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Landesverband NRW der DFG-VK

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Rüstung

16. August 2023 von Joachim Schramm

Einschüchtern zwecklos – Unermüdlich gegen Krieg und Gewalt

Lesung & Diskussion mit Jürgen Grässlin

Wie kann man erreichen, dass sich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zum Besseren ändern? Was tut man, wenn man ein wichtiges Anliegen hat? Man wird aktiv – mit unbeirrbarer Entschlossenheit, allen Widerständen zum Trotz.

Darüber berichtet der Rüstungsgegner Jürgen Grässlin in seinem neuen Buch, aus dem er am Mittwoch, 30. August 2023, um 19.00 in Dormtund in der Pauluskirche, Schützenstraße lesen wird.
Eine Veranstaltung des Dortmunder Friedensforums, unterstützt durch die Regionalgruppe attac , die Regionalgruppe der IPPNW und die Pauluskirche, in Kooperation mit dem Alois-Stoff-Bildungswerk der DFG-VK

Jürgen Grässlin, der unlängst als der „bekannteste Pazifist und Rüstungsgegner des Landes“ bezeichnet wurde, ist Aktivist, Friedenskämpfer, Optimist – vor allem aber ein hartnäckiger Stachel im Fleisch der Rüstungsindustrie. Seit Jahrzehnten setzt er sich erfolgreich gegen den weltweiten Waffenhandel ein. Er begibt sich auf die Spur deutscher Rüstungsexporte in Krisen- und Kriegsgebieten, spricht mit Opfern, Tätern und politisch Verantwortlichen. Seine Mittel sind entlarvende Recherchen, gezielte Kampagnen, Demonstrationen und Gerichtsprozesse.

Jürgen Grässlin ist Sprecher der Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Mitbegründer der Kritischen Aktionär*innen Heckler & Koch (KA H&K) und Vorsitzender des RüstungsInformationsBüros (RIB e.V.) mit dem GLOBAL NET – STOP THE ARMS TRADE (GN-STAT).

29. Juni 2023 von Joachim Schramm

Zukunftscamp für atomare Abrüstung und Klima-Aktion

Auch die DFG-VK NRW unterstützt das von IPPNW und ICAN Deutschland organisierte Camp vom 4.-9. Juli in Düren, zwischen dem Hambacher Forst und der Airbase Nörvenich bei Köln! Hier treffen Klimaschutz und Klimagerechtigkeit auf Anti-Militarisierung: Am Fliegerhorst Nörvenich übt die Bundeswehr den Einsatz von Atombomben – nur ein paar Kilometer entfernt vom HambacherForst, der zu einem Symbol für erfolgreichen Widerstand gegen Umweltzerstörung und Klimaverbrechen geworden ist.
Wir sagen: Nein zu neuen Atombomben. Nein zu allen fossilen Projekten! Wir fordern den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland und den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag.
Wir fordern von der russischen Regierung, auf jegliche Atomwaffendrohungen zu verzichten, den Angriff auf die Ukraine unverzüglich zu beenden und ebenfalls dem Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten.

Es gibt Workshops und Panels, Statements von Atomwaffenüberlebenden und internationalen Gästen, kreativer Protest und vielfältige, gewaltfreie Aktionen.

Die DFG-VK NRW ist am 5.7. mit einem Workshop beteiligt, bei dem es um die vielfältige Militarisierung der Region zwischen Maas und Rhein geht.

Mehr zum Camp und zur Anmeldung: https://buechel.nuclearban.de

Bericht zum Camp auf WDR:
https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/zukunftscamp-dueren-startet-100.html

    9. Mai 2023 von Joachim Schramm

    Rheinmetall entrüsten! Stoppt das Geschäft mit dem Krieg! Rüstungsexporte stoppen!

    DEMONSTRATION vor der Rheinmetall-Zentrale
    zur Hauptversammlung der Aktionär*innen
    am 9.5.2023 um 5 vor 12

    An der Aktion „Rheinmetall entrüsten“ in Düsseldorf anlässlich der Hauptversammlung der Aktionär*innen am 9. Mai nahmen rund 70 Personen teil. Auf einem zentralen Großtransparent der Demonstration war zu lesen: „Rheinmetall – Händler des Todes“. Unser Landesverband war mit mehreren Leuten vertreten, Felix Oekentorp moderierte die Veranstaltung, mit der Rede von Peter Bürger und dem Grußwort von Özlem Demirel kamen zwei DFG-VK Mitglieder zu Wort, .

    Die Redner*innen der Kundgebung, u.a. Monika Schnicke von ethecon und der Theologe Peter Bürger, betonten die Forderungen der Aktion an Rheinmetall und an die Bundesregierung. Rheinmetall solle auf zivile Produkte umstellen und vor allem die Waffenexporte in Krisen- und Kriegsgebiete einstellen. Die Bundesregierung müsse ein striktes Rüstungsexportkontrollgesetz verabschieden, das Schlupflöcher über Tochterfirmen im Ausland schließe. In einem Grußwort wies die EU-Parlamentsabgeordnete Özlem Demirel darauf hin, dass Rheinmetall mitschuldig ist am Tod von etwa 400.000 Menschen im Jemen-Krieg, da Rheinmetall Bomben an am Krieg beteiligte Staaten exportiert hatte. In der Lokalzeit Düsseldorf kam ein kurzer Beitrag.

