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Allgemein

7. August 2023 von Felix Oekentorp

Yurii Sheliazhenko, Kriegsgegner aus der Ukraine: Pazifisten sind keine Feinde, und alle Feindbilder sind fiktiv

Videobotschaft von Yurii Sheliashenko vom 05.08.2023 auf youtube (wer diese Plattform mit ihrem Umgang mit Daten akzeptieren will)

Liebe Freunde, ich grüße Sie aus Kiew. Ich werde mich sehr kurz fassen, die Zeit ist begrenzt und heute gab es in Kiew zwei Luftangriffsalarme wegen des verbrecherischen russischen Krieges gegen die Ukraine.

Unsere pazifistische Erklärung mit dem Titel „Friedensagenda für die Ukraine und die Welt“ ist natürlich ein Dokument, das völlig im Gegensatz zu jeder Rechtfertigung der russischen Aggression steht, die in diesem Dokument ausdrücklich angeprangert wird.

Das Problem ist, dass Hass eine Krankheit von der Art ist, dass kranke Menschen denken, sie seien gesund und andere, friedliebende Menschen seien krank.

Eine solche Verzerrung der Realitätswahrnehmung ist ein bekannter Teil der Mechanismen der Konflikteskalation, des „Konflikttrichters“.

Professor Friedrich Glasl, dessen Modelle ich für die Analyse der Eskalation des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine in dem akademischen Artikel verwendet habe, auf dem die Erklärung basiert, erklärt die Mechanismen der Eskalation in seiner Monographie „Conflict Management“ wunderbar (ich bin ihm übrigens für sein Unterstützungsschreiben dankbar).

Um es kurz und populär zu erklären: Hass und Feindseligkeit sind wie ein Teilwahnsinn von Menschen, die im Allgemeinen recht gesund sind.

Menschen, die von Feindseligkeit infiziert sind, neigen dazu zu glauben, dass sie gesund sind und dass diejenigen, die ihre Feinde nicht hassen, krank sind.

Feindseligkeit verzerrt ihre Wahrnehmung der Realität, sie sehen überall Feinde, so wie manche Verrückte böse Geister sehen.

Ein so genannter Experte des ukrainischen Sicherheitsdienstes schrieb, dass der folgende Satz die russische Aggression rechtfertigt: „Der Wunsch nach Frieden ist ein natürliches Bedürfnis eines jeden Menschen, und sein Ausdruck kann keine falsche Verbindung mit einem mythischen Feind rechtfertigen.“ Das ist eine allgemeine Feststellung, die niemand in Frage stellt, wenn es darum geht, dass Putins Kriegsmaschinerie aus Gegnern seines verbrecherischen militaristischen Regimes Feinde und „ausländische Agenten“, macht, sie in der Propaganda verunglimpft und unterdrückt. Ich hätte nie gedacht, dass diese allgemeine Wahrheit durch mein eigenes Beispiel veranschaulicht werden würde, aber hier ist sie: ein unschuldiger Pazifist, der aufgrund des fiktiven und sozial schädlichen Charakters eines Feindbildes als Feind behandelt wird.

Meine „Friedensagenda für die Ukraine und die Welt“ wurde an Präsident Zelensky geschickt, aber sein Büro entschied sich, den Sicherheitsdienst der Ukraine zu bitten, mich als Feind zu verfolgen, anstatt die „Friedensagenda“ in der Sache zu prüfen und eine angemessene Antwort zu geben, wie jeder demokratische Führer Petitionen behandeln sollte.

Laut Gesetz ist der Sicherheitsdienst der Ukraine direkt dem Präsidenten Zelensky unterstellt, und er ist auch ein Garant der Menschenrechte gemäß der Verfassung der Ukraine, daher trägt er die letzte Verantwortung für die Verletzung meiner Menschenrechte (und ich weiß mit Sicherheit, dass ich nicht das einzige Opfer bin).

Die gerichtliche Genehmigung für die Durchsuchung meiner Wohnung ist eine Ansammlung unbegründeter Stereotypen des Hasses, die kaum auf mich zutreffen.

