Bundeswehr-Rekrutierung

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Bundeswehr-Termine in NRW III. Quartal 2016Werben

Von Aachen bis Wuppertal, von Schulbesuchen über Messeauftritten bis zu Konzerten: Die Bundeswehr läßt nichts unversucht, im neuen Jahr fürs Töten und Sterben zu werben. Viele Möglichkeiten also, vor Ort dagegen aktiv zu werden: Mit Aktion in der Schule, mit kritischen Anfragen bei Messe- und Konzertveranstaltern, mit Leserbriefen und vielem mehr. Hier die aktuelle Liste für NRW nach Orten sortiert:
Termine in NRW    
 


11. Juni 2016: Protest gegen "Tag der Bundeswehr"


In NRW führten Friedensgruppen Proteste gegen den Tag der Bundeswehr in Bonn durch. Hier der Flyer

Kein Tag der Bundeswehr in Bonn. Unter diesem Motto protestierten Friedensgruppen aus Bonn, Köln und darüber hinaus gegen den Propaganda-Aufmarsch der Armee auf dem Bonner Marktplatz. Vor der großen Bühne, auf der im Laufe des Tages auch mal die Kriegsministerin auf dem Multi-Bildschirm erschein, herrschte meisten gähnende Leere. Aber an der Aktionsfläche ließen sich immer wieder Passanten von den verharmlosenden Präsentationen der oliven Truppe einfangen. Verantwortungslose Eltern hievten ihre Kleinsten in bereitstehende Panzerfahrzeuge.
Die Friedensgruppen direkt daneben hielten dagegen, mit mal fetziger, mal leiser Musik, mit Die-Ins, mit Auftritten des Sensemanns und vielem mehr. Sie machten deutlich: Die Bundeswehr wird nicht ungestört einen Tag des Jahres für sich beanspruchen können. Weder heute noch im nächsten Jahr!

In Stetten in Baden-Würtemberg  ließ die Bundeswehr verbotenerweise Kinder mit Kriegswaffen hantieren! Das wurde von der DFG-VK vor Ort dokumentiert. Die Medien berichteten, der WDR interviewte auch den Landesgeschäfstführer der DFG-VK NRW, Joachim Schramm:
TV  http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/aktuelle-stunde/video-kinder-ans-gewehr-100.html

Press WAZ 14.6.16: Bundeswehrsoldaten lassen Kinder mit Waffen spielen.

Mehr auch unter: https://www.dfg-vk.de/rekrutierungen-der-bundeswehr/grenze-ueberschritten-bundeswehr-liess-kinder-an-handfeuerwaffen


Fotos von der Aktion in Bonn:
musik Schild
sense bühne
Wegweiser kinder

Um die Bevölkerung von Militäreinsätzen zu überzeugen und junge Leute für den Kriegsdienst zu werben, führt die vom Verteidigungsministerium befehligte deutsche Armee seit 2015 einen „Tag der Bundeswehr“ durch. An dem Tag öffnet die Bundeswehr an ausgewählten Standorten ihre Kasernentore und präsentiert sich auf öffentlichen Plätzen mit einer Millionen-Euro schweren Propaganda-Show. Über 235.000 Menschen kamen 2015 zum „Tag der Bundeswehr“ – darunter auch sehr junge Menschen: Die Bundeswehr ist eine von weltweit nur noch wenigen Streitkräften, die auch Minderjährige an der Waffe ausbildet. Gezielt werden Kinder und Jugendliche beim „Tag der Bundeswehr“ für den Kriegsdienst begeistert, damit sie schon mit 17 Jahren in die Armee eintreten. Proteste von Kinderrechtlerinnen und Kinderrechtlern sowie dem „UN Ausschuss für die Rechte des Kindes“ gegen diese Praxis werden ignoriert: Jährlich rekrutiert die Bundeswehr so über 1.300 Unter-18-Jährige für den Dienst an der Waffe. Auch in diesem Jahr werden hunderttausende Zivilistinnen und Zivilisten jeden Alters erwartet – nutzen wir die Aufmerksamkeit und setzen der Militär-Propaganda etwas entgegen!


Mehr zu weiteren Aktivitätenunter  www.kein-tag-der-bundeswehr.de



Petition gegen Rekrutierung unter 18

Anlässlich des Red Hand Day  gegen Kindersoldaten (12. Februar) hat die DFG-VK in Kooperation mit dem Bündnis Kindersoldaten, terre des hommes und der Kindernothilfe die online-Petition „Stoppen Sie die Rekrutierung unter-18-Jähriger“ gestartet.
Bitte unterschreibt die Petition und gebt sie großflächig weiter: www.unter18nie.de

Unter 18-Jährige dürfen in Deutschland nicht wählen, sie dürfen nicht Auto fahren oder gewaltverherrlichende redhandVideospiele spielen. Jungen und Mädchen dürfen aber mit 17 Jahren schon zur Bundeswehr gehen, dort Panzer fahren und in Techniken der realen Kriegsführung ausgebildet werden, einschließlich der simulierten Tötung. Sie bekommen dort dasselbe militärische Training wie Erwachsene, das Jugendarbeitsschutzgesetz gilt ebenso wenig wie besondere Maßnahmen zum Schutz vor sexueller Belästigung oder Missbrauch.
Damit gibt Deutschland auch international ein ganz schlechtes Beispiel ab: Nur wenige Staaten weltweit rekrutieren noch Minderjährige. Deutschland setzt sich zudem dafür ein, dass Länder wie Burma, Somalia oder Afghanistan keine unter 18-Jährigen mehr in ihre Armeen aufnehmen – das ist nicht glaubwürdig, so lange die eigene Armee weiter 17-Jährige einstellt.
Die Anzahl der 17-jährigen Jungen und Mädchen, die von der Bundeswehr rekrutiert werden, steigt rapide an, im Jahr 2015 waren es schon 1515. Das Risiko, dass sie körperlich und psychisch überfordert sind, Opfer von Mobbing oder Missbrauch werden oder später als Volljährige in Auslandseinsätzen traumatisiert, verstümmelt oder getötet werden, ist hoch.

