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EU/NATO

14. September 2026 von Joachim Schramm

„Nein zu Hochrüstung, Wehrpflicht und Krieg!“, 3. Oktober, Berlin+Stuttgart

Zwischen 15. und 20.0000 Menschen demonstrierten am 3. Oktober in Berlin gegen Hochrüstung und Wehrpflicht, 15.000 waren es auch in Stuttgart. Zusammen mit den 20.000 jungen Leuten bei der Konzertkundgebung am Vortag in Berlin ein eindrucksvolles Friedenswochenende!

Hier ein Bericht im Neuen Deutschland: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1202932.aufruestung-und-militarisierung-friedensdemos-in-berlin-und-stuttgart-zukunft-statt-krieg.html

„Der völkerrechtswidrige Angriff Russlands auf die Ukraine dauert seit mehr als vier Jahren an. Er hat unzählige Menschen das Leben gekostet, Millionen zur Flucht gezwungen und weite Teile des Landes zerstört. Die Verantwortung Russlands für diesen Angriffskrieg muss klar benannt werden.
Gleichzeitig sehen wir mit Sorge, dass die Antwort der Bundesregierung und anderer NATO-Staaten immer stärker in militärischer Aufrüstung, Abschreckung und der Vorbereitung auf einen möglichen Krieg besteht. Die Gefahr einer weiteren Eskalation bis hin zu einer direkten militärischen Konfrontation zwischen NATO und Russland darf nicht ausgeblendet werden.
Wir wenden uns gegen die Vorstellung, Frieden könne durch immer mehr Waffen und immer höhere Militärausgaben geschaffen werden. Sicherheit kann dauerhaft nur gemeinsam entstehen. Wir brauchen neue Initiativen für Diplomatie, Rüstungskontrolle und Abrüstung sowie eine europäische Friedensordnung, die die Sicherheitsinteressen aller Menschen berücksichtigt.
Völkerrecht und Menschenrechte sind dabei universell. Sie gelten in der Ukraine genauso wie in Russland, Gaza, Israel, dem Iran oder an jedem anderen Ort. Völkerrechtsverletzungen müssen unabhängig davon kritisiert werden, welcher Staat oder welches Bündnis für sie verantwortlich ist. Glaubwürdige Friedenspolitik darf dabei keine Doppelstandards kennen.“
So beginnt der eigene Aufruf der DFG-VK zu zwei bundesweiten Demos am 3. Oktober in Berlin und Stuttgart. Die Forderungen der Demos lauten, die von einem breiten Bündnis getragen werden, lauten:

  • Schluss mit Hochrüstung, Kriegswirtschaft und Sozialabbau!
  • Keine Erstschlagwaffen!
  • Nein zur Wehrpflicht und anderen Zwangsdiensten!

Hier der ganze Aufruf der DFG-VK zu den Demos auf: https://dfg-vk.de/3-oktober/
Aus einzelnen Städten in NRW fahren Busse oder werden Bahnreisen organisiert:

nach Berlin:
– aus Bielefeld fähtrt ein Bus: https://bielefelder-friedensini.de/
– aus Essen wird eine gemeinsame Zuganreise organisiert. Anmeldung: ulrich.indersmitten@web.de
– aus Nottuln wird eine gemeinsame Zuganreise organisiert. Anmeldung: info@fi-nottuln.de
– aus Wuppertal wird eine gemeinsame Zuganreise organisiert. Anmedlung: dr.martin.fritsch@web.de.

nach Stuttgart:
– aus Köln fährt ein Bus: https://www.friedenkoeln.de/?p=19799

Weitere Mitfahrmöglichkeiten auf der Demo-Homepage https://friedensdemo0310.org/mitfahrmoeglichkeiten/

10. September 2026 von Joachim Schramm

Nein zum Atomkriegsmanöver „Steadfast Noon“! 10./17. Oktober

Atomkrieg über Europa: Dieses Szenario übt die NATO im Herbst dieses Jahres. Die Bundeswehr will Mitte Oktober 2026 im Rahmen des NATO-Manövers „Steadfast Noon“ erneut üben, die in Büchel lagernden Atombomben an Tornado-Kampfjets zu montieren und sie in den Einsatzzielen abzuwerfen. Das Manöver findet europaweit mit Beteiligung der USA, aller NATO-Staaten der „nuklearen Teilhabe“ und weiterer NATO-Staaten statt.

