Stopp Kriegsverherrlichung

Und die Auseinandersetzung um das Kalkarer Nazi-Denkmal geht weiter! Jetzt hat die Stadt Kalkar Infotafeln aufgestellt, die keinerlei Distanzierung zu dem Denkmal erkennen lassen. Wilfrid Porwol hat in entsprechender Weise - mit einem pinkelnden Hund am Fuße des Denkmals . darauf geantwortet und der Historiker Ron Manheim fordert in der Rheinischen Post die Entfernung der Tafeln

 

 

 

 

 

---------------

Er hat es wieder getan! Am 9. Mai hat der Klever Künstler und DFG-VK Mitglied Wilfried Porwol das Kriegerdenkmal in Kalkar erneut farblich in eine Friedensmahnmal umgestaltet! Schon im Sommer letzten Jahres war Wilfried aktiv geworden, wir haben hier berichtet.

"Eine keinen Tag länger hinzunehmende ungeheure Verhöhnung der Opfer und Glorifizierung des verbrecherischen rassistischen Vernichtungskrieges der deutschen Wehrmacht." So bezeichnet Wilfried Porwol das Kriegerdenkmal, auf dessen Rückseite ein Zitat aus Hitlers "Mein Kampf" angebracht ist. Im letzte Jahr hatte die Stadt angekündigt, sich der Sache anzunehmen und noch im März diesen Jahres war angekündigt worden, noch im Frühjahr zumindest eine Infotafel anbringen zu wollen. Doch nichts geschah und über den 75. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus hinaus wollte Wilfried das unsägliche Denkmal nicht so stehen lassen. Doch die Stadt zeigt sich uneinsichtig. Sie hat jetzt Strafanzeige gegen Wilfried Porwol gestellt.

Doch viele Menschen in Kalkar denken ähnlich wie er. In Leserbriefen übermittelten sie ihre Zustimmung "Die in den Weltkriegen für sinnlose Ziele gefallene Soldaten sind keine "Helden" - also keine Vorbilder - sondern sie sind unseres Gedenkens und unserer Trauer würdige, um ihr gesamtes Leben betrogene Opfer skrupelloser Verbrecher. Meine ganze Sympatie gilt deshalb Herrn Porwol, seiner Überzeugung und seiner Zähigkeit." hieß es dort z.B. Und in der NRZ schrieb der Kommentator: "Es gibt eine Lösung für das Kalkarer Nazi-Denkmal: zwei Stangen Dynamit und zwar zügig!"
Auch wir fordern den Abriss des Kriegerdenkmals und die Stadt Kalkar auf, die Anzeige gegen Wilfried Porwol zurückzuziehen!

Die Stadt Kalkar hat Wilfried Porwol inzwischen angezeigt. Dazu hat der DFG-VK Landesverband eine Presseerklärung herausgegeben, die in der Lokalpresse abgedruckt bzw. zitiert wurde: "Kritiker mundtot machen"

 

"Da könne die Stadt auch Hakenkreuze flaggen!", Junge Welt, 15.06.20

"Das Nazi-Kriegerdenkmal ist eine Schande für Kalkar", NRZ-Kommentar, 15.05.20

Erklärung von Wilfried Porwol zu seiner Umgestaltungsaktion

Der Historiker Hans Hesse, der die Nazi-Inschrift öffentlich gemacht hatte, hat eine umfassende Chronologie der Ereignisse zusammengestellt.

Facebook E-Mail YouTube Twitter Instagram