Was wirklich zählt: Gegen Bundeswehr Werbekampagne

Die Bundeswehr zelebriert am 11. November ihren 60. Geburtstag. Passend dazu hat sie in diesen Tagen für 11 Millionen Euro Steuergelder eine Werbekampagne gestartet: "Was wirklich zählt" ist auf den in grünen Tarnfarben gehaltenen Plakaten zu lesen, ergänzt mit mehr oder weniger launigen Sprüchen über die angeblichen Möglichkeiten des Dienstes bei der Armee.
Das wollen wir nicht unkommentiert lassen. Wie wäre es mit einem Selfi vor einem Werbeplakat mit einem Schild in der Hand "Was wirklich zählt: Bundeswehr abschaffen". Oder mit einem T-Shirt "Keine Werben fürs Sterben". Erste Idee findet Ihr unter
Schickt uns Eure Selfies und wir stellen sie zu einer Fotogalerie auf unserer Homepage zusammen.


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Da war jemand ziemlich genervt über die Kriegswerbung. Der schöne Aufkleber mit dem Schildkrötenmotiv ist auch bei der DFG-VK NRW zu bestellen! Ein Selfie mit Protest-T-Shirt. T-Shirts mit der Aufschrift "Kein Werben fürs Sterben" gibt es ebenfalls bei uns.
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So gehts: Ein Schild machen, ein Foto und ab damit an dfg-vk.nrw@t-online.de . Und schon ist Dein Kommentar zu der Bundeswehr-Werbung  online! Diese Aufkleber gibt es in Kürze über unseren Web-Shop

Mehr zu Aktivitäten gegen die Bundeswehr-Werbekampagne auch unter https://www.dfg-vk.de/bundeswehr-abschaffen/BW-wuensche

und auf facebook https://www.facebook.com/dfg.vk/

In der Süddeutschen Zeitung gab es einen kritischen Artikel zu der aktuellen Werbeoffensive:

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/595010/Bundeswehr-geht-in-die-Werbeoffensive



Unterstützt Ministerin Löhrmann die Rekrutierung Minderjähriger?

Am 9.+10. September 2015 war die Bundeswehr erneut mit einem Werbestand Bochum15auf der Berufsbildungsmesse Mittleres Ruhrgebiet präsent. Und wie in den vergangenen Jahren auch, gab es wieder deutliche Proteste der Friedensbewegung gegen diesen Stand. Am ersten Tag hatte sich auch Schulministerin Löhrmann zu einem Messerundgang angesagt. Das war bemerkenswert, da Frau Löhrmann durch ihren Besuch dieser Messe, an der sich bereits Achtklässler aus Bochum, Witten, Hattingen und Herne über mögliche Berufe informieren können, ja ihre Anerkennung zollte. Und selbst wenn sie die Messe ansonsten positiv bewertet, hätte man doch eine kritische Stimme zum Bundeswehrstand erwartet. Denn Werbeversuche an Minderjährigen sollten nach der UN-Kinderrechtskonvention unterbleiben. So hat Frau Löhrmann auch gegenüber unserem Bündnis mitgeteilt, sie habe sich bei Verteidigungsministerin von der Leyen dafür eingesetzt, die Rekrutierung von Minderjährigen zu unterlassen. Doch von alledem war beim Besuch von Frau Löhrmann nichts zu hören und so musste die Ministerin sich bei den Stationen ihres Rundgang der hartnäckigen Konfrontation mit den Friedensaktivisten aussetzen, die mit T-Shirts “Kein Werben fürs Sterben” einforderten.


Neu: Der aktualisierte Flyer der DFG-VK für Aktionen gegen die Bundeswehr-Rekrutierung an Schulen oder bei Jobbörsen und Berufsbildungsmessen.



Krieg ist kein Funsport!

Mit einem Flashmob starteten am 28.11. die Aktionen gegen den Bundeswehrauftritt auf der Jugendmesse YOU in Dortmund. Um 12 Uhr stiegen Seifenblasen über dem martialischen Stand der Armee auf, Transparente drückten den Protest gegen das Militär aus, Sprechchöre forderten "Kein Werben für´s Sterben". Vor allem Aktivisten Dortmunder Jugendorganisationen und auch von Friedensgruppen waren gekommen, um deutlich zu machen: Krieg ist kein funsport! Am Samstag steht ab 11 Uhr eien Kundgebung an der U-Bahnhaltstelle "Westfalenhalle" auf dem Programm.

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Vom 28. bis 30. November kehrt die Jugendmesse YOU in die Dortmunder Westfalenhallen zurück. Bereits in den 90er Jahren haben wir als DFG-VK gegen die Bundeswehrpräsenz bei dieser großen Jugendmesse protestiert.

Das Bündnis „Krieg ist kein Funsport“, dem sich zahlreiche Jugendverbände und Organisationen angeschlossen haben, will mit verschiedenen Aktionen gegen die Bundeswehr auf der YOU protestieren. Für Freitag ist ein großer Flashmob geplant, am Samstag ab 11 Uhr eine Kundgebung nah den Westfalenhallen.
Hier die Presseerklärung des Bündnisses

Mehr Infos unter https://www.facebook.com/Kriegistkeinfunsportbuendnis?fref=nf




Tagung "Kooperationsvereinbarung kündigen"

am 8. November in Essen, DGB-Haus

Seit 2008 gibt es in NRW eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Ministerium für Schule und Weiterbildung und der Bundeswehr, mit der dem Militär ein
privilegierter Zugang zu den Schulen ermöglicht wird. Die Jugendoffiziere in den Schulen sollen hier als „Öffentlichkeitsarbeiter der Bundeswehr“ gegen die immer noch weit verbreitete Kriegsablehnung argumentieren und so Jugendliche für das blutige Handwerk gewinnen.raus Die Neufassung durch die rot-grüne Landesregierung in 2012 hat nichts Wesentliches an den Kritikpunkten von Friedensbewegung, SchülerInnen, der Gewerkschaft GEW und vielen anderen geändert. Der 100. Jahrestag des Beginns des I. Weltkriegs und 75 Jahr nach Beginn des II. Weltkriegs sind  Anlass, diese einseitige, von der Politik geförderte Einflussnahme des Militärs erneut deutlich zu kritisieren und uns v.a. weiter für die ersatzlose Kündigung des Kooperations- abkommens einzusetzen. Hierzu wollen das Bündnis "Schule ohne Bundeswehr NRW, die GEW NRW u.a. auf einer Tagung Rückschau halten auf die Aktivitäten gegen die Bundeswehr an den Schulen in NRW in den vergangenen Jahren und die aktuelle Situation diskutieren. Im Anschluss wird über die Perspektiven weiterer, gemeinsamer Aktivitäten gesprochen.

