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Bundeswehr

6. März 2026 von Joachim Schramm

Webinar Kriegsdienstverweigerung 22. März

Hintergrund:
Mehr als doppelt so viele Menschen wie im Vorjahr verweigerten 2025 den Kriegsdienst. Es ist absehbar, das in den nächsten Jahren eine Wehrpflicht wieder eingesetzt werden wird. Dagegen setzen viele junge Menschen ein Zeichen und machen deutlich: Ich bin nicht bereit, mich in militärische Strukturen zwingen zu lassen und in den Krieg zu ziehen. Gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht gingen bereits Zehntausende auf die Straße, der zweite Schulstreik am 5. März ist ein Beispiel dafür.
Eine Möglichkeit, um sich dagegen zu wehren Teil der Kriegsmaschienerie zu werden, ist die Kriegsdienstverweigerung (KDV). 
Darum, was KDV ist und um erste Schritte, wie man da dran geht soll es in dem Webinar gehen. Bei einem 20-Minütigen Input wird der Hintergrund der Verweigerung beleuchtet und aufgegriffen, was sie zum Widerstand gegen die Wehrpflicht beitragen kann und wie das Verweigerungsverfahren abläuft.

Zielgruppe: 
Hast du vielleicht einen Brief von der Bundeswehr bekommen und fragst du dich, was du jetzt tun sollst? Überlegst du schon länger, KDV zu machen aber es fehlt ein konkreter Impuls? Dann bist du bei dem Webinar genau an der richtigen Adresse. 

Wer?
Die Deutsche Friedensgesellschaft gehört zu den Experten in Sachen Kriegsdienstverweigerung. Wir können auf eine lange Tradition der KDV-Beratung zurückgreifen. Als Referenten haben wir Joachim Schramm gewonnen. Er ist Landessprecher der DFG-VK und hat viele Jahrzehnte Erfahrung im Bereich KDV. 

Wir laden ein:
Das Webinar findet am Sonntag, den 22.3.26 um 17 Uhr über die Online-Plattform „Big Blue Button“ statt. Da brauchst du nichts runterzuladen sondern kannst dich einfach im Browser zuschalten. 

Anbei der Zugangslink: 
https://bbb.linxx.net/rooms/1s9-jvx-7gp-rkf/join

Wir freuen uns auf dich!

26. Februar 2026 von Joachim Schramm

Jetzt für den Ostermarsch mobilisieren!

Die Schulstreiks gegend die Wehrpflicht am 5, März und die Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag am 8. März sind erste Gelegenheiten, um für den diesjährigen Ostermarsch zu mobilisieren.

Vom Ostermarsch RheinRuhr „Friedensfähig statt kriegstüchtig! Gegen Wehrpflicht und Militarisierung! Keine neuen Mittelstreckenwaffen in unserem Land!“ liegt jetzt der Flyer vor:

Auch Aufkleber, ein A3-Plakat und Buttons können jetzt auch in der Landesgeschäftsstelle der DFG-VK NRW bestellt werden. Hier der Bestellzettel,

26. Februar 2026 von Joachim Schramm

Schulstreik und Infos zur Kriegsdienstverweigerung

Ab dem 1. Januar git das Gesetz zum „Neuen Wehrdienst“. Alle 18-jährigen Männer werden Zwangs-Erfasst, die Personendaten gehen an die Bundeswehr. Dagegen gibt es keine Widerspruchsmöglichkeit. Nach und nach sollen dann die 18-jährigen auch Zwangsgemustert werden. Ab Mitte ´27 sollen dann so viele Musterungseinrichtungen funktionsbereit sein, dass der ganze Jahrgang gemustert werden kann. Das ist der Einstieg in eine Wehrpflicht „light“, auch wenn es noch keinen Zwang zum Dienst bei der Bundeswehr gibt. Deshalb haben am 5. Dezember bundesweit Schüler:innen gegen die Wehrpflicht gestreikt.
Jetzt findet am 5. März die zweite Streikaktion statt. Die DFG-VK NRW unterstützt die Streiks u.a. mit Infoveranstaltungen zur Kriegsdienstverweigerung.

