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Landesverband NRW der DFG-VK

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Bildungswerk

13. Januar 2022

Songs für den Frieden

4. Deutscher-Friedenssong-Wettbewerb 2022 / Schirmherr: Konstantin Wecker

Reicht Euren Song bis zum 31.03.2022 ein!

Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) veranstaltet 2022 zum vierten Mal den Deutschen-Friedenssong-Wettbewerb. Gesucht werden wieder neue Friedenslieder bzw. Antikriegslieder.

Sinn des Wettbewerbs ist es, politische oder persönliche Botschaften über den Frieden bzw. gegen Kriege in einen prägnanten Text zu fassen und in einer ansprechenden Musik zu präsentieren. Der Song soll Friedensaktivisten in ihrer Arbeit bestärken und möglichst viele Menschen anregen, sich an gewaltlosen Aktionen gegen Kriege und für den Frieden zu beteiligen.

Texter, Komponisten und Musiker, auch wenn sie abseits der Mainstream-Musikindustrie arbeiten, sind aufgerufen sich am Wettbewerb zu beteiligen. Blues, Pop, Rap, Jazz, Reggae, Rock usw., jedes Musikgenre ist zugelassen und es gibt keine Altersbegrenzung. Willkommen sind auch Chöre und Musikschulen.

Wichtige Wettbewerbsvoraussetzung ist allerdings, dass die Urheber des Textes und der Komposition nicht bei der GEMA oder einer anderen Verwertungsfirma angemeldet sind und der Song dadurch GEMA-frei ist. Denn für die Zahlung von GEMA-Gebühren haben die Veranstalter kein Geld zur Verfügung. Wer den Song singt und spielt ist in Bezug auf die GEMA nicht relevant. Es können also auch bekannte Sängerinnen und Sänger bzw. Musiker bei der Performance dabei sein.

Mehr dazu auf Friedenssong.de

1. Dezember 2021

Das Afghanistan-Desaster

Eine Online-Veranstaltung DFG-VK OWL in Zusammenarbeit mit dem Alois-Stoff-Bildungswerk der DFG-VK NRW, mit Claudia Haydt von der Informationsstelle Militarisierung e.V.

Nach 20 Jahren Besatzung verließ die NATO mit ihren Verbündeten im August 2021 Afghanistan, darunter die Bundeswehr. Der Abzug endete mit der Machtübernahme durch die Taliban. Selbst die Militärs sprechen von einem Desaster.
Doch wie ist der Bundeswehreinsatz dort aus friedenspolitischer Sicht im Detail zu analysieren und zu bewerten? Und welche Lehren sind zu ziehen? Auf einer Online-Veranstaltung der Regionalgruppe Ostwestfalen-Lippe (OWL) der DFG-VK am 10.11.21 nahm die Referentin Claudia Haydt von der Informationsstelle Militarisierung e.V. (Tübingen, www.imi-online.de/) dazu Stellung:

Unter anderem ging es um diese Fragen:
• Was waren die Motive für die Intervention in Afghanistan 2001, welche wirtschaftlichen Hintergründe (Pipelineprojekte, Rohstoffe) gab es und welche Rolle spielte die geostrategische Lage?
• Welche Ziele wurden von der Politik und den Militärs verfolgt und welche Wirkungen hatte das auf das „goldene Jahrzehnt“ der Rüstungsindustrie?
• Was gab es für „softe“ Begründungen für den Kriegseinsatz (Stärkung von Frauenrechte, bewaffneter Entwicklungshilfesatz, Staatsaufbau und Demokratie, Sicherheit für die Zivilbevölkerung) und wie sah die Wirklichkeit aus?
• Warum wurde der Kriegseinsatz nicht früher beendet?
• Welche „Lehren“ ziehen die Militärs und wie wird das Scheitern als Begründung für eine weitere und umfassendere europäische Aufrüstung genutzt?
Zum Video-Vortrag gibt es die Zusammenfassung der Präsentationsfolien als Handout als PDF.
Korrektur-Hinweis: Bei Minute 31 wird eine falsche Jahreszahl eingeblendet: Die Situation vor dem NATO-Angriff 1991. Richtig ist 2001.