VA: Schule ohne Bundeswehr NRW, GEW NRW, LSV NRW, Aachener Friedenspreis
 Flyer hier

Programm: "Kooperationsvereinbarung kündigen", Samstag,
8. November, 13 - 18:30 Uhr, DGB-Haus Essen, Teichstr. 4

13:00 Uhr: Begrüßung :  Klaus Waschulewski (DGB Essen)           
13:05  Uhr: Einführ. i.d. Tagung :  Joachim Schramm (DFG-VK NRW)              
13:15 Uhr: Einstieg :  Dr. Werner Strahl (IPPNW, Cap Anamur) 
13:30 Uhr: „Sechs Jahre Protest gegen die Kooperationsvereinbarung “
Erfahrungsberichte und Diskussion mit:

  • Gerhard Diefenbach (Aachener Friedenspreis)

  • Roland Blach (DFG-VK Baden-Würtemberg)

  • Markus Gross (Bundeswehr wegtreten)

  • Ulrich Kriegesmann  (Willy-Brandt-GS Bochum)

  • N.N.  BSV Solingen (angefragt)

  • Moderation: Joachim Schramm

15:30 Uhr: „Streit um militärische Werbung und Einflussnahme auf Schulen – Wo stehen wir heute?“
Podiumsdiskussion mit:               

  • Dorothea Schäfer (GEW)

  •  Joachim Schramm (DFG-VK NRW)

  • Tom Joosten (LSV NRW) 

  • Matthias Schug (Naturfreundejugend NRW)

  • NN (DGB-Jugend NRW) (angefragt)

  • Moderation: Elvira Högemann

17:15 Uhr: Aktionsplanung: „Gemeinsam gegen die Kooperationsvereinbarung – der Bundeswehrwerbung entgegentreten

  • Moderation: Bernhard Nolz (Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden)

Die Tagung unterstützen: pax christi Essen, IPPNW Regionalgruppe Mönchengladbach, Antikriegsbündnis Aachen, pax christi Aachen, , terre des hommes Aachen, VVN-BdA Aachen, Zentrum für Friedenskultur (zfk), Siegen, Essener Friedensforum

Unkostenbeitrag 5,- Euro

Anmeldung unter Bettina.Beeftink@GEW-NRW.de


Kundgebung anlässlich der Übergabe der Unterschriften "Lernen für den Frieden" an die Kultusministerkonferenz am 9. Oktober in Essen, 17 Uhr, Porschekanzel/Markt 2





Über 20.000 Menschen haben bislang die Kampagne „Lernen für den Frieden“ unterschrieben. Darin heißt es:

Mit meiner Unterschrift trete ich für eine Gesellschaft ein, die von Aufklärung, Argumentation und Solidarität bestimmt ist statt von der gewaltsamen Durchsetzung politischer und wirtschaftlicher Interessen.

Die Militarisierung der deutschen Außenpolitik als offizielle Politik der großen Koalition schreitet voran. Mit den Aussagen von Außenminister, Verteidigungsminsterin und Bundespräsident zu Übernahme von mehr Verantwortung und der damit gemeinten Ausweitung militärischer Einsätze in aller Welt ist dies öffentlich gemacht worden.

Zu dieser Entwicklung gehören untrennbar die Versuche, die Bundeswehr breiter in der Gesellschaft zu verankern. Bundeswehrwerbung in zahlreichen Medien, in Sportstätten und jüngst auch auf Schülerfahrkarten stellen eine zunehmende Militarisierung der Gesellschaft dar. Ihr gilt unser Protest.

Die Bemühungen der Bundeswehr um Nachwuchs konzentrieren sich nach wie vor auf die Schulen, die Hochschulen und die Arbeitsagenturen. Doch auch auf öffentlichen Plätzen und Großveranstaltungen wirbt die Bundeswehr um Nachwuchs. Dabei werden bereits Kinder angesprochen, schon 16 jährige durchlaufen Eignungstests. Das Verteidigungsministerium und die Rüstungsindustrie lassen durch Drittmittelkooperationen für das Geschäft mit dem Tod an den Hochschulen forschen. Dagegen und gegen die politische Indoktrination von Schülerinnen und Schüler durch Jugendoffiziere hat sich eine breite Protestbewegung entwickelt. Ihr gehören Organisationen aus Schulen und Universitäten, aus der friedens- und antimilitaristischen Bewegung, Gewerkschaften, Jugendverbände, kirchliche Gruppen, Kinderschutzorganisationen und andere an. Deren Aktivitäten haben Militärs und Politiker so verunsichert, das die große Koalition es für notwendig hielt, diese Werbemaßnahmen der Armee als wichtiges Ziel der Koalition ausdrücklich festzulegen.

» Hier der Aufruf zur Kundgebung
» Mehr zur Kampagne "Lernen für den Frieden"


Veranstaltungen im Rheinland

Trotz vielfältiger Proteste von unterschiedlichster Seite dauern die Werbe- und Beeinflussungsmaßnahmen der Bundeswehr an Schulen in NRW an. Der Bericht der Jugendoffiziere für 2012 beziffert die Zahl der beeinflussten Jugendlichen und Multiplikatoren auf über 175.000.
Was ist dagegen zu tun? Dieser Frage gehen zwei Veranstaltungen der DFG-VK in Neuss und in Krefeld nach. Michael Schulze von Glaßer, freier Journalist  und Buchautor stellt die Werbemaßnahmen der Bundeswehr dar, anschließend gibt es Raum zur Diskussion:
Mittwoch, 06.11.2013 in Neuss (on Kooperation mit der VHS), um 19 Uhr 30 im VHS-Romaneum, Brückstr. 1, Erdgeschoss, Raum E129,
Donnerstag, 07.11.2013 in Krefeld, 19 Uhr 30 in der Fabrik Heeder, Virchowstr. 130

Bereits am Montag den 4.11. findet in Aachen eine Podiumsdiskussion statt, zu der der Aachener Friedenspreis einlädt. Unter der Überschrift "Warum Bundeswehrsoldaten in den Schulen?" diskutieren die Landesvorsitzende der GEW, Dorothea Schäfer, die Schulpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Sigrid Beer und Robin Cramer, ehemaliger Landesschülersprecher. Hier der Einladungsflyer.

Kampagne "Schule ohne Militär" gestartet

Zu Beginn des neuen Schulejahres startet das landesweite Bündnis „Schule ohne Bundeswehr (NRW)“, in dem auch die DFG-VK Nordrhein-Westfalen aktiv ist, eine neue Kampagne „Schule ohne Militär“. Motiviert durch eine zunehmende Zahl von Schulen, die Werbe- und sonstige Auftritte der Bundeswehr vor Schülerinnen und Schülern ablehnen, will das Bündnis seine Aktivitäten verstärken.
SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern sollen ermutigt und unterstützt werden, an weiteren Schulen in NRW über die Rolle der Bundeswehr an Schulen zu diskutieren und sich gegen diese Werbemaßnahmen des Militärs zu positionieren.

