Entmilitarisiertes Rheinland / Kalkar Demo

Doppel-Aktion gegen Krieg, in Kalkar und Essen, 3. Oktober 2016

Auch in 2016 demonstriert die Friedensbewegung wieder am 3. Oktober im niederrheinischen Kalkar gegen die dortige Bundeswehr- und NATO-Kommandozentrale. In diesem Jahr findet eine ganz besondere Aktion statt: Eine Doppel-Aktion mit Stationen in Kalkar und Essen. kalkarNicht nur die Luftwaffen-Kommandozentralen, die u.a. die Kriegseinsätze der Bundesluftwaffe in Syrien und auf anderen Schauplätzen steuern, sind in Kalkar angesiedelt. Auch eine militärische Denkfabrik, das Joint Air Power Competence Center hat hier seinen Sitz. Und dieses JAPCC führt direkt nach dem 3. Oktober in Essen seine jährliche Tagung durch. Daher fahren wir nach der Demonstration mit Bussen und PKW nach Essen, um dort an einem großen Friedens- und Protestfest vor dem Hauptbahnhof teilzunehmen. Kommt alle am 3. Oktober nach Kalkar (11 Uhr Marktplatz) und anschließend nach Essen.


Mehr Infos unter  http://demo-kalkar.de/



Aktionen in 2015


Demo gegen NATO-Tagung am 21. November 2015 in Essen


Im Joint Air Power Compentence Center (JAPCC) in Kalkar arbeiten Militärs an der Entwicklung neuer Szenarien und Strategien für den Luftkrieg. Einmal im Jahr treffen sie sich mit Politikern und Rüstungsproduzenten, um sich mit ihnen auszutauschen. Dies wird in diesem Jahr vom 23.-25. November in Essen stattfinden. Das Joint Air Power Competence Center führt alle Lippenbekenntnisse, das Militär heute vorrangig für humanitäre Aufgaben zuständig sei, ad absurdum. In den Papieren dieser Einrichtung ist von der Führung eines großen Krieges in Europa die Rede und von der Anwendung von Atomwaffen. Die hier entwickelten Szenarien entsprechen aktuell noch nicht der Politik der NATO, doch sie zeigen, was in den Köpfen der Militärs vorgeht und was eines Tages auch möglich werden kann.
Gegen dies Tagung organisiert ein breites Bündnis in Essen eine Demonstration am 21. November:
"Kein NATO Kriegsrat in Essen - Die Kriegsgefahr gemeinsam stoppen!", 11:57 Uhr ab Hirschlandplatz.

RednerInnen: u.a. Sevim Dagdelen (MdM DIE LINKE), Petra Hinz (MdB SPD), Horst Schmitthenner (IG Metall)

Auf der Tagung "Für eine Entmilitarisierung des Niederrhein" der DFG-VK NRW am 13.9.15 in Duisburg erläuterte Sevim Dagdelen die Hintergründe der Essener NATO-Tagung:





Demo "Bundeswehr und NATO - Krieg beginnt im Rheinland", 3. Oktober 2015


Über 500 Menschen demonstrierten am Samstag den 3. Okotber gegen die NATO-Kommandozentrale in Kalkar und bildeten über mehrere hundet Meter eine Menschenkette entlang des Kasernenzauns:

kalkar1 Kalkar2
Kalkar5
Kalkar6
Kalkar3 Kalkar4

Medien:

Rheinische Post: Sahra Wagenknecht auf Demo gegen NATO-Zentrale

WDR:  400 Menschen demonstrieren gegen NATO-Kommandozentrale in Kalkar

Junge Welt: Krieg beginnt am Niederrhein


Hier die Reden von Roland Vogt ...

 

.... und Stefan Brackertz




"Bundeswehr und NATO: Krieg beginnt im Rheinland": Demonstration und demoMenschenkette gegen die NATO-Kommandozentrale in Kalkar am 3. Oktober 2015

Die DFG-VK NRW unterstützt die Demonstration am 3. Oktober in Kalkar. Aus mehreren Städten im Ruhrgebiet und im Rheinland fahren Busse. Mehr Informationen und auch die Möglichkeit, den Aufruf zur Aktion zu unterstützen hier: www.demo-kalkar.de

Wir sehen uns am 3. Oktober in Kalkar!