6. Oktober 2021

Die EU: Auf dem Weg zur Militärmacht oder ein Friedensprojekt?

Hier der Mitschnitt der beiden Input-Referate der Tagung vom 6. November von Jürgen Wagner (Informationsstelle Militarisierung IMI) und Dr. Christine Schweitzer (Bund für soziale Verteidigung BSV)

In den letzten Wochen geistert es immer wieder durch die Medien: Die EU muss eigenständiger werden. So wurde in der WAZ der EU-Außenbeauftragte zitiert: „Wir sollten bereit sein, unseren Teil der Last zu tragen, um Frieden und Sicherheit in der Welt zu wahren“. Und in einem nebenstehenden Artikel heißt es: „Will die EU als internationaler Akteur ernst genommen werden (…) müßte in militärischer (…) Hinsicht eine deutlich höhere Integration“ angestrebt werden. Es geht nicht um Frieden sondern um Macht und wirtschaftlichen Einfluss in der Welt. Dafür wird zunehmend von Politikern und Medienvertretern der Militarisierung und der Schaffung einer EU-Armee das Wort geredet. Begründet wird dies aktuell mit einer notwendigen Loslösung von den USA.

Um diese Entwicklung und ihre Vorgeschichte aufzuarbeiten und zu diskutieren, veranstaltet der DFG-VK Landesverband NRW zusammen mit der Gruppe Köln und dem Alois-Stoff-Bildungswerk eine Fachtagung unter dem Titel “ Die EU: Auf dem Weg zur Militärmacht oder ein Friedensprojekt?“ Dazu haben wir Jürgen Wagner (Informationsstelle Militarisierung IMI) und Dr. Christine Schweitzer (Bund für Soziale Verteidigung BSV) als sachkundige Referent:innen gewonnen. Die Tagung findet wegen Corona nun ausschließlich online statt (Der Zeitrahmen wurde für die Online-Durchführung von 14 – 17 Uhr gestrafft!)

Hier der Flyer mit Infos ……..

4. Oktober 2021

Jugenddelegation zum World Peace Congress 2021 in Barcelona

Vom 15. bis 17. Oktober 21 findet in Barcelona der World Peace Congress 2021 statt. Der Kongress, der vom International Peace Bureau IPB veranstaltet wird, will ein Forum sein für alle, die in der internationalen Bewegung für Frieden und Gerechtigkeit aktiv sind : „A place where we can foster synergies between organizations and individuals, and between interconnected social movements fighting for global justice: peace and disarmament advocates, feminist and LGBTQIA+ campaigners, ecologists and climate activists, antiracists and indigenous people, human rights defenders and trade unionists.“

Die DFG-VK ist Mitgliedsorganisation des IBP. In diesem Jahr fährt eine Gruppe junger DFG-VK Mitglieder und anderer Friedensaktivist:innen und Antimilitarist:innen nach Barcelona, um dort am Kongress teilzunehmen. Veranstaltet wird die Fahrt vom Alois Stoff-Bildungswerk. Neben einigen touristischen Aktivitäten steht natürlich die Teilnahme am Programm des Worlds Peace Cngress im Mittelpunkt. Der Kongress beginnt am 15.10. mit einem Jugendforum, an dem die Gruppe teilnehmen wird. Am Samstag folgt dann eine Workshopphase, in dem auch die Gruppe der DFG-VK ein Workshop-Angebot einbringen will. Mehr Infos über den Verlauf des Kongresses und die Aktivitäten der Gruppe in Kürze hier.

Hier der Link zur offiziellen Seite des World Peace Congress 2021

Die Jugenddelegation der DFG-VK ist wohlbehalten in Barcelona einegtroffen. Hier ein Bericht über ihre teilnahme am Workshop „Racism and War: Breaking the Cycles of Violence“:

„Schwerpunkt des Workshop Racism and War: Breaking the Cycles of Violence war, wie Rassismus als System zur Legitimation von Militarismus, Aufrüstung und Ausbeutung funktioniert und von staatlichen Institutionen reproduziert wird. Die Referent*innen zeigten dies sehr konkret an Beispielen wie antiasiatischer Rassismus im Kontext der Corona Pandemie und der zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China. Besonders die konkreten Fallbeispiele der Referierenden verdeutlichten anschaulich, wie koloniale Strukturen bis heute wirken und gesellschaftliche Diskurse bewusst manipuliert werden, um militärische Konfrontationen zu provozieren und zu rechtfertigen.

