Atomwaffen abschaffen
Auch über 60 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki ist die Menschheit von tausenden von Atomwaffen bedroht. In über 2000 Atomwaffentest wurden seither diese schrecklichen Waffen immer weiter entwickelt. Auch in der Bundesrepublik lagern nach wie vor us-amerikanische Atomwaffen in Büchel, zum Einsatz durch die Bundesluftwaffe bestimmt. 1996 hat der Internationale Gerichtshof in Den Haag folgende Feststellung getroffen: „Eine Androhung oder Anwendung von Gewalt mittels Atomwaffen, die im Widerspruch zu Artikel 2 Absatz 4 der Charta der Vereinten Nationen steht und alle Forderungen in Artikel 51 nicht erfüllt, ist unrechtmäßig“ Doch heute arbeitete man in den USA an neuen sog. Mini-Nukes, entwickeln immer neue Staaten Atomwaffen. Die DFG-VK fordert den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland mit dem Ziel einer atomwaffenfreien Zone in Europa sowie das aktive Eintreten unserer Regierung für eine Konvention zu Ächtung aller Atomwaffen. Wir unterstützen die Kampagne "unsere Zukunft atomwaffenfrei" des Trägerkreises „Atomwaffen abschaffen“.
25. Juni: Aktionstag gegen Atomwaffen
Der 25. Juni ist der globale Aktionstag für die Abschaffung von Atomwaffen! Die „offiziellen“ Atomwaffenstaaten (USA, Russland, Frankreich, Großbritannien und China) treffen sich am 29. und 30. Juni in Paris. Wie im letzten Jahr ruft die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, ICAN, zu einem globalen Aktionstag auf, und zwar im Vorfeld dieses Treffens. So soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass immer noch keine Verhandlungen über ein Verbot von Atomwaffen aufgenommen wurden. Weltweit werden am 25. Juni 2011 Gruppen aktiv mit Flashmobs, Online-Aktionen, Protesten und Mahnwachen, Picknicks, Infoständen, Graffiti-Aktionen und vielem mehr. Die Kampagne "unsere zukunft atomwaffenfrei", an der sich auch die DFG-VK beteiligt, schlägt folgende Aktion vor:„Million Please“: Die wahrscheinlich längste Videokette der Welt. Eine Gruppe von Schulkindern im japanischen Hiroshima hat vor etwa einem halben Jahr mit einem Video begonnen. Es ist an die neun Staaten adressiert, die noch im Besitz von Atomwaffen sind. Menschen überall auf der Welt werden gebeten, auf der Website millionpleas.com ein 2- Sekunden-Video von sich selbst zu zeigen, wobei sie das Wort “please“ (bitte) formulieren. Wir regen an, mit einem Laptop und Webcam auf die Straße zu gehen oder dahin, wo viele Leute sind, und einfach Menschen aufzufordern, das Wort „please“ vor der Kamera zu sagen. Danach können die Beteiligten ihren Videobeitrag auf der Webseite anschauen und über Facebook oder Twitter anderen FreundInnen davon erzählen, so dass es zu eine „Kettenreaktion“ kommt. Infos zu der Aktion, zu Materialien und zu Hintergründen in diesen Tagen auf www.atomwaffenfrei.de
Anti-Atom-Demos 28. Mai 2011
"Unsere Chance, den Ausstieg durchzusetzen, war noch nie so groß. Am 28. Mai finden, erstmals am gleichen Tag, Großdemonstrationen in etwa 20 Städten bundesweit statt. Wir wollen mit zigtausenden Menschen ein kraftvolles Signal an die Regierung senden. Nach Fukushima gibt es nur noch eine Richtung und die heißt: Alle AKW abschalten – sofort und endgültig! Die Zukunft liegt bei den Erneuerbaren Energien, gemeinsam mit Energieeffizienz und Energiesparen."So heißt es in dem Aufruf, den auch die DFG-VK NRW unterstützt. Leider fehlt dieses Mal der Zusammenhang zwischen ziviler und militärischer Nutzung der Atomenergie.
In NRW finden Demonstrationen statt in Bonn, Essen und Münster
In Bonn sprache Joachim Schramm, Landesgeschäfstführer der DFG-VK NRW
Ostermarsch Gronau: Atomwafffen abschaffen - Atomkraftwerke abschalten"
Bei der am
Ostermontag stattfindenden Demo an der
Urananreicherungsanlage in Gronau (Foto) war auch die Friedensbewegung
deutlich präsent. Bei der Abschlusskundegebung sprach der
DFG-VK
Landesgeschäftsführer Joachim Schramm als Vertreter
des
Ostermarsches Rhein/Ruhr.
Hier die Rede von Joachim Schramm (pdf)
Infos/Materialen:
- Faltblatt "Atomwaffen abschaffen" aus der Reihe "Schritte zur Abrüstung"
- Basisset "Völkerechtswall gegen Atomwaffen"
Referenten
Felix Oekentorp