Das Atomkriegsmanöver dokumentiert in erschreckender Weise die Bereitschaft der NATO und der Bundesregierung, im „Ernstfall“ einen Atomkrieg zu führen, der zumindest ganz Europa vernichten würde. Alle Atommächte rüsten gegenwärtig nuklear auf und „modernisieren“ ihre Arsenale, in 2025 für insgesamt ca. 119 Mrd. US-Dollar (USA: 69,2 Mrd.). In Büchel wird die neue B61-12-Atombombe stationiert, die endfluggesteuert noch treffgenauer eingesetzt werden kann. Dafür wurden für rund 10 Milliarden Euro 35 neue Tarnkappen-Atombomber vom Typ F‑35 von den USA gekauft. Die derzeitigen Trägersysteme – die Tornado-Kampfjets – werden zur Zeit von Nörvenich nach Büchel zurückverlegt. Der Umbau des Fliegerhorstes Büchel für über zwei Milliarden Euro ist fast abgeschlossen. Nörvenich bleibt dennoch in das Manöver involviert: die dort stationierten Eurofighter waren schon mehrfach an „Steadfast Noon“ beteiligt.

Gegen das Atomkriegsmanöver ruft ein breites Bündnis zum Protest auf am 10. Oktober in Büchel und am 17. Oktober in Nörvenich.

Wir fordern vom deutschen Bundestag und der Bundesregierung:
– Absage der Beteiligung der Bundeswehr am Atomkriegsmanöver „Steadfast Noon“
– Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland und Beendigung der „nuklearen Teilhabe“
– Keine neuen europäischen Atomwaffen-Kooperationen
– Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag
– Eintreten für ernsthafte Verhandlungen über vollständige nukleare Abrüstung

Kommt zur Protest-Mahnwache am 10. Oktober nach Büchel und zur Demonstration am 17. Oktober nach Nörvenich! Wir treffen uns jeweils zur Symbolzeit um „Fünf vor Zwölf“!

In Büchel ist der Kreisel vor dem Atomwaffenlager der Treffpunkt.
Hier gibt es eine Mitfahrbörse nach Büchel: https://fahrpool.com/event/174a610937

In Nörvenich beginnt die Demonstration am Kriegsflugplatz und zieht von dort zur Kundgebung am Schlossplatz (ca. 13.30–15 Uhr). Ein Bus Shuttle von Düren Hbf nach Nörvenich steht zur Verfügung.

Den Aufruf mit allen Unterstützern sowie weitere Infos unter https://www.atomwaffenfrei.de/protest-gegen-steadfast-noon-2026-jetzt-unterstuetzen/

28. August 2026 von Joachim Schramm

Antikriegstag 2026

Friedensfähig statt kriegstüchtig!

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Kriege in der Ukraine und in Nahost aber auch in anderen Regionen findet der diesjährige Antikriegstag statt. In unserem Land erleben wir einen ungebrochenen Aufrüstungskurs mit Milliardenausgaben, mit dem staatlich geförderten Anwachsen der Rüstungsindustrie, mit dem Versuch der Militarisierung der ganzen Gesellschaft und mit der Drohung einer neuen Wehrpflicht.

Dagegen richten sich die zahlreichen Veranstaltungen am 1. September auch in NRW, die an die Schrecken des letzten Krieges vor über 80 Jahren erinnern und vor einem neuen Krieg warnen. Sie werden an vielen Orten durch die lokalen DFG-VK Gruppen unterstützt.

Der DGB hat seinen Aufruf unter das Motto „Friedensfähig statt kriegstüchtig! Gemeinsam für Völkerverständigung, sozialeGerechtigkeit und eine Welt ohne Krieg!“ gestellt. In dem Aufruf nähert er sich stärker als in den vergangenen Jahren an die Positionen der Friedensbewegung an. Hier der ganze Aufruf als PDF: https://www.dgb.de/fileadmin/download_center/Aufrufe/Erkl%C3%A4rung_des_Deutschen_Gewerkschaftsbundes_zum_Antikriegstag_am_1._September_2026.pdf

Veranstaltungen in NRW

Aachen: Kundgebung und Demonstration „Gegen die Hochrüstungs- und Militarisierungspolitik“, mit Prof.(em.) Christoph Butterwegge (Armutsforscher ehem. Uni-Köln), 17 Uhr, Elisenbrunnen, VA: Antikriegsbündnis Aachen (AKB)