It is not our differences that divide us. It is our inability to recognize, accept, and celebrate those differences. – Audre Lorde

Der Workshop „Racism and War: Breaking the Cycles of Violence“ wurde als hybride Veranstaltung organisiert und von vielen jungen Menschen aus unterschiedlichsten, aber meist akademischen Kontexten besucht. Durchs Programm führte Katerina Anastasiou vom Netzwerk „transform!europe“, in welchem sich etwa NGOs, Stiftungen oder Institute aus den Bereichen Wissenschaft und politischer Bildung organisieren. Im Laufe der Veranstaltungen wurden Inputs von Menschen mit verschiedenen politischen Hintergründen gegeben, welche über die Zusammenhänge von Krieg, Imperialismus und Rassismus in unterschiedlichen Konfliktsituationen referierten.

Dabei ging es u.a. um die Darstellung von Migration als Gefahr für die Gewährleistung nationaler Sicherheit, durch welche Legitimationsgrundlagen für militärische Interventionen, Aufrüstung und Militarisierung von Grenzen geschaffen werden. Beleuchtet wurde etwa die Lage an den EU-Außengrenzen, die Situation in Afghanistan nach der Machtübernahme der Taliban oder die Entwicklungen von Migrationsbewegungen in Venezuela und Kolumbien. Zentrales Thema war auch die Reproduktion rassistischer Narrative durch staatliche Institutionen zur Rechtfertigung von zunehmender Militarisierung, wie es etwa am Beispiel von antiasiatischem Rassismus im Kontext der Coronapandemie und den Konflikten zwischen den USA und China vorgestellt wurde. Dabei wurde herausgestellt, wie koloniale Strukturen bis heute wirken und rassistische Politik zur Aufrechterhaltung von Ausbeutungsmechanismen und Eigentumsverhältnissen betrieben wird. Die Frage, ob Frieden in einer rassistischen Gesellschaft überhaupt möglich wäre, konnte so zum Ende des Workshops mit einem klaren Nein beantwortet werden.

Außerdem wurde klar gemacht, dass eine Bewegung sich klar antirassistisch, feministisch und queer-positiv positionieren und diese Dinge auch kompromisslos umsetzen muss, wenn sie als eine Zukunftsperspektive für Menschen aus unterdrückten Gruppen wahrgenommen werden will. Eine solche Positionierung sei nötig, um zu verhindern, dass in der Zukunft erneut unterdrückende Strukturen entstehen. Leider ist das ein Statement, welches in großen Teilen der Friedensbewegung noch nicht angekommen ist.

Etwas zu kurz kam insgesamt leider der Raum für Interaktion, Nachfragen und Diskussionen. Der ausgeprägte Teil an Vorträgen sorgte zwar für viele interessante Einblicke in die Arbeit unterschiedlicher Organisationen, gleichzeitig hatte die hohe Dichte an Inputs und fehlende Unterstützung durch anschauliche Präsentationen auch Ermüdung und eine immer kleiner werdende Aufmerksamkeitsspanne zur Folge. Insgesamt motivierte die Veranstaltung dennoch zur weiteren Auseinandersetzungen mit intersektionalen, antirassistischen Ansätzen für die Friedensarbeit und kann so durchaus als gelungen bezeichnet werden.“

Auch der Bundessprecher der DFG-VK, Jürgen Grässlin nimmt am Kongress teil, wo er u.a einen Redebeitrag im Workshop zu Military Spending (GCOMS) zum Thema Aufrüstung und Rüstungsexporte in/aus Deutschland und weltweit hielt. Dabei verwies er auf die Kampagne „Bundeswehr abschaffen“ und auf die Aktivitäten im Rahmen des GLOBAL NET – STOP THE ARMS TRADE

Guido Grünewald, internationaler Sprecher der DFG-VK beteiligte sich online am Kongress und unterstützte Beiträge des Europäischen Büro für Kriegsdienstverweigerung, EBCO.

