sinne widergespiegelt: Frieden beinhaltete für ihn auch immer Gerechtigkeit, für die Menschen im eigenen Land und weltweit. Er war im positivsten Sinne geprägt von der internationalen Solidarität der Arbeiterbewegung, die immer auch das Ringen um Frieden und Abrüstung einschloss.
Die gespaltene Arbeiterbewegung und die Schwäche/ Zersplittertheit der demokratischen und antifaschistischen Kräfte vor 1933 haben aber noch einen zentralen Gedanken von Willi Hoffmeisters Engagement geprägt: Die Notwendigkeit einer umfassenden und „breiten“ Bündnispolitik. Es war seine tiefe Überzeugung, dass der Frieden über alle politischen und ideologischen Grenzen hinweg, nur gemeinsam erreicht und gesichert werden kann. Zu stark waren und sind die Kräfte des Rüstens und des Krieges. Diese Überzeugung spiegelt sich vor allem in Willi Hoffmeisters langjährigen Engagement für den Ostermarsch Rhein/Ruhr wieder, in dem er immer wieder bemüht war, unterschiedliche Gruppierungen an einen Tisch zu bekommen und zu gemeinsamen Aktivitäten zu bewegen.
So ist diese Festschrift eine Zusammenstellung von Aussagen zu aktuellen friedenspolitischen Themen aus ganz unterschiedlichen politischen Blickwinkeln. Freunde und Weggefährten haben ihre Beiträge geleistet. Diese Bandbreite und die Tatsache, dass sich darin auch das vielfältige Engagement einer einzelnen Person widerspiegelt, machen dieses Buch besonders lesenswert.

erschienen beim DFG-VK Bildungswerk NRW
Beiträge von:
  Leo Kowald, Reiner Braun, Heinz Stehr, Andreas Buro, Bärbel Schindler-Saefkow,
Felix Oekentorp, Bernd Hahnfeld, Clemens Ronnefeldt, Marco Bülow,
Joachim Schramm, Lühr Henken, Ulla Jelpke, Horst Schmitthenner, Paul Schäfer
 
Beiträge gesammelt und zusammengestellt von
Hannelore Tölke und Felix Oekentorp

117 Seiten, A5 Format, Paperback

7,50 Euro


Lebenserinnerungen eines Antimilitaristen: "Glück im Gegenwind" von Alfons Kaufmann

akBuchtitelAlfons Kaufmann blies oft der Wind ins Gesicht. Krieg. Gefangenschaft. Suche nach einer neuen Heimat. Und dann gleich ins Visier der Adenauer-Justiz. Dennoch hat Kaufmann seiner Lebensgeschichte den Titel gegeben: „Glück im Gegenwind“.

Was ursprünglich als eine biographische Erzählung für die Enkel gedacht war, ist ein Geschichtsbuch und politisches Dokument geworden.

Alfons Kaufmann stellt in seinen Erinnerungen sein Erleben im Zweiten Weltkrieg und in der Zeit der Wiederaufrüstung der Bundesrepublik Deutschland in den Mittelpunkt. Die Kaufmann-Biografie ist jedoch mehr. Der Autor zeichnet mit seiner Lebens­geschichte ein sehr präzises Deutschland-Bild, das die Erfahrungen und Gefühle vieler Menschen widerspiegelt, die nach dem Ersten Weltkrieg in den  damaligen Ostgebieten des Landes aufgewachsen sind und sich in der Folge des kriegerischen Hitler-Regimes ein neues Zuhause in anderen, westlichen Teilen des Landes suchen mussten.

Die Erinnerungen an das Morden im Zweiten Weltkrieg sind weitgehend verblasst, die  weltweiten Bundeswehr­einsätze in der heutigen Zeit werden abstrakt wahrgenommen. Da werden Zeitzeugenberichte wie die Biografie von Alfons Kaufmann zur Pflichtlektüre nicht nur für junge Menschen.

erschienen beim DFG-VK Bildungswerk NRW

185 Seiten, A5 Format, Paperback
ISBN: 3-931729-24-9

8,50 Euros





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