Bochum: Vortrag und Diskussion „Gleichheit vor dem Völkerrecht oder Recht des Stärkeren?“ mit Rolf Gössner (Jurist, Bremen), 18 Uhr, Fritz Bauer Forum, Feldmark 107, VA: DGB Bochum und dem Fritz Bauer Forum

Bonn: Friedenskundgebung mit Musik am deutschen Antikriegstag „In Peace we trust“, 19 Uhr, Am Alten Zoll (Sandplatz neben dem Biergarten), VA: DFG-VK Bonn Rhein-Sieg

Dortmund: Antikriegsfestival mit Mitmach- und Informationsangeboten, 16 – 20 Uhr, Stadtgarten Dortmund.VA: DGB-Jugend Dortmund in Kooperation mit verschiedenen Partnern (u.a. Jugendring, Falken, slado eV. und VMDO)

Düsseldorf: Podiumsdiskussion „Nie wieder Krieg? Der Antikriegstag in Zeiten der Aufrüstung“ mit Jan Dieren (MdB SPD), Wolfgang M. Schmitt (Publizisten), N.N. (Vertreter*innen der Initiative Wehrpflicht stoppen), Mod.: Tia Dillan (Journalistin, NRZ). anschl. wird die Runde im Fishbowl-Format überführt (Wer mitdiskutieren will, nimmt Platz), 18 Uhr, Zentralbibliothek, Konrad-Adenauer-Platz 1, VA: DGB-Jugend Düsseldorf-Bergisch Land, Jugendring Düsseldorf.

Duisburg: Gedenken – Thema: Erinnerung, Frieden und junge Gedenkarbeit, 17 Uhr, Kultur- und Stadthistorischen Museum, Johannes-Corputius-Platz, VA: DGB Duisburg

Essen: antifaschistischer Spaziergang durch die Essener Innenstadt im Anschluss: Abschlusskundgebung, 17 Uhr, Treffpunkt:: Gewerkschaftshaus Essen, Teichstr. 4, VA: DGB Region MEO, VVN-BdA Essen

Gelsenkirchen: Nie wieder Krieg!“ – Die Waffen müssen endlich schweigen!, Begrüßung: Slava Pasku (Vors. Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen), Grußworte: Andres Henze (OBin Stadt Gelsenkirchen), Beitrag der Gewerkschaft: Hannah Huesmann Trulsen (ver,di Mittleres Ruhrgebiet), N.N. (Jüdische Gemeine Gelsenkirchen), Interreligiöser Friedensappell: Markus Pottbäcker (Kath. Kirche Gelsenkirchen), Heiner Montanus (Ev. Kirche Gelsenkirchen), Serdar Yilmaz (Kreis Gelsenkirchener Muslime), Igor Kuznecov (Jüdische Gemeine Gelsenkirchen), 17 Uhr, Platz der alten Synagoge, VA: DGB-Stadtverband Gelsenkirchen, u.a.

Herne: Kundgebung, Grußwort: Peter Holtgreve (DGB-Vorsitzender Herne), Gedenkreden: Uwe Leising (Pastor, Friedensbeauftragter des Ev. Kirchenkreises Herne), Klaudia Scholz, Florian Zehm, und Edith Grams (alle Herner Friedensinitiative), musikalische Begleitung: Willi Karasch, 17 Uhr, Am Kugelbrunnen, Bahnhofstr., VA: DGB Stadtverband Herne, Herner Friedensinitiative, Herner Sozialforum, …

Herten: Gedenkfeier, Begrüßung Thomas Prinz (DGB), 18 Uhr, Borchertstele, Scherlebeckerstr. 260, VA: DGB OV Herten, VVN-BdA

Köln: Demo und Abschlusskundgebung „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus! Für internationale Solidarität, eine Welt des Friedens und sozialen Fortschritt“, Start: 17 Uhr, Friesenplatz, anschl. Demo nach Ehrenfeld, dort ab 19 Uhr, Abschlußkundgebung „Atomwaffen ächten! Wehrpflicht abschaffen! Gegen Aufrüstung und Sozialabbau!“ Redner*innen: (u.a.) Andreas Zumach (Journalist und Autor), N.N. (DGB Köln), N.N. (Schulstreikkommittee Köln), Mónica Rodríguez Sánchez (Leiterin der kubanischen Botschaft, Außenstelle in Bonn), N.N. (Rheinmetall Entwaffnen) und Musik, Leo Amman Park, Bürgerzentrum Ehrenfeld, VA: „Initiave 70+“, Kölner Friedensforum