9. Juni 2021

Vortrag Lühr Henken

Aufrüstung ohne Ende – aber wozu?
Und was können wir dagegen tun?
Mittwoch, 23. Juni 2021, 19.00 Uhr
Online-Vortrag mit Diskussion

Neue Panzer, Kriegsschiffe, Flugzeuge, dazu noch bewaffnete Drohnen, integrierte Luftwaffensysteme (FACS) und am schlimmsten, neue Atombomben und Atombomber für Deutschland! Und was das alles kosten soll! Doch was steckt dahinter? Auf was muss sich die Friedensbewegung in Zukunft einstellen?
Lühr Henken wird die Explosion deutscher Militärausgaben darstellen und erläutern, welche Gefahren für das Wettrüsten von neuen Rüstungs-projekten ausgehen. Zum Schluss diskutiert er mit den Teilnehmer*innen die Perspektiven friedenspolitischer Arbeit.
Lühr Henken ist Ko-Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag, arbeitet in der Berliner Friedenskoordination mit und ist DFG-VK-Mitglied. Der Friedensratschlag ist ein Zusammenschluss von 150 örtlichen, regionalen und bundesweiten Friedensorganisationen.

Wegen der Corona-Pandemie kann man an der Veranstaltung nur im Internet teilnehmen. Anmeldung unter owl@dfg-vk.de. Dann wird der Zugangslink zugeschickt und man kann sich in die Veranstaltung einwählen.
Hier der Einladungsflyer

25. Mai 2021

Online-Diskussionsreihe zu Drohnen

Das Alois Stoff Bildungswerk der DFG-VK NRW und das Netzwerk Drohnenkampagne veranstalteten in Kooperation im März eine dreiteilige Online-Diskussionsreihe zum Thema Drohnen und automatisierte Waffensysteme. Alle drei Veranstaltungen der Online-Diskussion fanden per Zoom statt und wurden jeweils simultan ins Deutsche bzw. Englische übersetzt und über youtube gestreamt.

Am Donnerstag den 11. März ging es um den türkischen Drohnen-Krieg um Berg Karabach

Am Sonntag den 14. März ging es um den Einsatz der Drohnen in Afghanistan

Am Donnerstag den 18. März ging es um die Verhinderung der Bewaffnung der Bundeswehr mit Drohnen und die internationale Ächtung der Drohnen

Die Video-Mitschnitte der drei Diskussionen gibt es auf der Webseite der DFG-VK NRW

Hier das Flugblatt zur Reihe

23. Oktober 2020

Fachtagung „Sicherheit neu denken – Ein Friedenskonzept kritisch betrachtet“

22. November, 14:00 Uhr, Köln  –  wegen Corona online auf youtube!

Eine Veranstaltung der DFG-VK NRW, des Alois-Stoff-Bildungswerks der DFG-VK NRW und der DFG-VK Köln

Hier unsere Online-Veranstaltung zum nachträglichen Anschauen:

Das Handout zum Vortrag von Christiane Lammers kann man hier herunterladen: https://cloud.dfg-vk.de/index.php/s/ANT6QdnsbDfP5Ft

Hier der Folienvortrag von Ralf Becker

Das waren unsere Gäste:
Christiane Lammers,
Politikwissenschaftlerin und aktiv in der AG Friedenslogik der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung und
Ralf Becker,
Koordinator der Initiative „Sicherheit neu denken“ und Mitglied des Sprecher*innenrats der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung.

