Ostermarsch im Wahljahr

Unter den einschränkenden Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie sind über Ostern an Rhein und Ruhr ca. 1000 Menschen gegen Krieg und Rüstung, gegen eine Erhöhung der Militärausgaben und für Abrüstung und eine Friedenspolitik auf die Straße gegangen. Angesichts der Umstände können wir mit der Beteiligung an den Aktionen zufrieden sein , auch wenn sie hinter dem Niveau der Vorjahre zurückblieben.

Verschiedene Redner*innen griffen während der Demonstrationsetappen die aktuellen Forderungen der Friedensbewegung auf. In Düsseldorf verwies die Europaabgeordnete der LINKEN, Özlem Demirel auf die Gefahr durch ein neues atomares Wettrüsten und forderte die Bundesregierung auf, den UN-Atomwaffenverbotsvertag zu unterzeichnen. Auch gegen den zunehmenden militärischen Ausbau der EU wandte sich die Abgeordnete und lehne eine EU-Armee deutlich ab. In Bochum erinnerte der Ostermarschierer der ersten Stunde, Ulli Sander, an die Geschichte der Ostermärsche und machte ihre heutige Bedeutung deutlich. Redner*innen aus der Anti-AKW- und der Klimaschutzbewegung stellten die Gemeinsamkeiten der verschiedenen Bewegungen für den Erhalt unserer Erde in den Vordergrund. Zum Abschluss in Dortmund sprach sich Michael Müller, Bundesvorsitzender der Naturfreunde und Koordinator der Initiative "Abrüsten statt Aufrüsten". Auch er betonte den Zusammenhang der verschiedenen Bewegungen und verwies auf die Notwendigkeit, die zuletzt stark gestiegenen Kosten für die Bundeswehr zu Gunsten des Klimaschutzes drastisch zu kürzen. Er wies das 2%-Ziel der NATO deutlich zurück. Sevim Dagdelen, MdB Die LINKE, prangerte die Konfrontations- und Aufrüstungspolitik der Bundesreierung an und forderte eine Entspannunspolitik mit Russland aber auch mit China. (Die Video-Mitschnitte der Tagesabschluss-Kundgebungen weiter unten)

Bei einzelnen Zwischenkundgebungen wurde darauf hingewiesen, dass gerade NRW eine wichtige Rolle beim Thema Krieg und Frieden spiele. Aus Kalkar werden die Einsätze der Bundes-Luftwaffe gesteuert, wie die der Eurofighter im Baltikum an der russischen Grenze. In Dülmen befindet sich eines der zentralen Waffen-Depots der US-Armee, aus dem in diesen Wochen Artilleriegeschütze in das NATO-Manöver "Defender" an die russische Grenze transportiert werden. In Gronau wird die Technologie der Urananreicherung vorgehalten, die auch für die Nutzung in Atombomben dienen kann.

Die DFG-VK war an allen Tagen mit Aktiven dabei, mit unserer Forderung gegen Kampfdrohnen für die Bundeswehr, mit Fahnen und unserem Aktionsbulli. Hier einige Fotos.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Medienberichte:

Im Einsatz gegen Aufrüstung, Krieg und Faschismus, Nordstadtblogger Dortmund

"Trotz Corona auf der Straße", TAZ 02.04.21

"Ostermarsch Rhein Ruhr Auftakt am Karsamstag in Duisburg", WAZ Duisburg 1.4.21

"Ostermarsch-Rhein-Ruhr: "Kein Auffangbecken für Querdenker"", epd,

Zehntausend für den Frieden, TAZ, 5.4.21

Fernsehen:

Aktuelle Stunde, Kompakt, WDR, 3.4.21 (ab Min. 19:10)

Aktuelle Stunde, Kompakt, WDR, 5.4.21 (ab Min. 39:22)

Interview:

Felix Oekentorp, Ostermarsch Rhein/Ruhr im WDR5-Morgenecho, 3.4.21

Im Internet:

Die Abschlusskundgebungen der drei Tage im Livestream auf Facebook (kann man auch anschauen, wenn man nicht bei Facebook ist)

Karsamstag, Düsseldorf (den Bilddreher bitten wir zu entschuldigen)

Ostersonntag, Bochum (z.Zt. nur direkt auf Facebook anzuschauen, auch ohne Facebook-Nutzer zu sein)

https://fb.watch/4G-cCBZB-K/

 

Ostermontag, Dortmund (Teil 1)

Ostermontag, Dortmund (Teil 2)

 

 

Nun steht es fest: Die Ostermärsche in NRW können weitgehend wie geplant stattfinden!

