Gericht Kleve verurteilt Friedensaktivisten

Am 7. Dezember hat das Amtsgericht Kleve den Friedensaktivisten und Künstler Wilfried Porwol wegen "gemeinschädlicher Sachbeschädigung" zu 30 Tagessätzen verurteilt. Porwol hatte in den letzten Monaten mehrfach das Nazi-Kriegerdenkmal in Kalkar künstlerisch umgestaltet. Trotz des Hinweises, dass laut Verordnung der Aliierten solche Kriegerdenkmäler aus der Nazi-Zeit bereits nach Kriegsende hätten beseitigt werden müssen und dass die Stadt Kalkar durch die wiederholte Instandsetzung des Denkmals die kriegsverherrlichende Aussage immer wieder neu bestätige, meinte das Gericht, eine Strafe verhängen zu müssen. Wilfried Porwol wird in Berufung gehen. Das Urteil wie auch die ganze Aktion sorgt weiterhin für viel Aufsehen. Mit einer Mahnwache unterstützte die DFG-VK NRW und örtliche Freunde und Unterstützer Wilfried am Gerichtstag. Verschiedene Zeitungen berichteten.

Hitlerzitat auf Denkmal übersprüht, NRZ, 8.12.20

Gericht verurteilt Denkmal-Kritiker Porwol, RP-omlime, 7.12.20

Von allein hätte die Stadt die Soldaten nicht entfernt, Junge Welt, 8.12.20

Hier berichtet Wilfried Porwol nach dem Prozess über den Ablauf:

Das war unsere Mahnwache:

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