Löhne: Kundgebung, 18 Uhr, Mahnkreuz Spatzenberg/ Löhner Berg. VA: DFG-VK OWL, DGB Kreisverband Herford, Stadtverbände der Parteien: Bündnis 90/Die Grünen, FDP, Die Linke, Die Partei, SPD

Mülheim: Gedenkveranstaltung, 11 Uhr, Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus, Luisental, VA: DGB-Ortsverband Mülheim a.d. Ruhr

Münster: Kundgebung und Kranzniederlegung, Begrüßung und Redebeiträge, Musik: Chor „Die Untertanen“, 17 Uhr, Zwinger an der Promenade, VA: DGB-Stadtverband Münster
außerdem am 8.9.: Vortrag und Diskussion „Aufrüstung zu Lasten des Sozialstaats – So geht Frieden nicht“ mit Ralf Krämer (ver.di), 19 Uhr, Pfarrzentrum St. Clemens, Patronatsstr. 2, VA: pax christi DV Münster in Kooperation mit: DFG-VK Münster

Siegen: Kundgebung,16:30 Uhr, Brüder Busch Straße (Siegufer), VA: Bündnis nein zum Krieg Siegen

Witten: Kundgebung, 16:30 Uhr, Rathausplatz, Begrüßung: Mathias Hillbrandt (DGB Kreisverband Ennepe-Ruhr, IG Metall Ennepe-Ruhr-Wupper), Rede: Joachim Schramm (Wittener Friedensforum), N.N. (Graffiti gegen Krieg), anschl. gemeinsamer Gang zum Mahnmal im Lutherpark, dort: 17 Uhr, Mahn- und Gedenkveranstaltung, Kranzniederlegung und Gedenken, Eröffnung: Mathias Hillbrandt; N.N. (Beitrag der ver.di Jugend), Rede: Carsten Burckhardt (Stv. Bundesvorsitzender IG BAU), musikalische Begleitung und Ausklang: Gudrun Edelkötter (Violinistin) VA: DGB KV Ennepe-Ruhr, Wittener Friedensforum, DFG-VK Witten-hagen u.a.

Blumen für Stukenbrock: 5. September: 15.30 Uhr, auf dem sowjetischen Soldatenfriedhof Stukenbrock, Ablauf: 15 Uhr, Gedenkansprache: Dr. Petra Erler, anschl. Blumen und Kränze werden am Obelisken niedergelegt, VA: Arbeitskreis Blumen für Stukenbrock

Lüdenscheid: 6. September, Kundgebung, 10.30 Uhr, Russenfriedhof Hühnersiepen (Treffpunkt kleiner Parkplatz hinter Piepersloh vor Hühnersiepen), Rede. Felix Okentorp (Landesprcher DFG-VK NRW), Musik: Fridenslieder mit Rüdiger Drallmeyer. VA: Friedensgruppe Lüdenscheid

Alle Termine zum Antikriegstag in NRW unter https://www.friedenskooperative.de/index.php/termine

17. August 2026 von Joachim Schramm

Nein zur Verleihung des Westfälischen Friedenspreises an die NATO!

Die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe e. V. verleiht ihren diesjährigen „Internationalen Preis des Westfälischen Friedens“ an die NATO. Diese Entscheidung wurde von einer elfköpfigen, ausschließlich aus Männern bestehenden Jury getroffen, unter ihnen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzler Friedrich Merz, NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, BW Ministerpräsident Cem Özdemir.

Gegen die Verleihung protestierten bei zwei Veranstaltungen leider nur wenige hundert Menschen. Das schlechte Wetter mag ein Grund gewesen sein. Bei der Veranstaltung der DFG-VK Münster und anderer Gruppen. kamen spannende Redner:innen zu Wort. Jan Schake von „Enschede vor Frede“ erinnerte daran, dass mit dem Westfälischen Frieden auch der über 80 Jahre andauernde Krieg zwischen Spanien und den Niederlanden zu Ende ging. Franz Nadler von „Connection e.V.“ als Preisträger des Alternativen Westfälischen Friedenspreises stellt ihre Arbeit für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure aus vielen Länden dar, u.a. aus der Ukraine und Russland, aus der Türkei und aus Israel. Kathrin Vogler, Landessprecherin der LINKEN betonte, dass bei der richtigen Kritik anm Krieg Russlands gegen die Ukraine die völkerechtswidrigen Krieg der NATO, u.a in Jugoslawien und in Libyen nicht vergessen werden dürften, von den Militäraktionen der USA ganz zu schweigen. Sie erinnerte auch an die Gefahren der Atomrüstung und forderte die NATO auf, den Ersteinstz der Masssenvernichtungswaffen auszuschließen.