Hier geht es zur Homepage der Kampagne mit Infos, und einem Flyer zum Downloaden oder bestellen.


Aachener Friedenspreis an Schulen, die keine Bundeswehr einladen

Am 1. September ist der diesjährige Aachener Friedenspreis an das Robert-Blum-Gymnasium (Berlin) und die Käthe-Kollwitz-Schule (Offenbach) für ihre konsequente Haltung gegen Bundeswehr-Auftritte an Schulen übergeben worden. Außerdem nahm die Internationale Schule Dohuk den Preis für ihr Engagement für Frieden und Verständigung entgegen.
Besonders die Preisvergabe an die deutschen Schulen, die sich gegen die Bundeswehr-Auftritte gewandt haben, sorgte schon in den letzten Wochen für heftige Diskussionen in der ganzen Republik. Damit wurde die fragwürdige Praxis der Bundeswehr, an Schulen Nachwuchs zu rekrutieren aber auch einseitig Meinung zu beeinflussen, in noch weiteren Kreisen bekannt gemacht. Natürlich gab es auch die Bundeswehr-Befürworter in Medien und Politik, die gegen den Aachener Friedenspreis wetterten.
Hier die Laudatio von Dorothea Schäfer, Vorsitzende der GEW NRW.
Mehr Infos auch beim Aachener Friedenspreis

Friedensbildung stärken statt Werbung für das Militär – didacta ohne Bundeswehr!

Auf der nach eigenen Angaben “wichtigsten Bildungsmesse des Landes” tummelte sich jedes Jahr auch die Bundeswehr. Egal ob in Köln, Stuttgart oder Hannover, überall gab es in den letzten Jahren Proteste gegen den Armeeauftritt. Schule ohne Bundeswehr NRW hat sich mit einem Offenen Brief an die Veranstalter der in diesem Jahr in Köln stattfindenden Messe gewandt, und den Ausschluss der Bundeswehr gefordert.

In dem Brief heißt es: “Unverständlich erscheint es uns, dass die Bundeswehr mit einem der größten Stände in Halle 6.1 auf der didacta präsent ist. Erneut wird das Simulationsspiel POL&IS vorgeführt. POL&IS zeichnet ein Bild der politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Wirklichkeit, das den spielenden Schülern und Lehrern Militäreinsätze zur Konfliktbearbeitung als „normal“ und nützlich erscheinen lässt.
Für die Bundeswehr wird hier die Gelegenheit eröffnet, Ansprechpartner und Multiplikatoren für ihre Präsenz an Schulen in NRW und anderen Bundesländern zu gewinnen.” Hier der komplette Wortlaut auf der Seite von "Schule ohne Bundeswehr NRW"

Am Mittwoch den  20.2. veranstaltet die GEW auf der didacta eine Diskussionsrunde unter dem Motto "Friedensbildung statt Militärwerbung". Es nehmen teil: Martina Schmerr (GEW Hauptvorstand), Jenny Becker (EN PAZ), Jonas Schäfer (AGDF) und Joachim Schramm (DFG-VK NRW). Raum 9.2.06, 14 - 14:45 Uhr

Schule und Bundeswehr im Radio

Die öffentliche Debatte um die Bundeswehrwerbung und um die Folgen der geänderten Kooperationsvereinbarung geht weiter. In zwei Radiobeiträgen wurde das Thema kritisch aufgegriffen.
Im DLF-Magazin des Deutschlandfunks wird kontrovers über die Auftritte von Jugendoffizieren an Schulen berichtet. Für das Bündnis "Schule ohne Bundeswehr NRW" kommt Joachim Schramm, Landesgeschäftsführer der DFG-VK NRW zu Wort:

WDR5 hat sich zusätzlich auch mit der Rekrutierung Jugendlicher durch plakative Aktionen wie die vieldiskutierte Bravo-Advernturecamps beschäftigt. Hier kommen Ralf Willinger von terre des hommes und Dorothea Schäfer von der GEW zu Wort:

Protest bei Day for future in Kleve

Beim Berufsinformationstag der AOK und des Berufskollegs des Kreises Kleve am 27.11.12 war auch die Bundeswehr mit einem Stand vertreten. Dagegen hatte sich bereits im Vorfeld Protest geregt. Die örtliche DFG-VK Gruppe hatte die Initiative ergriffen und einen offenen Brief mit einer Reihe örtlich bekannter Unterstützer an die Veranstlter geschickt. Über diesen Protestbrief berichtete auch die örtliche NRZ .
Am Tag selber waren Friedensaktivisten vor dem Berufskolleg und infomierten die Schülerinnen und Schüler über die falschen Versprechungen der Bundeswehr. Bei vielen Schülern und auch Lehrern kam das gut an. Ein nachahmenswerte Aktion!


ZDF-Beitrag über Bundeswehr-Werbung

Kinder im Grundschulalter am Steuerknüppel eines Miltärhubschraubers, eine junge Frau, die zur Bundeswehr will, weil sie dort schießen kann: Das ZDF-Magazin Frontal21 berichtet über die Bundeswehr-Werber bei der Internationalen Luftfahrtausstellung in Berlin. Obwohl der Beitrag Bundeswehr-Werbung nicht prinzipiell in Frage stellt, bestätigt er doch viele Kritikpunkte, die Friedensbewegte und Antimilitaristen an den Werbemethoden der Bundeswehr äußern. Ein interessanter Beitrag, um Argumente für die Diskussion mit Befürwortern der Bundeswehr zu bekommen.

Hier zum Beitrag


Schulministerum ändert Kooperationsvereinbarung mit Bundeswehr

Nach langen Verhandlungen hat nun das Schulministerium NRW eine geänderte Kooperationsvereinbarung mit der Bundeswehr unterzeichnet. Sie löst die alte von 2008 ab, die noch unter der schwarz/gelben Regierung unterzeichnet wurde. Obwohl die Vereinbarung schon seit dem 30. August vorliegt, ist sie erst jetzt in der Öffentlichkeit wahrgenommen worden.

Das Bündnis "Schule ohne Bundeswehr NRW" hat mit einer Presseerklärung auf die Berichterstattung in verschiedenen Medien reagiert. Die Presseerklärung sowie Medienberichte kann man unter http://www.schule-ohne-bundeswehr-nrw.de nachlesen.

