Skandal: Bauhof entfernt Friedensbotschaft vom Kriegsdenkmal

Denkmal der Schande war zwischenzeitlich farbenfroh und antimilitaristisch

In Kalkar ist nicht nur eine NATO-Kommandozentrale, über die Kriegseinsätze weltweit gesteuert werden. Ein unerträgliches Denkmal rühmt die deutschen Weltkriegssoldaten. Das war wohl selbst dem Stadtrat des Ortes nicht ganz recht, aber es reichte nicht für eine Botschaft gegen Militär und Krieg.

So musste der Friedensaktivist Wilfried Porwol endlich am 27.7.2019 aktiv werden, und er arbeite in den frühen Morgenstunden fleißig an seinem vorbildlichen Werk bis die Polizei ihn unterbrach.

Vorderseite desKriegerdenkmals am Samstag

So präsentierte sich das Werk dem Betrachter am Samstag.

Das Kriegerdenkmal am Samstag von hinten

Rückseite Samstag

Erffreulicherweise wurde die destruktive Arbeit der Reinigungskräfte noch in der Nacht zum Sonntag übermalt. Ein unbekannter Künstler war durch die Vorlage von Samstag derart inspiriert, dass sich das Kriegerdenkmal bereits am Sonntag wieder farbenfroh präsentierte.

Das Kriegerdenkmal am Sonntag von vorne

Vorderseite Sonntag

Das Kriegerdenkmal am Sonntag von hinten

Rücksetie am Sonntag

Der Künstler des Werks vom Samstag veröffentlichte eine Stellungnahme über seine Motive. Darin informierte er die Öffentlichkeit auch über die Inschrift an dem Kriegerdenkmal. Diese ist fast wörtlich aus Hitlers "Mein Kampf". Dort heißt es "Mögen Jahrtausende vergehen, man wird nie von Heldentum reden können ohne des deutschen Soldaten im Weltkrieg zu gedenken".

Die Stadt Kalkar berichtet auf ihrer Webseite über das Denkmal

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