Protest im Regen
Das zerbrochene Gewehr asl Symbol der Kritik an der Preisvergabe
Jan Schaake von „Enschede vor Frede“
Pit Budde mit „Was kann schöner sein auf Erden, als Bundeswehr-Soldat zu werden ….“

Der Westfälische Friede steht historisch für die Überwindung von Gewalt durch Verhandlung, für Ausgleich statt Eskalation und für den Vorrang ziviler Lösungen. Er markiert den Beginn einer Ordnung, in der Frieden nicht militärisch erzwungen, sondern politisch gestaltet wird.

Die NATO hingegen ist ein Militärbündnis, dessen Kern in Abschreckung, Aufrüstung und militärischer Durchsetzungsfähigkeit liegt. Sie ist Teil geopolitischer Konfliktdynamiken und war und ist in bewaffnete Auseinandersetzungen involviert. Eine solche Institution mit einem Friedenspreis auszuzeichnen, verschiebt den Maßstab dessen, was als „Frieden“ gelten soll, denn damit droht eine begriffliche und politische Entwertung des Friedensgedankens selbst: Wenn militärische Bündnisse als Träger von „Frieden“ ausgezeichnet werden, wird der Unterschied zwischen ziviler Konfliktlösung und militärischer Machtpolitik verwischt, mit dem Ziel, Krieg und die massive militärische Aufrüstung politisch und moralisch zu rechtfertigen.

Dagegen erheben wir Widerspruch. Gerade in einer Zeit wachsender globaler Spannungen und Konflikte braucht es eine klare Stärkung von Diplomatie, gewaltfreien Lösungsansätzen und Völkerverständigung – nicht deren symbolische Gleichsetzung mit militärischer Logik.

Wir unterstützen die Demonstration von Münsteraner Friedensgruppen

1. Oktober, 15 Uhr, Demonstration vom Münsteraner NATO-Hauptquartier, dem 1. Deutsch – Niederländischen Corps (Schlossplatz)
zur Abschlusskundgebung auf dem Prinzipalmarkt.

Redner:innen: Kathrin Vogler (Landesprecherin der LINKEN NRW), Udo Buchholz – Anti-Atominitiative Gronau, Franz Nadler – Connection e.V. u.a.

Hier der Aufruf und der Ablauf als PDF ….

Alternativer Westfälischer Friedenspreis

Als Gegenprojekt gegen den Westfälischen Friedenspreis, der das Wort Frieden nicht verdient, ist der Alternative Westfälische Friedenspreis entstanden. Der gleichnamige Verein vergibt in diesem Jahr zum ersten Mal den Preis an die Organisation Connection e.V. , die sich seit Jahrzehnten für Kriegsdienstverweigerer in aller Welt einsetzt.
Der Preis wurde verliehen am Freitag, 25.09. 18:00 Uhr, Historisches Rathaus zu Münster

Hier ein Beitrag zur Verleihung aus dem WDR-Fernsehen: https://www1.wdr.de/mediathek/video/nrw-video/alternativer-westfaelischer-friedenspreis-muenster-118.html

Die Laudatio hielt Bernd Drücke, DFG-VK Mitglied und Redakteur der Zeitung „Graswurzelrevolution“: https://www.youtube.com/watch?v=2OKMWLanXiY

Mehr unter https://www.alternativerwestfaelischerfriedenspreis.de/

12. August 2026 von Joachim Schramm

Essener Friedenskonferenz, 19. September

Vom 22. bis zum 25.9.2026 finden in Essen die Messen ‚Eurodefence‘ und ‚Security‘ statt, vernetzt mit der parallel stattfindenden Konferenz der Nato-Luftwaffe, dem Joint Air Competence Center ‘JAPCC‘ In der Grugahalle und in den Messehallen wird Kriegstüchtigkeit konkret. Essen, einst für die Nazis ›Waffenschmiede des Reiches‹ wird laut Messe Essen und lt. der WAZ (11.10,2024) „Marktführer“ zur »zentralen Plattform der Rüstung« Die Region, die 1945 völlig zerstört war, soll wieder zum Rüstungszentrum und damit zum Angriffsziel in einem dritten großen Krieg werden.