In der Öffentlichkeit wird vor allem von den beteiligten Grünen-Politikern der falsche Eindruck erweckt, mit der neuen Vereinbarung sei eine Gleichstellung zwischen Bundeswehr und Friedensbewegung erreicht. Das weisen wir zurück und betonen, dass unser Ziel weiterhin die Kündigung der Kooperationsvereinbarung bleibt. Positiv ist zu vermerken, das die Einbindung der Bundeswehr in die Lehreraus- und -fortbildung in der neuen Vereinbarung nicht mehr vorkommt.


Bundesweite Aktionswoche 

gegen Bundeswehr in Schulen und Hochschulen vom 24.- 29. September


In vielen Orten in Deutschland fanden in der Aktionswoche Veranstaltungen und Aktionen gegen die Bundeswehrwerbung statt. Auf der Homepage der Aktionswoche gibt es dazu Fotos und Videos.

Auch in NRW fanden in der Woche Aktionen statt. Einen Bericht über eine Aktion vor einer Kölner Schule gibt es hier


Termine

Nach dem gelungenen Auftakt von Aktionen im Rahmen der “Bundesweiten Aktionswoche gegen Bundeswehr in Schulen und Hochschulen” in Bochum (Bericht weiter unten) finden nun weiter Aktionen in NRW statt. Dazu mehr unter www.schule-ohne-bundeswehr-nrw.de


Aktion "Messe ohne Bundeswehr" in Bochum erfolgreich verlaufen


Am 12. und 13. September protestierten Aktive von Friedensgruppen, Schülervertretung und Jugendorganisationen in Bochum bei der Berufsbildungsmesse Mittleres Ruhrgebiet gegen den dortigen Werbestand der Bundeswehr. Auch die DFG-VK war mit mehreren Aktiven dabei. messeboTrotz Einschüchterungsversuchen durch Sicherheitsdienst und Polizei konnte die Aktionen an beiden Tagen fortgeführt werden. Schülerinnen und Schüler fragten immer wieder interessiert nach unseren Argumenten, auch Lehrer nahmen sich Infomaterial mit. In der Lokalpresse dominierte unser Protest die Berichterstattung über die Messe, auch, weil es Vorwürfe gegen das übermotivierte Vorgehen des Sicherheitsdienstes der Veranstalters gab.

Mehr auch mit Fotos und Links zu den Presseartikeln unter www.schule-ohne-bundeswehr-nrw.de








Berufsbildungsmessen ohne Bundeswehr!

Aufruf zur Protestaktion am 12./13. September in Bochum


jetzt eigene Aktionwebsite mit aktuellen Infos: http:// messe-ohne-bundeswehr.de


hier der Flyer. Achtung: auf der früheren Flyerversion war eine falsche Adresse des RuhrCongress angegeben. Richtig ist Stadionring 20! Der Flyer ist nun korrigiert.Bitte weiterleiten!

Die Bundeswehr drängt auf Berufsmessen, in Arbeitsämter, in Schulen und  Hochschulen! Überall dort sucht sie zum einen nach dem Ende der Wehrpflicht neue  Rekruten und Rekrutinnen. Zum anderen will sie schon die Kinder und Jugendlichen  von der angeblichen Notwendigkeit militärischer Einsätze überzeugen. Bei  Berufsmessen und auch anderen Veranstaltungen mit jugendlichen Teilnehmer/innen  ist die Bundeswehr mit Werbetrucks und
Rekrutierungs­ständen präsent.  messe
Doch die Bundeswehr bietet keine  normalen  Berufsausbildungen und Berufe an.  Die Tätigkeit bei der Bundeswehr ist unauflöslich mit deren Aufgabe verbunden,  Krieg zu führen. Die Tätigkeiten bei der Bundeswehr setzen also die Bereitschaft  zum Töten voraus und sind in zunehmendem Maße mit dem Risiko des getötet  Werdens und der schweren psychischen Beeinträchtigung verbunden. Die  Bundeswehr nutzt mit irreführender Werbung die nach wie vor unsichere  Berufsperspektive vieler Jugendlicher aus, um sie in einen vermeintlich sicheren Job  in der Armee
zu locken.  

Wir wollen dagegen aktiv werden und fordern die Veranstalter der  Berufsbildungsmessen in NRW auf, die Bundeswehr zu solchen Veranstaltungen  nicht mehr einzuladen!

WIR RUFEN AUF ZU PROTESTAKTIONEN BEI DER BERUFSBILDUNGSMESSE  MITTLERES RUHRGEBIET AM 12./13. SEPTEMBER 2012 IN BOCHUM!  

Dort wollen wir am Beispiel einerder wichtigen Berufsbildungsmessen in NRW  unserer Forderung Nachdruck
verleihen. Hier der  Aufruf mit Erstunterzeichnern. 



Die Eroberung der Schulen. Wie die Bundeswehr an Bildungsstätten wirbt.Klassenzimmer

 

Im Juni organisiert die DFG-VK NRW in NRW Ver­anstaltungen mit dem Journalisten und Autor Michael Schulze von Glaßer, dessen neues Buch gerade erschienen ist.

 

Termine:

13. Juni, Essen, 19:00 Uhr, VHS, Burgplatz 1. Hier der Flyer

20. Juni, Dortmund, 19:00 Uhr, Kulturhaus Taranta Babu, Humboltstr./Amalienstr. Flyer hier


Einen Audio-Mitschnitt der Essener Veranstaltung findet man hier


Weitere Veranstaltungen sind auch für September in Planung







Perspektiv- und Aktionskonferenz "Es lernt sich besser ohne Helm"

17. März , 10:30 - 16:30 Uhr, Düsseldorf, DGB-Haus , Friedrich-Ebert-Str. 34-38

Die Diskussion um die Bundeswehr-Werbung an Schulen und darüber hinaus hat im letzten Jahr auf breiter Ebene stattgefunden. An Schulen, bei den Schülervertretungen, in der Friedens- und antimilitaristischen Bewegung, in Jugendorganisationen, in der GEW und anderen Gewerkschaften, im Landesjugendring, in Parteien, in kirchlichen Organisationen und auch im Landtag wurde darüber debattiert. Bei Vielen herrscht ein Unbehagen gegen die Präsenz der Bundeswehr gerade an Schulen vor, allerdings sind die Konsequenzen daraus unterschiedlich. So hat der Staatssekretär im Schulministerium Herr Hecke in einem Schreiben an unser Bündnis bestätigt, dass der Zugang der Bundeswehr zur Lehrer-Aus- und Weiterbildung gestrichen werden soll. Und es mehrt sich die Zahl derjenigen, die klar die Forderung nach Kündigung der Kooperationsvereinbarung zwischen Schulministerium und Bundeswehr unterstützen.