Wer gegen den „Neuen Wehrdienst“ ist und deutlich anzeigen möchte, dass er für einen Dienst bei der Armee nicht zur Verfügung steht, sollte den Kriegsdienst verweigern! Wie das geht, was man beachten muss und wo man Unterstützung bekommt, darüber informiert die Deutsche Friedensgesellschaft in NRW in diesen Wochen an mehreren Orten mit Referenten bei Veranstaltungen von DFG-VK Gruppen und Bündnispartner:

Unna: 02.03. „Informationen zur Kriegsdienstverweigerung“, 19:00 Uhr, Projekt LÜSA Tagesstrukturzentrum Remise und Antik-Café, Friedrich-Ebert Str. 2a. VA: Friedensforum Unna und DFG-VK NRW. https://www.instagram.com/p/DUvP90zgnIe/?hl=de

Lennestadt: 08.03., „Wehrpflicht – Ja oder Nein?“, 11:00 – 13:00 Uhr, Kulturbahnhof Grevenbrück, Bahnhofsplatz 10. VA: AG Es tut sich was. https://www.instagram.com/p/DVBOB8KDKAF/?hl=de

Lüdenscheid: 10.03., Veranstaltung zum neuen Wehrdienstgesetz, 18:00 Uhr, Linkes Zentrum (LiZ), Albrechtstraße 2. VA: DFG-VK Lüdenscheid

Dortmund: 12.3., Wehrpflcht und wie man ihr entgeht, 19 Uhr, Nordpol, Bornstraße 144. VA: Antifa Cafe Dortmund und DFG-VK

Witten: 13.3., Informationsabend – Kriegsdienstverweigerung, 19 Uhr, Soziokulturelles Zentrum Trotz Allem, Wideystr. 44, VA: DFG-VK Witten-Hagen und Trotz Alllem. https://trotzallem.noblogs.org/post/2026/02/14/fr-13-maerz-informationsabend-kriegsdienstverweigerung/

Am 5. März finden in vielen Orten in NRW Schulstreik-Aktionen statt. Häufig werden sie von den örtlichen DFG-VK Aktiven unterstützt:

Bad Salzuflen: Parkplatz vor dem Hit-Markt, 12.00 – 17.00 Uhr

Bielefeld: Jahnplatz, 10:30 Uhr

Bochum: Schauspielhaus, 9:00 Uhr

Bonn: Poppelsdorfer Allee, 11:00 Uhr

Detmold: Marktplatz, 17.00 Uhr

Dortmund: Hbf Nordausgang, 11 Uhr

Essen: Burgplatz, 10:00 Uhr

Krefeld: Platz der Wiedervereinigung, 10:00 Uhr

Köln: Trinkgasse (Hbf), 11:00 Uhr

Witten: Rathausplatz, 9 Uhr

Wuppertal: Wuppertal Hbf., 12:00 Uhr

Alle Streikorte gibt es hier https://schulstreikgegenwehrpflicht.com/streikende-stdte

13. Februar 2026 von Joachim Schramm

Gegen Aufrüstung und Wehrpflicht – Friedensfahrradtour NRW 2026

Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine FriedensFahrradtour NRW. Diesmal fahren wir bereits Mitte Juli in der ersten Ferienwoche
vom 18. – 26.7.
Start ist in Siegen, dann geht es das Siegtal hinunter nach Bonn und den Rhein entlang über Köln, Düsseldorf und Krefeld bis nach Duisburg, um dann quer durchs Ruhrgebiet nach Dortmund zu fahren. Dabei besuchen wir wieder Orte, die für Aufrüstung und Kriegsvorbereitung stehen und protestieren mit verschiedenen Aktionen gegen Rüstungsproduktion und gegen die Vorbereitung einer neuen Wehrpflicht.

Mehr Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es in Kürze hier.

5. Februar 2026 von Joachim Schramm

Gegen Wehrpflicht und Militarisierung – Ostermarsch RheinRuhr 26

Die Vorbereitungen für den Ostermarsch RheinRuhr sind angelaufen! Die Friedensversammlung RheinRuhr hat am 17. Januar den Aufruf verabschiedet. „Friedensfähig statt kriegstüchtig! Gegen Wehrpflicht und Militarisierung! Keine neuen Mittelstreckenwaffen in unserem Land!“ lautet das diesjährige Motto.