Das Essener Friedensforum und andere Gruppen veranstalten am
Samstag den 19.9. ab 10 Uhr eine Tagung im Burggymnasium (Burgplatz).
Themen sind u.a. „Der Irrtum atomarer Abschreckung“, „Nein zur Wehrpflicht!“, „Strategien der Militärs – KI und Krieg“, „Sicherheit durch Kriegstüchtigkeit?, „Soziale Verteidigung – Planspiel“
Referent:innen: KI-Wissenschaftler Prof. Bläsius, Chr. von Lieven (Vorstandsmitglied v. ICAN), Ulrich Sander (VVN-BdA), Tobias Pflüger (IMI), Arnold Schölzel (junge Welt), Ulrike Eifler (IG Metall), und Experten der sozialen Verteidigung (Wehrhaft ohne Waffen), Aktivist:innen der Schülerbewegung gegen die Wehrpflicht u.a

Das ganze Programm gibt es hier …..

3. August 2026 von Joachim Schramm

Hiroshima mahnt – nein zum neuen Atomrüsten!

Anlässlich des 81. Jahrestages der Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki finden am 6. und 9. August 2026 in ganz Deutschland zahlreiche Gedenk-, Mahn- und Aktionsveranstaltungen der Friedensbewegung statt. Vor dem Hintergrund der wachsenden Spannungen zwischen der NATO und Russland gibt es ein neues atomares Wettrüsten. Aktuell wurde die Forderung erhoben, die Zahl der US-Atombomben vom Typ B-61 in Europa zu verdoppeln. Zwischen Deutschland und Frankeich gibt es Absprachen zur atomaren Zuammenarbeit, in Nörvenich zwischen Köln und Aachen fand ein gemeinsames Manöver mit französischen Atombombern statt. Die deutsch-niederländische Firma Urenco erhielt jetzt die Erlaubnis, an ihrem niederländischen Standort Amelo waffenfähiges Uran für Großbritannien anzureichern.

Gegen diese aktuellen Entwicklungen und für die atomare Abrüstung in Ost und West demonstrieren anlässlich der Hiroshima- und Nagasaki-Gedenktage Friedensgruppen an vielen Orten in NRW. Mit dabei vielfach auch die örtlichen DFG-VK Gruppen.

Aachen: 6. August, 16.15 Uhr, Hiroshimaplatz (hinter der Citykirche), Grußwort: N.N. (Stadt Aachen), Redner*innen: Susanne Grabenhorst (IPPNW-Vorstand), Musik: Ayana Akalin (jap. Koto-Spielerin), Singgruppe & voraussichtlich wird das Ergebnis von Kindern/Jugendlichen präsentiert, die sich beim Ferienprogramm der „Falken“ mit dem Friedensthema beschäftigt haben, VA: Aachener Bündnisses gegen Atomwaffen

Bochum: 6. August, 16-18 Uhr Husemannplatz, Mahnwache „81 Jahre Hiroshima – Und wir heute?“, VA: Bochumer Friedensplenum

Bonn: 6. August, Kundgebung „Gedenken und Mahnung zum 81. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki“; 18 Uhr, Auftakt mit Grußwort am Hiroshima-Mahnmal am Beueler Rheinufer, Grußwort der Stadt Bonn: Nicole Unterseh (Bürgermeisterin Bonn), anschl. Demonstration durch (Bonn-)Beuel, ca. 18:45 Uhr zurück am Hiroshima-Mahnmal: Gedenken und Kundgebung, Vortrag von Berichten von Hibakusha 1. Verlesen der in diesem Jahr übersetzten Zeitzeugenaussage im Rahmen des Hiroshima-Nagasaki-Projekt der Universität Bonn,

Dortmund: 8. August, Kundgebung zum 81. Jahrestag der Atombomben-Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945, Treffpunkt: 16 Uhr, Platz von Hiroshima, mit Redebeiträgen und Musik, anschl. Mahngang zum Gingko-Baum, VA: IPPNW-Regionalgruppe Dortmund und Deutsch-Japanische Gesellschaft Dortmund