Unser vor einem Jahr gegründetes landesweites Bündnis "Schule ohne Bundeswehr NRW" möchte nun die Diskussion über weitere Schritte gegen die Bundeswehr-Werbung voranbringen und dazu auch mit Interessierten und Gruppen außerhalb des Bündnisses ins Gespräch kommen. Dazu veranstalten wir die Perspektiv- und Aktionskonferenz "Es lernt sich besser ohne Helm"  am 17. März in Düsseldorf.
Neben einer Podiumsdiskussion soll es in zwei Runden um die weitere Arbeit am Thema und dann um die konkrete Planung einer Aktion gegen die Bundeswehr-Werbung gehen.
Für die Podiumsdiskussion haben wir Vertreter der GEW NRW, der Jusos NRW und der LSV gewinnen können. Die Jusos haben im letzten Jahr ebenfalls einen Beschluss gegen die Bundeswehr-Werbung an Schulen gefaßt. Die GEW befindet sich gerade in einer Diskussionsphase, wie sie sich weiter gegen die Bundeswehr-Werbung wenden soll. Kurzfristig haben wir nun auch noch die Zusage eines Lehrers der Käthe-Kollwiz-Schule aus Offenbach erhalten, dessen Schule sich gegen die Besuche von Jugendoffizieren entschieden hat. Es wird also sicherlich eine spannende Konferenz!


Info-Veranstaltungen zu Bundeswehrwerbung an Schulen

In einer Reihe von Orten in NRW haben bereits erste Aktionen stattgefunden, an einigen Schulen hat man sich schon kritisch mit der Rolle der Bundeswehr auseinandergesetzt. Mit einer Reihe von Info-Veranstaltungen wollen wir nun diese Aktivitäten ausweiten, über die Arbeit unseres Bündnisses "Schule ohne Bundeswehr NRW" informieren, die Hintergründe der Bundeswehr-Werbung aufzeigen und Beispiele für Aktionen vor Ort vorstellen. Zielgruppe sind dabei SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern und allgemein politisch Interessierte.

Termine:

2. September, Aachen, "Bundeswehr an Schulen?", VA: Arbeitskreis Antimilitarisierung im AFP in Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie Aachen und pax christi Aachen, Flyer hier
13. September, Paderborn, "An der Heimatfront - Wer dient wem?", VA: Linksforum Paderborn, Paderborner Initiative g.d. Krieg, pax christi Paderborn, GEW Paderborn, Flyer hier
15. September,
Oberhausen: Werben fürs Sterben - Schule und Bundeswehr", CVJM-Haus, Marktstr. 152, Oberhausen-Zentrum, Beginn: 20.00 h. VA: Oberhausener Friedensinitiative, Bündnis gegen den Krieg, DFG-VK Oberhausen, Flyer hier


Unser Angebot an Gruppen und initiativen vor Ort: Für eine Info-Veranstaltung bei Euch/Ihnen können wir eine/n Referenten/in stellen, der/die mit Unterstützung einer Powerpoint-Präsentation einen Input-Vortrag hält. Außerdem haben wir einen Reader erstellt, der Hilfestellung bei anschließenden Aktionen vor Ort bieten soll. Ihr/Sie müsstet/n  den Termin festlegen, einen Raum besorgen und Werbung betreiben. Vielleicht könnt/en Ihr/Sie auch noch andere Gruppen mit ins Boot holen. 
Mehr Informationen findet man unter www.schule-ohne-bundeswehr-nrw.de

Wenn Ihr/Sie Interesse an dem Veranstaltungs-Angebot habt/en und die Arbeit des Bündnisses unterstützen wollt/en, bitte melden. Wir würden uns freuen!

Schule ohne Bundeswehr auch Thema beim diesjährigen Ostermarsch Rhein/Ruhr

Mit einem eigenen Block beteiligten sich das Bündnis "Schule ohne Bundeswehr NRW" am Ostermarsch in omaDüsseldorf. Ein eigener Lautsprecherwagen mit fetziger Musik vorweg und Fahnen und Transparenten machten die Forderung nach dem Ende der Bundeswehr-Werbung an Schulen deutlich sichtbar. Robin Cramer von der LandeschülerInnenvertretung hielt bei der Abschlusskundgebung eine mit viel Beifall bedachte Rede . Das war auch dem WDR-Lokalfenster einen Beitrag wert.





Mahnwache fordert Abgeordnete zur Kündigung der Kooperationsvereinbarung auf

„Schule ohne Bundesgewehr“ war auf dem Transparent zu lesen, mit dem Mitglieder und Unterstützer des Bündnissesmahnw „Schule ohne Bundeswehr NRW“ am 30. März vor dem Landtag in Düsseldorf protestierten. Drinnen stand der Antrag der Fraktion „Die Linke“ auf der Tagesordnung, die 2008 geschlossenen Kooperationsvereinbarung zwischen Schulministerium und Bundeswehr aufzukündigen. Das Bündnis aus Friedensgruppen, antimilitaristischen und antifaschistischen Gruppen, Schülervertretung und Gewerkschaften sieht in der Kooperationsvereinbarung eine dem Schulgesetz widersprechende einseitige Einflussnahme auf das Schulgeschehen. „Schule sollte ein Ort sein, an dem weder einseitige Meinungsbildung betrieben wird, noch SchülerInnen für den Krieg angeworben werden“, so die Meinung des Bündnisses.

Die von Schulministerin Löhrmann angekündigten Nachbesserungen der Kooperationsvereinbarung sehen die zusammengeschlossenen Gruppen nicht als Lösung an. Die Bundeswehr verfüge über hauptberufliche Jugendoffiziere und mahnweinen millionenschweren Werbeetat. Dem habe die Friedensbewegung als möglicher Gegenpart im Unterricht zwar Kompetenz und Erfahrung entgegenzusetzen, aber eben nicht annähernd die gleiche personelle und finanzielle Ausstattung.

Wir bleiben dabei: Die Bundeswehr hat an den Schulen nicht verloren! Wenn sie werben will, soll sie das in ihren Kasernen tun. Politische Bildung gehört in die Hand der dazu ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer„ so Joachim Schramm von „Schule ohne Bundeswehr“ in seiner Rede vor den Demonstranten.