Die Aufrüstung und das Kriegsgeschehen geht trotz Corona weiter. Da muss auch ein Protest im Freien, mit Abstand und Maske machbar sein.

Beim Ostermarsch Rhein/Ruhr gibt es zwei Änderungen: In Dortmund finden die beiden am Montag geplanten Kundgebungen auf dem Wilhelmplatz in Dorstfeld und auf dem Hansaplatz in der City statt, die dazwischen vorgesehene Demonstration wurde vom Ordungsamt nicht gestattet. Auch der Friedensgottesdienst in Dorstfeld fällt wegen Corona aus.

Auflagen: Ansonsten gilt für alle Aktionen, dass wir aufgefordert sind, einen Abstand von 1,5 Meter voneinander zu halten und Masken zu tragen. Die Organisatoren bitten alle Teilnehmer*innen, sich daran auch zu halten, im eigenen Interesse aber auch um die Durchführung des Ostemarsches nicht zu gefährden!
Zum Teil werden wir diese Abstände durch Bänder oder Bodenmarkierungen sichbar machen.

Hier das bisher geplant Programm des Ostermarsches Rhein/Ruhr: (hier auch im Flyer als PDF)

 

Karfreitag

Gronau
Überörtlicher Ostermarsch als Auftakt der Aktionen in NRW:
13:00 Uhr Bahnhof Gronau
„Atomwaffen ächten – UAA Gronau stilllegen – Uranmüllexporte stoppen“
Fahrraddemo zum URENCO Haupttor, Röntgenstraße 4. Dort Abschlusskundgebung. Infos: http://www.ostermarsch-gronau.de

Samstag

Duisburg
10:30 - 12:00 Uhr – Kuhstraße, Ecke Kuhlenwall „Nur abrüsten schafft Sicherheit!“
Auftaktkundgebung

Köln
11:00 Uhr – Bahnhofsvorplatz
„Kampfdrohnen verhindern“
Auftaktkundgebung

Düsseldorf
14:30 Uhr – Friedrich Ebert Straße, vor DGB-Haus  anschließend Demonstration zur Reuterkaserne
16:00 Uhr – Wiese an der Reuterkaserne
„Atomwaffenverbotsvertrag unterschreiben“
Friedensveranstaltung

Ostersonntag
(Fahrrad-Etappe)

Essen
10:00 Uhr – Willy-Brandt-Platz/Hbf
„Abrüstung schützt das Leben und das Klima““
Auftakt der Fahrradetappe und Schmücken der Fahrräder


Gelsenkirchen
11:40 Uhr – Stadtgarten
„Soziale Abrüstung“
Zwischenstopp

Wattenscheid
13:10 Uhr – Friedenskirche, August Bebel Platz
„Versammlungsfreiheit erhalten“

Herne
14:30 Uhr – Kreuzkirche
„60 Jahre Ostermarsch in Herne"

Bochum
16:00 Uhr – Dr.-Ruer-Platz „Menschheitsbedrohungen entgegentreten“
Tagesabschluss

Ostermontag

Dortmund Dorstfeld Wilhelmplatz
13:30 Uhr – Friedensandacht: Ev. Elias-Kirchengemeinde (fällt aus)
13:45 Uhr
„Aufstehen gegen Aufrüstung und rechte Gewalt“
anschließend individueller Weg zum Hansaplatz (Straßenbahn, PKW, zu Fuß)

Dortmund Hansaplatz
15:00 Uhr
„Abrüsten statt Aufrüsten“
Abschlusskundgebung

 

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