Düren: 6. August, Gedenkveranstaltung mit Reden und Musik, 16 Uhr, Hiroshima-Mahnmal vor dem Haus der Stadt Düren, VA: Friedensgruppe Düren

Essen: 6. August, Mahnwache, 16-17:30 Uhr, Marktkirche, Begrüßung: Bernhard Trautvetter (Essener Friedensforum), Redner: Dr. Uli Krüger (IPPNW), Bernhard Trautvetter (Essener Friedensforum [Redetext siehe hier]) Musik: Friedenslieder mit Christian Bolte und Infotische, VA: Essener Friedensforum

Hagen: 7. August, Gedenken, Texte, Musik und Falten von Kranichen, 16 Uhr, am Friedenszeichen (Fußgängerzone), VA: Hagener Friedenszeichen

Kamen: 6. August, Kundgebung und Aktion „81 Jahre Hiroshima und Nagasaki: Gedenken.Mahnen.Abrüsten“, 16-18 Uhr, Willy-Brandt-Platz, Redner*innen: Bärbel Förster (Friedensforum Kreis Unna), Denis Aschhoff (stellv. BGM – Stadt Kamen), Yoko Schlütermann (Dt.-Japanische Gesellschaft Dortmund), Peter Förster (Kölner Friedensforum), Andreas Kramer (ver.di), Musik: Sen Fyaku (Japanische Trommelgruppe), [Flyer siehe hier], VA: Friedensforum Kreis Unna, Stadt Kamen (Mayors for Peace)

Köln: 7. August, Treffpunkt: 18 Uhr, Biergarten am Aachener Weiher, anschl. Gemeinsamer Friedens-Spaziergang auf dem Hügel zum Mahnmal „Atomwaffen abschaffen“ mit Redebeiträgen und Musik, VA: AK Hiroshima-Nagasaki Köln im Kölner Friedensforum

Krefeld: 6. August, 17-18.30 Uhr, Neumarkt, Kundgebung „Für eine Welt ohne Atomwaffen – für Frieden und Abrüstung“ mit Redner*innen: Ingrid Vogel (Krefelder Friedensbündnis), Ulrich Juncker (DFG-VK Krefeld), N.N. (Schulstreik gegen Wehrpflicht), Musik: Krefelder Friedenschor, anschl. Die-In, , VA: Krefelder Friedensbündnis

Lüdenscheid: 6. August,Mahnwache, 17-18 Uhr, Sternplatz, VA: Friedensgruppe Lüdenscheid

Münster: 7. August, Mahnwache „Mahnwache für den Frieden“ 15-17 Uhr, vor dem Historischen Rathaus, Prinzipalmarkt, Hiroshima- und Nagasaki-Gedenken – mit Kraniche falten, , VA: Friedenskooperative Münster

Nettetal: 9. August,mahnenden Gedenken (Blumen zum Auslegen auf dem Platz in Form eines „Peace“-Zeichens sind sehr willkommen), 11-12.30 Uhr, Lambertimarkt, VA: Pax Christi, Internationaler Versöhnungsbund, Ärztinnen und Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) im Kreis Viersen

Nottuln: 6. August, Gedenkveranstaltung, 21.30 Uhr, Stiftsplatz am Brunnen, Reden Bürgermeister Dr. Thönnes (Stadt Nottuln, Mayor for Peace), Ulla Hülsbusch (Friedensinitiative Nottuln), Musik, Kulturelle Beiträge. , VA: FI Nottuln, Dietmar Thönnes (BM Nottuln, m4p)

Oberhausen: 6. August, Hiroshima- & Nagasaki-Gedenktag 2026, 21 Uhr, Friedensplatz, mit Redenbeiträgen (u.a. Stimmen aus der Friedensbewegung; Hibakusha-Enkelin) und Musik (japanischer Chor),  VA: Friedensinitiative Oberhausen, Friedensdorf International Oberhausen

Schwerte: 8. August, Schweigekreis (in Gedenken des Atombombenabwurfes auf Nagasaki), 11.15-11.45 Uhr, (zum Mittagsläuten), Cava-de-Tirreni-Platz, VA: FI Schwerte

Soest: 8. August, Mahnwache zum 81. Jahrestag der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki, 11-13 Uhr, Marktplatz, VA: Friedensgruppe Soest

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