    Hier ein kurzes Video von der Aktion:

    Die Geschäfte der Waffenschmiede Rheinmetall laufen bestens. Die Aktionäre sollen statt 3,30 pro Aktie in 2022 dieses Jahr eine Rendite je 4,30 Euro erhalten. Der Wert der Aktie hat sich seit der „Zeitenwende“-Rede von Olaf Scholz fast verdreifacht! Massive Zunahmen bei der Rüstungs- und Munitionsproduktion machen dies möglich. Rheinmetall rechnet mit dem Erhalt von 38 Milliarden Euro aus der 100-Milliarden-Sonderverschuldung des Bundes in den nächsten Jahren. Nach dem Kampfpanzer „Leopard“ soll jetzt der „Panther“ vom Band laufen. Panzer für mehr Krieg und mehr Tote.
    In der Ukraine will Rheinmetall eine neue Panzerfabrik für das neueste Modell „Panther“ aufbauen. Auch in Ungarn soll demnächst eine Fabrik für den Panzertyp „Lynx“ die Produktion aufnehmen.
    Jüngst wurde außerdem bekannt, dass sich Rheinmetall an der Herstellung von Teilen für die USamerikanischen F 35-Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeuge beteiligen will, von denen die Bundesregierung bereits 35 Exemplare bestellt hat. Die F-35 sind die neuen Trägersysteme für die modernisierten US-amerikanischen Atombomben-B61-12, die am Atomwaffenstandort Büchel stationiert werden. Rheinmetall soll laut Medienberichten mit den US-Unternehmen Lockheed Martin und Northrop Grumman eine Kooperation vereinbart haben und die Rumpfteile der F-35 herstellen. Als Produktionsstandort dafür sei Bremen im Gespräch.
    Zudem sieht sich Rheinmetall erneut mit einer Strafanzeige der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ konfrontiert – wegen möglicher Beihilfe zu Kriegsverbrechen im Jemen. Der dringliche Verdacht: Rheinmetall Defence soll Kriegsschiffe der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) mit Marinegeschützen nachgerüstet haben, die bei der Seeblockade des Jemen eingesetzt wurden. Dabei sollen auch zivile Versorgungsschiffe aufgehalten worden sein. Die dadurch mitverursachte humanitäre Krise gilt als eine der größten der Gegenwart. Es besteht der Verdacht, dass die Kriegsparteien Hunger bewusst als Kriegswaffe eingesetzt haben. Der Generalbundesanwalt hat mittlerweile ein Vorermittlungsverfahren eingeleitet.

    Zu der Demonstration rufen auf: DFG-VK, Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel, Netzwerk Friedenskooperative, pax christi – Deutsche Sektion e.V, VVN-BdA Landesvereinigung NRW e.V. uvm.

    Hier der Flyer

    18. Juni 2022 von Joachim Schramm

    Demonstration gegen Aufrüstungsprogramm, 2. Juli Berlin

    Bundestag und Bundesrat haben die Aufnahme eines 100-Milliarden-Aufrüstungsprogramms ins Grundgesetz beschlossen. Das wollen wir nicht hinnehmen und fordern eine zivile, soziale, umweltgerechte und demokratischen Zeitenwende. Denn die Aufrüstung löst kein Problem, sie verschärft die soziale Ungleichheit, den Klimawandel und internationale Spannungen. Die Militarisierung der Gesellschaft und des Denkens führt zu nichts als zu kultureller Verrohung und tötet. Diese 100 Milliarden werden statt für Rüstungsprofite dringend in allen sozialen Bereichen benötigt.
    Bundesweit greifen nun Organisationen und Aktive aus den sozialen Bewegungen, aus Gewerkschaften, Kirchen und auch von SozialdemokratInnen und Mitgliedern der Grünen für Abrüstung statt Aufrüstung und für soziale Verbesserung ein, am 2. Juli wird dafür eine Friedensdemonstration in Berlin stattfinden. Auch die DFG-VK NRW ruft dazu auf.

    Mehr unter https://zivilezeitenwende.de/
    Das Kölner Friedensforum hat begonnen, eine gemeinsame Zugfahrt aus unterschiedlichen Orten aus NRW nach Berlin auf die Beine zu stellen. Dafür haben sie bereits ein günstiges Fahrkartenkontingent gebucht. Wer mitfahren möchte, meldet sich bitte unter friedensbus@yahoo.com.
    Da sie davon ausgehen, dass viele die Gelegenheit nützen, über das Wochenende in Berlin zu bleiben, wird die Buchung einer Rückfahrt den TeilnehmerInnen überlassen.

    4. Juni 2022 von Joachim Schramm

    Nein zu 100 Milliarden für die Bundeswehr!