Am Rande der Mahnwache nahm der Staatsekretär im Schulministerium, Herr Hecke 1000 Unterschriften gegen die Einflussnahme der Bundeswehr auf den Unterricht entgegen, die das Bündnis in den letzen Monaten gesammelt hat. Darunter sind nach Angaben des Bündnisse neben zahlreichen Lehrern auch Prominente wie der Autor Roger Willemsen oder die Kabarettisten Jürgen Becker und Heinrich Pachl.




Schulausschuss des Landtages stimmte für Kooperationsvereinbarung

Mit den Stimmen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und CDU stimmte der Schulausschuss des Landtages amlt 16. März gegen einen Antrag der Linken, die Kooperationsverteinbarung zwischen Schulministerium und Bundeswehr aufzukündigen. Die Front der Ablehner sah eine große Gemeinsamkeit, dass die Bundeswehr an die Schulen gehöre. SPD und Grüne wollen allerdings auch Friedensgruppen den Zugang zu Schulen ermöglichen.

Mitglieder des Bündnisses "Schule ohne Bundeswehr NRW" versuchten mit bedruckten T-Shirts in der Ausschusssitzung ihre Position deutlich zu machen, wurden allerdings bei der Eingangskontrolle zum Aussziehen der T-Shirts aufgefordert. Die von uns mitgebrachte Begründung unserer Ablehnung des Kooperationsvertrages wurde an die Mitglieder des Ausschusses verteilt, allerdings waren die Positionen offensichtlich schon festgelegt. Nun emtscheidet abschließend das Landtagsplenum.

Mehr zu der Sitzung auch bei der zum Bündnis gehörenden Landesschülervertretung:   http://lsvnrw.de/component/content/article/1-news/190-nrw-schulausschuss-verteidigte-kooperationsvertrag



Netzwerk "Schule ohne Bundeswehr NRW" gegründet"

Über 30 Menschen aus 18 Gruppen und Organisationen aus NRW trafen sich am 5. Februar in Düsseldorf und verständigten sich darauf, gemeinsam für die Abschaffung des Kooperationsabkommens aktiv zu werden, Aktionen vor Ort an Schulen anzustoßen und zu unterstützen sowie Angebote an Referenten und Materialien aus der Friedensbewegung zur Darstellung von Alternativen zur militärischen Sicht der Außen- und Sicherheitspolitik an Schulen zu erstellen. Erste Möglichkeit zur gemeinsamen Aktion ist die Abstimmung über den Antrag der Linken zur Kündigung der Kooperationsvereinbarung im Landtag/Schulausschuss.
Hier unsere Presseerklärung.

Preesseecho: Rheinische Post



DFG-VK NRW sprach mit dem Staatssekretär im Schulministerium und stellt Experten in Schulausschuss-Anhörung

In der ersten Januarwoche fand im Schulministerium ein Gespräch zwischen Mitgliedern der DFG-VK NRW und dem Staatssekretär im Schulminsterium, Herrn Ludwig Hecke statt. Dazu weiter unten ein kurzer Bericht.

Am 12. Januar führte der Schulausschuss des Landtag eine Anhörung zum Antrag der Fraktion "Die Linke" durch, die die Aufhebung der Kooperationsvereinbarung zwischen Ministerium und Bundeswehr fordert. Neben einem Vertreter der GEW und verschiedenen anderen Experten war Joachim Schramm, Landesgeschäftsführer der DFG-VK NRW eingeladen. Die vorab eingereichten Statements der Experten sind auf der Seite des Landtages abrufbar, inzwischen auch das Protokoll.  Presseberichte findet man hier: Streit um Soldaten im Klassenzimmer        Linke will Friedenserziehung

Bericht vom Gespräch mit Staatsekretär Hecke:
Zu Beginn betonte Herr Hecke, dass für das Ministerium eine ersatzlose Streichung der Kooperationsvereinbarung nicht in Frage käme. Allerdings solle die Kooperationsvereinbarung auch nicht in der derzeitigen Form bestehen bleiben, der Beutelsbacher Konsens solle als Grundlage der Kooperation betont werden. Wir bestätigten unsere Forderung als DFG-VK, die Kooperationsvereinbarung zu kündigen, da damit zunehmender Einfluss der Bundeswehr auf die Gestaltung des Unterrichts und auf die Lehreraus- und Weiterbildung möglich werde. Wir wiesen darauf hin, dass die Kooperationsvereinbarung dem Wunsch der Bundeswehr nach Rekrutenwerbung folge und dem des Verteidigungsministeriums nach Werbung für die Auslands- und Kriegseinsätze. Auch auf den Unterschied zwischen der Bundeswehrkooperation und anderen Kooperationen etwa mit der Polizei wurde hingewiesen. Herr Hecke betonte den Wunsch des Ministeriums zur Veränderung der Vereinbarung u.a. auch durch die Möglichkeit, Vertreter der Friedensbewegung in den Unterricht einzuladen. Allerdings sei durch die Aussetzung der Wehrpflicht z.Zt. noch gar nicht absehbar, welche Rolle Jugendoffiziere in Zukunft spielen würden. Gespräche mit der Bundeswehr werde es also eher in einem halben Jahr geben. Er sehe auch die Problematik, dass Vertreter der Friedensbewegung hauptsächlich ehrenamtlich tätig seien und daher auch gerade während der Schulzeit häufig nicht in der Lage, Termine wahrzunehmen. Wir verwiesen auf die Möglichkeit, von Seiten des Schulministeriums hier einen Finanztopf einzurichten, um für ehrenamtliche Kräfte der Friedensbewegung Fahrtkosten und Aufwandsentschädigungen zu finanzieren sowie die Erstellung von Unterrichtsmaterialien zu unterstützen. Auch mögliche Verweise auf Angebote der Friedensbewegung über den Bildungsserver des Schulministeriums sprachen wir an. Der Staatssekretär betonte sein Ziel, dass es innerhalb einer Unterrichtseinheit keinen isolierten Auftritt eines Jugendoffiziers geben solle. Entweder müsse ein Vertreter der Friedensbewegung hinzugezogen werden, oder der Lehrer müsse die alternativen Konzepte in diesem Bereich darstellen. Auf unsere Frage nach der Festlegung der Freiwilligkeit der Teilnahme der Schülerinnen und Schüler an solchen Veranstaltungen verwies Herr Hecke auf den Standpunkt des Ministeriums, prinzipiell keine Ausnahmen von der Teilnahmepflicht am Unterricht zuzulassen. Lediglich bei Veranstaltungen, die keinen Unterricht darstellten (z.B. Kasernenbesuche u.ä.) könne es eine Freiwilligkeit geben. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es jenseits der Forderung nach Kündigung der Kooperationsvereinbarung Gesprächsbereitschaft beim Ministerium gibt. Die Einbeziehung von Positionen der Friedensbewegung in den Unterricht wird als wünschenswert angesehen. Allerdings ist der Weg dahin unklar, Finanzmittel dafür sind erst mal nicht vorgesehen. Vor dem Hintergrund der ausgetauschten Argumente ist ein Festhalten an der Kooperationsvereinbarung eigentlich nicht nachvollziehbar. Hier spielen wohl eher Gründe der Staatsräson eine Rolle.