Ein Jahr lang überwachte mich der ukrainische Sicherheitsdienst heimlich, suchte nach Verbindungen zu russischen Agenten, fand nichts, war aber dennoch überzeugt, dass ich ein Feind sei, weil ich für Frieden mit friedlichen Mitteln, für Waffenstillstand und Friedensgespräche eintrete, um sinnloses Blutvergießen und Zerstörung zu beenden.

Gewaltloser Widerstand gegen Aggressoren und Tyrannen ist immer möglich, sogar die Streitkräfte der Ukraine wissen das, sie haben auf ihrer offiziellen Website 198 Methoden des gewaltlosen Widerstands von Gene Sharp veröffentlicht; alle Ukrainer sollten das nach zwei gewaltlosen Revolutionen und dem gewaltlosen ukrainischen Aufstand im GULAG wissen.

Aber wenn ein Pazifist von gewaltfreiem Widerstand spricht, verdächtigt ihn der ukrainische Sicherheitsdienst, ein Feind zu sein und verletzt seine Menschenrechte, als ob Feinde keine Menschen wären. Das ist schmerzhaft dumm.

Die illegale Durchsuchung meiner Wohnung und die Beschlagnahmung von Computer und Smartphone ist sehr unangenehm, da ich in den nächsten zwei Wochen eine Verfassungsbeschwerde für Vitaliy Alexeenko (einen ukrainischen Kriegsdienstverweigerer, der zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden war; ein Gericht hob das Urteil am 25. Mai auf und ordnete eine neue Verhandlung an. Aktuell ist Vitaly Alexeenko frei, d. Übers.) vorbereiten muss, weil die Frist abläuft, und meine gesamte Arbeit auf dem beschlagnahmten Computer gespeichert ist, und es gibt noch andere Fälle, die meinen Beitrag benötigen, so dass diese Beschlagnahmung meine Arbeit als Menschenrechtsverteidiger ernsthaft behindert.

Außerdem wurden meine Notizen zum Bildungskurs „Grundlagen des Pazifismus“ beschlagnahmt, so dass der Kurs, wenn überhaupt, erst später beginnen wird.

Aber ich werde nicht aus meiner Heimat und meinem Land fliehen; wenn ich wegen Pazifismus ins Gefängnis komme, werde ich einen Weg finden, auch im Gefängnis für die friedliebende Ukraine nützlich zu sein, ich werde denken und schreiben und nach Wegen suchen, einen Beitrag zum ständigen weltweiten Friedensdialog zu leisten, ich werde Mitgefangene über Frieden und Menschenrechte aufklären und ihnen helfen, vor allem, wenn sie ebenfalls politische Gefangene zu sein scheinen.

Ich danke Ihnen allen für Ihre Unterstützung, ich bin dankbar und von Demut erfüllt.

Die Nominierung der ukrainischen pazifistischen Bewegung für den Friedensnobelpreis durch das Internationale Friedensbüro berührt mich sehr, und ich bin stolz darauf, dass unsere Organisation zusammen mit mutigen Freunden aus Weißrussland und Russland nominiert wurde, die viel tun, um Menschen zu helfen, die sich weigern, Ukrainer (oder andere Menschen) zu töten, und die versuchen, Putins Fleischwolf zu entkommen.

Ich danke auch Alexia Tsouni, der Präsidentin des Europäischen Büros für Kriegsdienstverweigerung, die gerade in Kiew ist, um die Menschenrechte zu überwachen, und die mir helfen wird.

Ich bin dankbar für Ihre Briefe mit Beweisen über meinen Charakter, die bei den möglichen, aber noch nicht anberaumten Gerichtsverhandlungen über Präventivmaßnahmen, die von Hausarrest bis zu Untersuchungshaft reichen können, benötigt werden könnten.