Ablaufplan: (aktualisiert)

14:00 Begrüßung
Joachim Schramm DFG-VK NRW

14:15 „Sicherheit neu denken“ ein Ausweg aus der militärischen Sicherheitspolitik
Ralf Becker (Koordinator der Initiative„Sicherheit neu denken“)
anschl. Antworten auf Nachfragen

15:00 Friedenslogik oder Sicherheitslogik – Kritische Betrachtung von„Sicherheit neu denken“
Christiane Lammers (AG Friedenslogik der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung)
anschl. Antworten auf Nachfragen

15:55 Wie kann „Sicherheit neu denken“ die Friedensbewegung beleben?
Diskussion mit Ralf Becker (Koordinator der Initiative „Sicherheit neu denken“), Christiane Lammers (AG
Friedenslogik der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung), Joachim Schramm (DFG-VK NRW) und dem Publikum
Moderation: Michael Sünner (Alois Stoff-Bildungswerk)

Angesichts zunehmender Militarisierung und neuer Kriege in der Welt veröffentlichte 2018 eine Arbeitsgruppe, die von der badischen Landeskirche damit beauftragt worden war, ein Szenario zum Ausstieg aus der militärischen Sicherheitspolitik: „Sicherheit neu denken“. Wie zuvor Szenarien für den Ausstieg aus der Atomkraft oder aus der Kohleverstromung zur Stärkung der entsprechenden Bewegungen geführt haben, soll mit diesem Szenario die Friedensbewegung unterstützt werden in ihrem Kampf gegen Krieg und Rüstung.
Das Szenario beschreibt konkrete Schritte zum Umsteuern der Sicherheitspolitik Deutschlands, zeigt Möglichkeiten auf und benennt aber auch zu erwartende Widerstände:

In dem Szenario wird ein stufenweiser Prozess dargestellt, wie unter Einbeziehung breiter zivilgesellschaftlicher Kräfte zunächst die Idee des Ausstiegs aus der militärischen Sicherheitspolitik verbreitet wird, dann über entsprechende Kampagnen Beschlüsse des Bundestages erreicht werden. Am Anfang steht dabei die Beendigung der Bürgschaften für Rüstungsexporte, dann gibt der Bundestag Studien über die Umsetzbarkeit des Szenarios in Auftrag, die dann einen Beschluss des Bundestages zum Umstieg in eine zivile Sicherheitspolitik ermöglichen. Deutschland setzt sich im weiteren ein für ökologisch, sozial und wirtschaftlich gerechtere Außenbeziehungen, stärkt die internationale Sicherheitsarchitektur (OSZE, UNO) und betreibt die Konversion von Bundeswehr und Rüstungsindustrie. Es wird ein Wirtschafts- und Sicherheitsabkommen mit Russland geschlossen, ein erweitertes THW übernimmt die noch für Katastrophenfälle nutzbare Technik der Bundeswehr.
Das Szenario stellt sich die Aufgabe, im Rahmen der gegebenen gesellschaftlichen Verhältnisse in einem Prozess der Bürgerbeteiligung Sichtweisen zu verändern und politische Entscheidungsträger zu einem Umdenken zu bewegen. Um dies zu erreichen werden realistische Schritte aufgezeigt und ein praktikabler Zeitrahmen entwickelt.
Innerhalb der Friedensbewegung, der Kirchen und auf öffentlichen Veranstaltungen ist das Szenario inzwischen viel diskutiert worden. Dabei wurde neben viel Lob auch durchaus Kritik geäußert. Unter anderem wird hinterfragt, inwiefern das Szenario an einem Sicherheitsbegriff festhält, der mit der Abgrenzung des eigenen Bereichs gegen eine äußere Bedrohung verbunden ist.

Ausgangspunkt des in der Friedens- und Konfliktforschung entwickelten handlungsorientierten Konzepts der Friedenslogik ist die Gewalt, die im Rahmen komplexer Konfliktsituationen angewandt bzw. mit der gedroht wird. Der Konfliktanalyse, der Bearbeitung des Konflikts unter Beteiligung Aller und der Einbezug der
eigenen Rolle wird eine besondere Bedeutung zugemessen. Direkt und indirekt werden sicherheitslogische Handungsdynamiken problematisiert.

Die Tagung dient der Kontrastierung der beiden Konzepte, um herauszufinden, ob Sicherheit auch friedenslogisch neu gedacht werden kann und was dies praktisch bedeutet. Wie „Sicherheit neu denken“ also die Friedensbewegung beleben kann, wollen wir bei unserer Tagung diskutieren.

Hier der Flyer zur Tagung….

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