Fachtagung "Bundeswehr und Schule" in Köln fand regen Zuspruch

Die Tagung "Bundeswehr und Schule" der DFG-VK NRW am 13.11. in Köln fand regen Zuspruch, anwesend waren u.a. Vertreter der LandesschülerInnenvertretung, der Kölner Initiative "Schule ohne Bundeswehr", der kirchlichen "Arbeitsgemeinschaft Dienst für den Frieden", des Aachener Friedenspreises und Aktive aus verschiedenen Ortsgruppen der DFG-VK. In der lebendigen Diskussion im Anschluss an die Input-Vorträge wurde einhellig die verstärkte Einflussnahme der Bundeswehr auf die Schule, aber auch auf die Lehreraus- und -weiterbildung abgelehnt, wie es z.B. auch die GEW Nordrhein-Westfalen in einem Beschluss auf ihremmichi Gewerkschaftstag im April getan hat. Vor diesem Hintergrund forderte auch die überwiegende Mehrheit der TeilnehmerInnen unserer Tagung die ersatzlose Kündigung der Kooperationsvereinbarung zwischen Bundeswehr und Schulministerium. Es wurde von TeilnehmerInnen darauf verwiesen, dass die Bundeswehr durch ihre Präsenz in Schulen, Arbeitsämtern und Berufsmessen auch versuche, Zustimmung zu dem in der Bevölkerung hoch umstrittenen Afghanistan-Einsatz zu erlangen. Gerade vor dem Hintergrund der wohl bald ausgesetzten Wehrpflicht wirke die Aktivität von Jugendoffizieren beabsichtigt oder unbeabsichtigt als Werbung um Freiwillige für Auslandseinsätze. Aus der Tagung entstand die Idee, sich zu weiteren Aktivitäten gegen die Bundeswehrpräsenz an Schulen zu vernetzen.

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Realschule Kalkar gibt Unterricht an die Bundeswehr ab

 

Pädagogen und Schulleitungen am Niederrhein stehen stramm, wenn sich die Bundeswehr als Schule der Nation präsentiert. So wurden kurz vor den Ferien 55 Schülerinnen und Schüler der Gustav-Adolf-Hauptschule Goch, sowie des Gymnasium Aspel in Rees im Rahmen einer schulischen Veranstaltung in die Bundeswehrkaserne nach Wesel gefahren, um dort „Einblicke in das Leben der Soldaten“ (Pressemitteilung der Bundeswehr) zu bekommen. Dies wurde den Schülerinnen und Schülern dann als eine Art Abenteuercamping mit sportlichen Geländespielen und mit dem faszinierendem Gebrauch echter Waffen in einem „Schießkino“ vorgeführt, inklusive einem Wunschmenu aus der Truppenküche. Für die Schulleitung der Realschule Kalkar sind solcherart Militärerlebnistage anscheinend nicht genug. Sie toppte das Ganze mit einem Kooperationsvertrag zwischen Schule und örtlich stationierter Luftwaffe. Laut Kooperationsvertrag sollen ab September acht Schülerinnen im Rahmen des Projektes „Mädchen wählen Technik“ ein halbes Jahr lang einmal wöchentlich von Bundeswehrausbildern in der „Luftwaffenkampfführungsanlage“ Uedem unterrichtet werden. Bei dem Projekt sollen neben der „Förderung von technischen Interessen“ den Schülerinnen - laut Pressemitteilung der Bundeswehr – „wichtige Impulse zur Berufs- und Lebensplanung“ gegeben werden. Artikel darüber, die von der Presseabteiluing der Bundeswehr stammten , erschienen in zwei lokalen Anzeigenblättern und in dem lokalem Internetportal „Kle-point“. Kinder und Jugendliche dem Einfluss eines Militärapparates auszusetzen steht in fundamentalem Gegensatz zu Bildungszielen wie der Förderung gewaltfreier Konfliktlösungen, der Toleranz gegenüber anderer Kulturen und der Kritikfähigkeit gegenüber Manipulationen.(siehe auch Leserbrief der DFG-VK Kleve im Anhang) Es ist dringend geboten, den zunehmenden Einfluss der Bundeswehr auf die schulische Bildung zu stoppen. Auf Landesebene sollte das Schulministerium die Kooperationsvereinbarung mit der Bundeswehr umgehend aufkündigen.

Die Schulleitung der Realschule Kalkar sollte an ihre pädagogische Verantwortung erinnert werden. Ihre Entscheidung, der Bundeswehr Unterricht zu überlassen, ist zu revidieren. Entsprechende Schreiben, Anrufe, Mails an:

Städtische Realschule Kalkar

Am Bollwerk 14

47546 Kalkar

Tel. 02824-9999-41

Mail: sekreteriat@realschule-kalkar.de

Leserbrief der DFG-VK Kleve

 

"Die Schule der Nation ist die Schule"

Aufruf jetzt hier online unterzeichnen!

 

"Deshalb wehren wir uns gegen die zweckgeleitete Beeinflussung von Jugendlichen durch die Bundeswehr. Das Militär hat an Schulen, Arbeitsämtern, Bildungsmessen nichts zu suchen. Es darf keine Werbeanstrengungen, offen oder verdeckt, an den Schulen geben, keine Unterrichtseinheiten, die Schüler auf angebliche Sachzwänge orientieren statt eine gründliche Problemanalyse zu erarbeiten, keine Freizeiten, die mit Abenteuergeist und Technikfaszination ein geschöntes Bild vom Leben als Soldat vorspiegeln." So heißt es im Aufruf der Kölner Initiative "Schule ohne Bundeswehr", der jetzt auch online zu unterzeichnen ist.