David Swanson, mein Freund und geschäftsführender Direktor von World BEYOND War, schrieb in dem Referenzschreiben: „Selbstverwaltung ist nicht möglich ohne Menschen, die bereit sind, gewaltfrei und kooperativ zu ihren Überzeugungen zu stehen und daran arbeiten, andere durch Dialog statt durch Gewalt zu überzeugen oder von ihnen überzeugt zu werden. Besonders notwendig sind Menschen, die, wenn sie glauben, dass ihre Regierung im Unrecht ist, daran arbeiten, sie zu verbessern, anstatt sich gegen sie zu wenden – Menschen, die niemals auf die Idee kommen würden, eine andere Regierung gegen ihre eigene zu unterstützen. Die Welt kann sich glücklich schätzen, in Juri Scheljaschenko einen solchen Menschen zu haben.“ Vielen Dank, David!

Ich bitte alle Menschen, die sich dieses Video ansehen: Bitte unterstützen Sie die Friedensbewegungen in Ihren Ländern materiell, und ich hoffe, dass ein Teil Ihrer Unterstützung auf die eine oder andere Weise für ukrainische Friedens- und Menschenrechtsaktivisten hilfreich sein wird, und in meiner Situation auch durch internationale Netzwerke, an denen unsere Organisation beteiligt ist.

Bitte unterstützen Sie Friedensbewegungen, gründen Sie sie, beteiligen Sie sich und finanzieren Sie sie. Geben Sie dem Frieden ein Budget!

Gemeinsam, gewaltfrei, mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, Glaube und Hoffnung, können wir eine bessere Welt aufbauen, in der sich alle weigern zu töten und es deshalb keine Kriege gibt.

So weit die deutsche Übersetzung der Videobotschaft von Yurii.

Bitte unterstützen Sie die Petition an die Ukrainische Regierung:

Wir fordern Sie auf, alle rechtlichen Schritte gegen Jurij Sheliazhenko einzustellen und die Menschenrechte, das Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen und das Recht auf freie Meinungsäußerung zu achten. So absurd es ist, jemanden wegen der Rechtfertigung russischer Kriegshandlungen auf der Grundlage einer Erklärung zu verfolgen, in der er russische Kriegshandlungen ausdrücklich verurteilt hat, so absurd ist es auch, im Namen von Freiheit und Demokratie Krieg zu führen und gleichzeitig Bürger auf diese Weise zu schikanieren. Wir fordern Sie dringend auf, es besser zu machen.

FÜGEN SIE IHREN NAMEN HIER HINZU.

Aktualisierung vom 16.8.:

Das Solomyanskyi Bezirksgericht von Kiew hat am 15.8. entschieden, dass dem Antrag auf Hausarrest für Yurii Sheliazhenko teilweise stattgegeben wird. Yurii darf bis zum 11. Oktober zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr des Folgetags das Haus nicht verlassen, außer in Fällen von Luftalarm oder dringender medizinischer Versorgung. Außerdem muss er seinen Pass abgeben, jeder Vorladung des Ermittlers, Staatsanwalts, Untersuchungsrichters oder Gerichts Folge leisten und die Kommunikation mit Personen unterlassen, die vom Ermittler als Zeugen benannt wurden. Die Polizei darf die Einhaltung dieser Anordnung bei ihm zu Hause kontrollieren.

28. Juni 2023 von Felix Oekentorp

Bundeswehrwerbung im 3. Quartal 2023

Noch rechtzeitig sind die NRW-Daten geliefert worden, die die regelmäßige kleine Anfrage der Linksfraktion einfordert. Aus der Antwort der Regierung sind die Werbetermine des VEB Mord und Totschlag nun wieder vorliegend für Juli, August und September sortiert nach Termin bzw nach Postleitzahl:

Juli 2023 fortlaufend chronologisch und nach Postleitzahlen (nur 13 Termine)

August 2023 fortlaufend chronologisch und nach Postleitzahlen (40 Termine)

September 2023 fortlaufend chronologisch und nach Postleitzahlen (76 Termine)

Die Bundeswehr kämpft ja dafür, dass wir gegen sie sein dürfen, zeigen wir doch, dass wir auch wirklich dagegen sind.

