Pressemitteilung der DFG-VK NRW
Es geht um den Entwurf zur Änderung des Wehrpflichtgesetzes welches heute in der Kabinetssitzung beschlossen werden soll. Es sollen dadurch junge Menschen für den Krieg erfasst werden. Für junge Männer soll die Musterung wieder eingeführt werden. Die im Entwurf enthaltenen Bestrebungen, die Wehrpflicht wieder einzusetzen wertet die Friedensorganisation als einen weitereren Schritt im Prozess der Militarisierung unserer Gesellschaft.
„Menschen zum Krieg und zum Töten zu zwingen ist ein Verbrechen gegen die Menschheit. Von Deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen, daher ist die Vorbereitung der Wehrpflicht mit dem Ziel, die Bundeswehr in noch mehr Kriege zu entsenden inakzeptabel. Während niemand das Recht hat, Gehorsam zu fordern, bleibt Kriegsdienstverweigerung ein Menschenrecht.“ sagt Benno Malte Fuchs, der neue Landesgeschäftsführer der DFG-VK NRW.
Die DFG-VK NRW ruft jetzt bereits dazu auf, aktiv den Kriegsdienst zu verweigern, kein Teil der Kriegsmaschienerie zu werden und nicht mitzumachen bei der Ausbildung zum Töten. Täglich erreicht sie neue Anfragen zur Kriegsdienstverweigerung. Zur Unterstützung bietet sie KDV-Beratung an. Unter VERWEIGERN.INFO gibt es mehr Informationen zum Thema und Kontaktdaten für die Beratung.
Im Rahmen des Rheinmetall Entwaffnen Camps wird heute um 16 Uhr in der Nähe vom Hans-Böckler Platz in Köln ein Workshop zum Thema „Wehrpflicht? ohne Mich!“ stattfinden, der u.a. von der DFG-VK Ortsgruppe Köln mit vorbereitet wird.