„Krieg und Aufrüstung lassen immer mehr Menschen um ihre Zukunft bangen. Unsere Regierung setzt auf eine Politik der militärischen Stärke und Konfrontation, anstatt im Dialog Rüstungskontrolle und die Gewährleistung gegenseitiger Sicherheitsgarantien zu erarbeiten. Diese Militarisierung steigert die Kriegsgefahr und entzieht uns die Grundlage für ein solidarisches Miteinander. Eine der Folgen wird die Abschaffung unseres Sozialstaates sein. Diese Hochrüstung blendet die Herausforderungen des Klimawandels aus. Es bedarf konsequenter Sicherheitsgarantien für unseren Globus! Wir fordern die Stärkung der UNO und der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) und die strikte Einhaltung des Völkerrechts!“
So beginnt der Aufruf und beschreibt damit die dramatische Situation, in der wir uns befinden. Die ersten Forderungen, mit denen wir Ostern auf die Straße gehen, lauten:

  • – Verteidigung des Völkerrechts gegen die rechtbrechende Gewaltpolitik!
  • – Verhandlungen mit dem Ziel der sofortigen Beendigung der Kriege in der Ukraine und in Nahost! –Keine Waffenlieferungen an die Ukraine, Israel und in alle Welt!
  • – Keine Aufstellung neuer US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland! Atomwaffen raus aus Deutschlandund UN-Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen! – Keine Modernisierung der Atomwaffen und keine atomare Teilhabe!
  • – Rücknahme des 5%-Ziels der NATO! Abrüstung und mindestens 100 Mrd. € zusätzlich für den Ausbau sozialer Sicherungssysteme, Klimaschutz und das Bildungssystem zur Zukunftssicherung!Für einen ökologischen Sozialstaat!

Den ganzen Aufruf mit allen Forderungen und den Erstunterzeichner:innen gibt es hier als PDF.

Der Ostermarsch Aufruf ist ein Kompromiss-Papier verschiedener Gruppen aus den Städten an Rhein und Ruhr. Nicht immer ist das Ergebnis für alle zufriedenstellend. Wir als DFG-VK NRW haben in diesem Jahr den folgenden Text erarbeitet, um unsere Position über den gemeinsamen Aufruf hinaus deutlich zu machen:

Wir rufen auf zum Ostermarsch RheinRuhr, in dessen Aufruf jedoch eine Reihe wichtiger Aspekte in Bezug auf aktuelle Konflikte offen bleiben. Wir unterstützen die abschließenden Forderungen des Ostermarschaufrufs 2026 sowie dessen Feststellungen und politischen Bewertungen. Die DFG-VK NRW setzt sich für das Friedensvölkerrecht ein, das gleichermaßen von den USA und Israel, wie auch von Russland mit Füßen getreten wird. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine ist ein Bruch des Völkerrechts. Die westlichen Staaten haben mit der NATO-Osterweiterung eine wesentliche Grundlage für diesen Krieg geliefert. Seit vier Jahren erleben wir, wie im Krieg in der Ukraine hunderttausende Menschen sterben oder verwundet werden. Die EU muss zu Lösungen und Frieden beitragen, auch wenn dies bedeutet das die Ukraine Staatsgebiete abtritt. Wir verurteilen die aktuellen russischen Angriffe auf die ukrainische zivile Infrastruktur.
Gleichzeitig prangern wir den Völkermord und Staatsterrorismus durch die Regierung Netanjahu in Gaza und der Terrorismus der Hamas an. Seit 2023 sind auch in Israel/Palästina zehntausende Menschen gestorben. Insbesondere Deutschland hat eine historische Verantwortung, zum Frieden in dieser Region beizutragen, anstatt den Genozid der israelischen Regierung zu decken. Zuletzt erfolgte der völkerrechtswidrige Angriff der USA auf Venezuela mit der Entführung des Präsidenten Maduro. Damit befindet sich die Welt auf einem gefährlichen Weg der wachsenden Unsicherheit, der ruinösen Aufrüstung und der zunehmenden Zahl von Kriegen mit hunderttausenden Opfern. Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit, als Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegenrInnen NRW lehnen wir jeden Krieg ab, egal mit welchen Motiven er geführt wird. Wir erleben eine neue Ära, in der das Völkerrecht immer wieder missachtet wird und einzelne Staaten oder Staatenbünde sich das Recht herausnehmen, ihre Interessen mit militärischer Gewalt zu verfolgen. Dem stellen wir uns als Pazifist*innen entgegen und wollen den Ostermarsch zu einer starken, bunten Friedensdemonstration machen. Unterstützt uns dabei, kommt zum Ostermarsch RheinRuhr!