12. Mai 2023 von Felix Oekentorp

Bundeswehrwerbung im Mai und Juni 2023 in NRW

Es hat etwas gedauert bis wir die NRW-Daten aus der Antwort der Regierung auf die kleine Anfrage der Linksfraktion extrahiert haben, das zweite Quartal 23 ist halb vorüber. Es bleiben aber noch ca 80 Termine an denen die Bundeswehr in der Öffentlichkeit Werbung macht und Nachwuchs zu rekrutieren für den VEB Mord und Totschlag. Die Termine sortiert nach Termin bzw nach Postleitzahl.

11. Mai 2023 von Joachim Schramm

Auf Achse für Frieden, Entspannungspolitik & Abrüstung– für Klima- & Umweltschutz

29. Juli bis 6. August 2023, von Paderborn nach Köln

Krieg, wirtschaftliche Not, Klimawandel, Fluchtbewegungen: Seit Beginn des Ukraine-Krieges erleben wir diese negativen Entwicklungen besonders drastisch.

Gemeinsame Sicherheit statt Kriegs- und Konfrontationspolitik!
Wir setzen uns ein für ein sofortiges Ende des Krieges durch einen Waffenstillstand und eine Verhandlungslösung! Dieser Krieg lässt uns Schlimmes für unsere Zukunft befürchten: Wenn die Welt wieder in neue, verfeindete Blöcke versinkt, rückt die Lösung des Klimaproblems in noch weitere Ferne. Frieden schafft man nicht durch Waffenlieferungen in Konfliktgebiete, wir setzen uns ein für Abrüstung auf allen Seiten, für ein europäisches Sicherheitssystem von Lissabon bis Wladiwostok. Daher demonstrieren wir auf unserer Tour an Orten, an denen auch bei uns Waffen stationiert sind, Vorbereitungen für einen möglichen Kriegseinsatz getroffen werden: In Paderborn, Dülmen, Münster oder Düsseldorf.

Der Atomkriegsgefahr entgegentreten!
Vor dem Hintergrund des Ukrainekrieges sind nun Stimmen zu hören, die die Schrecken eines Atomkrieges kleinreden und damit die Warnungen vor einer möglichen Eskalation des Krieges zurückweisen. Doch der Schritt vom konventionellen zum alles zerstörenden Atomkrieg ist nicht mehr undenkbar. In dieser Situation will die Bundesregierung neue Atombomber für die Bundeswehr kaufen, in Kürze sollen in Büchel in der Eifel neue B-61 Atombomben stationiert werden. Das darf nicht unwidersprochen bleiben! Daher endet unsere Tour am Vorabend des Hiroshimatages mit einer Protest- und Gedenkaktion in Köln.

Hier unsere aktuelle Etappenliste …….

Hier unser Flyer mit weiteren Infos …..

Anmeldung per Mail an: FFT23@web.de

Wir benötigen folgende Angaben:
Ich fahre von …. bis …. mit, also … Etappen.
Ich zahle … € pro Etappe.
Zusätzlich spende ich … €. Zusammen überweise ich … € auf das Konto der DFG-VK NRW
Name, Anschrift, E-Mail, Tel.Nr.,

19. April 2023 von Joachim Schramm

Ostermarsch 2023

Waffenstillstand statt Waffenlieferungen!

Mit guter Beteiligung ist der Ostermarsch Rhein Ruhr am Samstag gestartet. In Duisburg versammelten sich ca. 300 Menschen, in Köln ca. 500. Von dort und auch aus andren Städten kamen dann am frühen Nachmittag in Düsseldorf knapp 1000 Menschen zusammen und demonstrierten durch die Landeshauptstadt. Mit dabei die DFG-VK, die auf einem Transparent die Beendigug des Tötens in der Ukriane forderte und sich für Asyl für Deserteure aus Russland und der Ukraine einsetzte.

www.mutbuergerdokus.de
www.mutbuergerdokus.de

Die Hauptrede bei der Abschlusskundgebung kam von Özlem Demirel, Europaabgeordnete der LINKEN:

Am Sonntag beteiligten sich ca 350 Menschen an der Fahrrad-Etappe von Essen nach Bochum, als Radler:innen oder bei der Begrüßung an den jeweiligen Kundgebungsorten.