Tagung „Für einen entmilitarisierten Niederrhein“,

am 13. September 2015 in Duisburg,
Internationales Zentrum, Flachsmarkt 15

Am 13. September trafen sich FriedensaktivistInnen aus dem Rheinland und dem Ruhrgebiet, um sich über die Funktionen der Militärstandorte im nördlichen Rheinland zu informieren und über die verstärkte Zusammenarbeit der Friedensbewegung in der Region gegen diese Anhäufung von Militär zu diskutieren.

Hier der Vortrag von Lühr Henken (Kasseler Friedensratschlag) zu aktuellen Waffensystemen der Bundeswehr und deren Einbindung in die Interventionsstrategien von Bundeswehr und NATO. (weitere Dokumentationen folgen)






Programm

11.00 Uhr Beginn


1.) Drohnenkrieg und automatisierte Waffensysteme
Referent Lühr Henken (Kasseler Friedensratschlag)

2.) Militärstandorte am Niederrhein und ihre Rolle,
Referentin Sevim Dagdelen (MdB Die Linke)
NATO-Kommandozentrale Kalkar/Uedem, Joint Airpower Competence Center (JAPCC ) in Kalkar, Luftwaffenstandort Geilenkirchen, Luftwaffenstandort Nörvenich/Kerpen, Bundeswehrstandort Köln

3.)  Herausforderungen an die Friedensbewegung
Diskussionsrunde mit Vertretern der Friedensbewegung: Joachim Schramm, DFG-VK NRW; Bernhard Trautvetter Essener Friedensforum u.a.

18 Uhr Ende

Flyer hier zum downloaden...


Kalkar-Protest 2013:

Bundeswehr und NATO: Krieg beginnt im Rheinland!

Bunte Demonstration bei guter Stimmung.

Rund 150 Friedensaktivisten demonstrierten am 3. Oktober in Kalkar am Niederrhrein gegen die dortigen Kommandozentralen von NATO und Bundeswehr. Auch wenn die Organisatoren sich mehr Beteligung erhofft hatten, war die Veranstaltung bei strahlendem Sonnenschein und guter Stimmung eine runde Sache. Dazu trugen auch die Reden bei, die mal sachkundig und fundiert, mal satirisch böse die Bedeutung des Standortes Kalkar für die Kriegsführungspläne von Bundeswehr und NATO deutlich machten:

Hier Ausschnitte aus der Rede der Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen (Die Linke)



Auch der DGB unterstützte die Demonstration in Kalkar. Die Vorsitzende der Region Niederrhein, Angelika Wagner schickte eine Grußbotschaft, die bei der Auftaktkundgebung verlesen wurde:
http://youtu.be/n0_zEPpWqtc

In Kalkar und Umgebung sorgte eine satirische Postwurfsendung in den Wochen vor der Demo für Aufregung. Wilfried Porwol von der DFG-VK Kleve trug aus diesem bundeswehrkritischen Schreiben vor, dass Unbekannte an zahlreiche Haushalte verteilt hatten: http://youtu.be/mTpOeScdx1E


Bitterböse Satire sorgt für Diskussionen

In Kalkar und den Nachbarorten sorgt eine bitterböse Satire in diesen Tagen für Diskussionen. Dort wurde ein nachgemachter Brief der Bundeswehr in zahlreiche Haushalte verteilt, der einen Abenteuer-Besuch in der Kaserne anbietet. Teilnehmer könnten wie im Videospiel einen Drohnenangriff steuern und zum erfolgreichen - tödlichen - Ende führen. Zeitungen und der WDR berichteten darüber, ein empörter Bürger stellte sogar Strafanzeige wegen "Verunglimpfung des Staates". Dabei hatte der anonyme Briefschreiber doch nur zu Ende gedacht, was die Bundeswehr mit ihrer auf den Abenteureffekt abzielenden Werbung bereits angefangen hat. 

RP: Falscher Flyer verhöhnt die Bundeswehr

Kurier am Sonntag: Krieg als Freizeitspaß?