23. Januar 2026 von Joachim Schramm

Windkraft statt Tiefflieger!

Schon im November hat die Bundeswehr in NRW zwei weitere Tiefflugzonen reaktiviert, in denen Kampfjets zu Übungszwecken 76 Meter tief fliegen dürfen. „LFA 2“ erstreckt sich an der niederländischen Grenze etwa von Gronau bis nach Wesel, „LFA 3“ von Höxter über Winterberg nach Olpe. Erst jetzt ging durch die Medien, dass das zu erheblichen Überschneidungen mit den von der Landesregierung im vergangenen Jahr beschlossen sogenannte Windkraft-Vorranggebieten führt . Die dort geplanten Windräder sind mehr als 200 Meter hoch. In den Planungsregionen Münster und Detmold liegt die Hälfte der ausgewiesenen Windkraft-Vorranggebiete nun in Tiefflugzonen. In der Planungsregion Arnsberg sind es auf dem Gebiet des Teilplans Märkischer Kreis/Olpe/Siegen rund 46 Prozent.

Die Interessen der Bundeswehr haben nicht automatisch Vorrang vor den Interessen der Windrad-Betreiber. Doch in der Praxis setzt sich die Armee in der Regel durch. Die Gründe, mit denen die Bundeswehr Windräder ablehnt, seien häufig „vage und geheimniskrämerisch“, so der Vertreter des Landesverbands Erneuerbare Energien (LEE NRW), Grothe laut WDR https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/windraeder-bundeswehr-tieffluggebiete-100.html „Die Bundeswehr zeigt kaum Bereitschaft, gemeinsam mit Projektierern an Lösungen und Alternativen zu arbeiten.“ so Grothe weiter.

Auch der Landesverband der LINKEN protestierte jetzt gegen die neuen Tiefflugzonen: „Schon vor der Ausweisung dieser beiden zusätzlichen Tiefflugzonen konnten in NRW einige hundert Megawatt an Windenergie wegen Bundeswehrinteressen nicht realisiert werden. Meist ging es dabei um Hubschraubertiefflüge. Die beiden Tiefflugzonen für Kampfjets in den Windkraft-Vorranggebieten verunmöglichen die Energiewende in NRW.“ heißt es in einer Pressemitteilung

Nicht nur, dass hier dringend notwendige Schritte zur Energiewende durch die Klima-Killer der Bundeswehr durchkreuzt werden. Schon lange ist bekannt, das Tieffluglärm krank macht: „Am schwierigsten ist plötzlicher Tieffluglärm zu verkraften. Hartmut Ising vom Inestitut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene des Bundesgesundheitsamtes (BGA) berichtete, daß bei einer Lautstärke von 125 Dezibel zuerst bei Tieren bleibende Hörschäden aufgetreten sind. Eine epidemiologische Untersuchung fand heraus, daß die Bevölkerung in Tieffluggebieten überdurchschnittlich häufig unter Hörschäden und Ohrenschmerzen leidet. Kinder waren dabei eher gefährdet als Erwachsene.“ so die TAZ im September 1991. Vor diesem Hintergrund wurde 1990 die Tiefflughöhe auf 300 m angehoben. In den neuen Tiefflugregionen gilt nun eine Flughöhe von 76 m!

Die ausgerufene Kriegstüchtigkeit beschädigt in NRW den Klimawandel und gefährdet die Gesundheit der Menschen in unserem Land. Wir sagen nein zu Tieffliegern in NRW!

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23.+24.11, Westfalenhalle


Protest gegen die geplante massive Aufrüstung Deutschlands – hier!


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Erklärung gegen rechte Instrumentalisierung

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Mit rechten und rechtsoffenen Kräften ist kein Frieden zu machen!

Es gibt Postkarten und Plakate mit diesem Friedensmotiv


Schutz und Asyl für Deserteure und Kriegsdienstverweigerer


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Krieg beginnt hier – Militärstandorte zwischen Rhein und Maas

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