Start in Essen
Gang zum Antifischistischen Mahnmal in Gelsenkirchen
Halt an den Steelen für die jüdischen Opfer in Wattenscheid

Hier die Rede von Peter Bürger, Theologe und Publizist in Bochum:

In Bochum trug unser Landessprecher Felix Oekentorp das Grußwort von Yurii Sheliazhenko, Exekutivsekretär der ukrainischen pazifistischen Bewegung vor.
Auch am letzten Tag des Ostermarsches RheinRuhr kamen noch einmal 500 Menschen zusammen, um für ein Ende des Krieges in der Ukraine zu demonstrieren. Beim Auftakt in Dortmund-Dorstfeld begrüßte Joachim Schramm, Landesgeschäftsführer der DFG-VK NRW die Ostermarschierer:innen. Hier der Redetext als PDF

Der Musiker Peter Sturm aus Dortmund begrüßt die Teilnehmer:innen beim Auftakt in Dorstfeld
Der Stand der DFG-VK bei der Abschlusskundgebung auf dem Hansaplatz

Die Rede von Lühr Henken vom Bundesausschuss Friedensratschlag bei der Abschlusskundgebung in Dortmund:

Die Links zu weiteren Reden und zur Presseberichterstattung gibt es auf der Seite des Ostermarsch RheinRuhr:


Nach den zahlreichen Friedensaktionen rund um den Jahrestag des Kriegsbeginns in der Ukraine stehen nun die Ostermärsche bevor.

Für den Ostermarsch Rhein/Ruhr, der wieder mit Veranstaltungen an drei Tagen von Karsamstag bis Ostermontag stattfindet, ist geworben worden.

Das Faltblatt im DIN-lang-Format mit dem Programm, dem Aufruf und allen Unterstützern, ein A3-Plakat, Aufkleber und Buttons und die Webseite http://s9y.ostermarsch-ruhr.de/ haben mobilisiert.

Hier ein Auszug aus dem Flyer mit dem Programmablauf

Den Aufruf kann man noch immer online hier unterschreiben …..

Die Anreise wird durch Bauarbeiten der Bahn auf der Hauptstrecke zwischen Essen und Duisburg erheblich erschwert. RE1 und RE6 fahren nicht über Bochum, Essen, Mülheim sondern über Herne, Gelsenkirchen, Oberhausen.

Der Ostermarsch RheinRuhr in den Medien:

WDR Lokalzeit Düsseldorf, 4.4.23 (ab Min. 7:30):
https://www1.wdr.de/fernsehen/lokalzeit/duesseldorf/videos/video-lokalzeit-aus-duesseldorf—2176.html

WDR 5 Westblick, 4.4.23:
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-westblick-aktuell/audio-die-neubelebung-der-ostermaersche-100.html


Weitere Ostermärsche in NRW:

Bielefeld, 8. April. Mehr dazu unter https://bielefelder-friedensini.de/

Gronau: 7. April, https://ostermarsch-gronau.de/

Münster, Fahrraddemo, 8. April, Flyer hier …. und dazu gibt es eine gute Radiosendung des Medienforum Münster

Bonn, 8. April, Flyer …

Dülmen, 10. April. https://www.friedensfreundeduelmen.eu/

Hamm, 10. April. https://de-de.facebook.com/friedensnetz.hamm/

Krefeld, 10. April. http://www.krefelder-friedensbuendnis.de/index.html#Ostermarsch2023

24. August 2022 von Joachim Schramm

Antikriegstag 2022

„Für den Frieden! Gegen einen neuen Rüstungswettlauf! Die Waffen müssen endlich schweigen!“ – so ist der diesjährige Aufruf des DGB zum Antikriegstag überschrieben. Der 1. September findet in diesem Jahr statt vor dem Hintergrund des blutigen Krieges in der Ukraine. Auch wenn der DGB sich in seinem Aufruf nicht eindeutig gegen Waffenlieferungen an die Ukraine ausspricht, die zu einer fortwährenden Verlängerung des Krieges beitragen, kommen die Gewerkschaften zu dem Schluss: „Der Ukraine-Krieg darf uns nicht zu dem Irrglauben verleiten, Frieden ließe sich mit Waffen schaffen.“

Der Ukrainekrieg hat bei vielen Menschen dazu geführt, dass sie der Fortführung des Krieges das Wort reden. Waffenlieferungen in ein Kriegsgebiet, noch vor wenigen Monaten breit abgelehnt, erscheint vielen heute unumgänglich. Auch der DGB will in seinem Aufruf nicht auf militärische Maßnahmen verzichten, fordert aber „eine kooperativ ausgerichtete Sicherheitspolitik, die weit über militärische Friedenssicherung hinausgeht.“ Damit ist eingeschlossen, dass auch potentielle Gegner wie jetzt Russland, in eine solche Sicherheitspolitik integriert werden müssen. Damit widerspricht der DGB denjenigen, die heute sagen: Mit Russland kann man nicht reden.
Auch gegen die neue Aufrüstungspolitik der Bundesregerung wendet sich der Aufruf zum Antikriegstag: „Gerade der Ukraine-Krieg zeigt, wie wichtig es ist, am Ziel einer weltweit kontrollierten Abrüstung festzuhalten. Die Festlegung der Bundesregierung, den deutschen Rüstungshaushalt dauerhaft auf das Zwei-Prozent-Ziel der NATO oder darüber hinaus aufzustocken, lehnen wir auch deshalb entschieden ab.“ Hier der ganze Aufruf…

Der Antikriegstag bietet die Gelegenheit, zusammen mit den Gewerkschaften auf die Straße zu gehen und in diesen schwierigen Zeiten deutlich zu sagen: Wir wollen keinen Krieg in der Ukraine, wir wollen keine Aufrüstung in unserem Land. Wir brauchen eine neue Entspannungspolitik und Abrüstungsvereinbarungen! Hier Termine in NRW, bei denen vielfach die DFG-VK mit vertreten ist:

Aachen: 1.9.22, Demonstration „100 Milliarden für eine demokratische, zivile und soziale
Zeitenwende statt für Aufrüstung und Kriegspolitik!“, 17 Uhr Kugelbrunnen, VA: Antikriegsbündnis Aachen, DFG-VK, VVN, SDAJ, DKP, SDAJ, Türkisches Volkshaus – HALKEVI

19 Uhr, Verleihung des Aachener Friedenspreises 2022 (hybrid) an Holger Rothbauer (Menschenrechtsanwalt), Preis International: Radhya Al-Mutawakel (Vorsitzende von „Mwatana for Human Rights“, Jemen), Aula Carolina, Pontstr. 7-9, VA: Aachener Friedenspreis, DGB, …

Bochum: 1.9.22, Vortrag und Diskussion „Verteidigung ohne Waffen – Alternativen zur Aufrüstung“ mit Christine Schweitzer (Geschäftsführerin des BSV), 19.30 Uhr, LutherLAB, Alte Bahnhofstr. 166, VA: Bochumer Friedensplenum, DFG-VK Bochum, Naturfreunde Bochum-Langendreer

Bonn: 1.9.22, Mahnwache und Kundgebung, 18 Uhr, Friedensplatz, VA: Pax Christi u.a.

Dortmund: 1.9.22, 17 Uhr, Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Steinstr., VA: DGB-Stadtverband Dortmund in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, der Auslandsgesellschaft, dem „Förderverein Gedenkstätte Steinwache – Internationales Rombergpark-Komitee e.V.“, dem Jugendring Dortmund, „SLADO e.V.“, unterstützt durch den „Arbeitskreis Dortmund gegen Rechtsextremismus“.
Bericht: https://r-mediabase.eu/dortmund-antikriegstag-2022/

Düsseldorf: 1.9.22, Kundgebung gegen das 100-Milliarden-Paket für die Bundeswehr, 17 Uhr, Konrad-Adenauer-Platz (vor dem Düsseldorfer Hbf), VA: Personenbündnis „Düsseldorfer Appell gegen die Hochrüstung“

Essen:  Gedenkveranstaltung, mit Dieter Hillebrand (DGB Vorsitzender), Thomas Kufen (OB Essen), Bernhard Trautvetter (Essener Friedensforum), 17 Uhr, DGB-Haus Essen, Teichstr. 4, VA: DGB Essen, Essener Friedensforum

Gelsenkirchen: 1.9.22, Gedenkveranstaltung zum Antikriegstag 2022 „Nie wieder Krieg! Die Waffen müssen endlich schweigen! – Für den Frieden!“, 16.45-17.30 Uhr, Platz der alten Synagoge, VA: DGB-Stadtverband Gelsenkirchen

Hattingen: 1.9.22, Kranzniederlegung zu Ehren der Opfer von Krieg und Faschismus, 17 Uhr, Mahnmal für die russischen Zwangsarbeiter/innen auf dem Ehrenfriedhof im Ludwigstal in Hattingen, VA: IG Metall Ennepe-Ruhr-Wupper, DGB-Kreisverband Ennepe-Ruhr, VVN-BdA EN

Herford: 1.9.11, Kundgebung zum Antikriegstag, 16.00 Uhr, Alter Markt, VA: DFG-VK OWL und weitere Organisationen, Redner:innen: Rolf Reinert (DFG-VK OWL), Friedel Böhse (DGB), Maria Hettenkofer (IPPNW).

Herne: 1.9.22, Kundgebung, 17.00 Uhr, Kugelbrunnen, Bahnhofstr., VA: DGB-Herne, Herner Sozialforum, Herner Friedensinitiative

Köln: 29.8.22, Podiumsdiskussion „Klima-Krieg-Klima“ – kein Frieden ohne Klimagerichtigkeit. keine Klimagerechtigkeit ohn Frieden, mit Andreas Zumach u.a., 18-19.30 Uhr, DGB-Haus Köln, Hans-Böckler-Platz 1, Anmeldung erforderlich: koeln [at] dgb [dot] de, VA: DGB Köln

1.9.22, Kundgebung am Antikriegstag, „Für den Frieden – Gegen einen neuen Rüstungswettlauf Für eine zivile, demokratische und soziale Zukunft„, 17 Uhr Rudolfplatz, VA: Kölner Friedensforum; DFG-VK Gruppe Köln; Föderation Demokratischer Arbeitervereine Köln; VVN-BdA Köln; Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Stadtverband Köln; Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Köln

Münster: 1.9.22, Kranzniederlegung, 17 Uhr, Am Zwinger, VA: DGB Stadtverband Münster in Kooperation mit: Integrationsrat der Stadt Münster

18.15-20 Uhr, Erlöserkirche, Friedrichstr.Podiumsdiskussion „Nie wieder Krieg! Frieden schaffen ohne Waffen?!“ – Impuls – Gesprächsrunde – Diskussion – Musik – mit Margot Käßmann, (Theologin, Hannover), VA: Friedensinitiative Münster, Ev. Forum Münster, u.a.

Witten: 1.9.22., 17 Uhr, Rathausplatz; anschl. (17.45 Uhr) Gemeinsamer Gang zum Mahnmal im Lutherpark, VA: DGB KV EN-Ruhr, attac Witten, AWO Witten, DFG-VK Witten-Hagen, Freundschaftsverein Tczew-Witten, VVN_BdA EN, Wittener Friedensforum
Bericht: http://witten-hagen.dfg-vk.de/

Wuppertal: 1.9.22, Musikalische Lesung „Für den Frieden! Den Krieg beenden!“, 9.30 Uhr, City-Kirche Elberfeld, Kirchplatz 5, VA: DGB Wuppertal

Mehr Termine unter https://www.friedenskooperative.de/termine

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