    Der Bundestag hat mit 2/3 Mehrheit der Aufnahme des 100 Mrd. -„Sondervrmögens“ ins gruundgesetzt zugestimmt und damit der weiteren Aufrüstung der Bundeswehr. Mit diesem geld werden vorrangig Rüstungsprojkte finanziert, die schon lange geplant und mit dem Ukriane-krieg nichts zu tun haben. Die Rüstungslobby hat die Chance genutzt, die sich aus der verunsicherung angeischts des russischen Angriffs auf die Ukraine ergeben hat und bekommt nun auf einen Schlag einen Großteil der Finanzierung solcher Projekte wie das Kampfflugzeugprojekt FCAS oder das neue Kampfpanzerprojekt ??, das sonst mühsam häppchenweise durch den Bundestag hätte gebracht werden müssen.

    „Der Etat der Bundeswehr ist bereits innerhalb der letzten zehn Jahre von 31,9 Milliarden Euro 2012 auf 50,3 Milliarden Euro im Jahr 2022 gewachsen – ein Plus von 58%. Die nun beschlossene weitere massive Aufrüstung ist politisch einfach falsch und wird nicht zu mehr Sicherheit führen. Ganz im Gegenteil: Jeder Euro, Dollar oder Rubel, der ins Militär fließt, fehlt im Kampf gegen die eigentlichen Menschheitsprobleme wie die Corona-Pandemie, die Klimakatastrophe oder Armut.“

    Michael Schulze von Glaßer, politischer Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK),in seiner Rede bei der Protestaktion am 3.6.22 vor dem Reichtstagsgebäude:

    Auch in NRW gab es Protestaktionen unter Beteiligung der DFG-VK, so z.B. am 1.6. in Köln und am 4.6. in Münster

    Hier die Gemeinsame Pressemitteilung IPPNW, ICAN Deutschland und der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) vom 3. Juni 2022

    11. Mai 2022 von Joachim Schramm

    Stoppt das Geschäft mit dem Krieg! Rüstungsexporte stoppen!

    Rund 50 Friedensaktivist:innen protestierten am 10. Mai in Düsseldorf vor der Rheinmetall-Konzernzentrale gegen Waffenproduktion und Rüstungsexporte. In einer Straßentheaterszene mit Masken vom Vorstandsvorsitzenden Papperger und verschiedenen Staatsmännern wurde angeprangert, dass Rheinmetall Waffen in zahlreiche Kriegsgebiete liefert. Auch ein Geschäft mit Russland und die geplanten Verkäufe gebrauchter Panzer an die Ukraine wurden thematisiert: Schon immer haben Rüstungsunternehmen Kriegsparteien auf beiden Seiten beliefert.

    Joachim Schramm, Landesgeschäftsführer der DFG-VK NRW sprach sich in seiner Rede deutlich gegen Waffenlieferungen an die Ukraine aus: „Waffenlieferungen, also die Verlängerung von Kriegen, schützen keine Zivilisten sondern erhöhen die Zahl derjenigen, die getötet werden.“ Hier die ganze Rede als PDF.

    Die Medien waren sehr interessiert, u.a. gab es einen Beitrag bei Tagesschau regional und im WDR-Fernsehen: https://www.tagesschau.de/regional/nordrheinwestfalen/wdr-externalvideo-22235.html

    Auch verschiedene Zeitungen berichteten, u.a. im Wirtschaftsteil:

    „Panzerbauer am Pranger“, Neues Deutschland, 10.05.22

    Auftragsflut für Rheinmetall – Kritik an Kriegsgewinnlern, WAZ 10.05.22

    Fotos: Ohne Rüstung leben

    ————————————————-

    Bei Rheinmetall und seinen Aktionären knallten die Sektkorken: 24.2.2022: es ist wieder Krieg; 27.2.2022: Scholz kündigt ein Sonderpaket von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr an. 142,9 Millionen Euro Blutgeld soll 2022 insgesamt an die Aktionär*innen von Rheinmetall ausgeschüttet werden. Am 10. Mai findet in Düsseldorf die Aktionärs-Hauptversammlung von Rheinmetall statt, wieder virtuell. Daher ist der Vorstand in der Konzernzentrale anwesend und nicht in Berlin, wie in Vor-Coronazeiten. Wir wollen das zusammen mit verschiedenen Bündnispartner zum Anlass nehmen, phantasievoll vor Rheinmetall zu protestieren, dem Konzern der zu den großen Gewinnern des Ukrainekrieges zählt. Die Nachrichtenagentur dpa meldete dazu am 3.3.22: „Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges und der geplanten Milliardeninvestitionen in die Bundeswehr wollen Deutschlands Rüstungskonzerne ihre Produktion erheblich ausweiten.

    Kommt zur Demonstration gegen Rheinmetalls Kriegsgeschäfte am 10. Mai 2022 – Rheinmetall-Zentrale, Rheinmetall-Platz 1, Düsseldorf
    Wegbeschreibung zum Demonstrationsort:
    https://dusseldorf.aufstadtplan.de/rheinmetall-platz

    ÖPNV: vom HBF Stadtbahnlinie 707 Richtung D’dorf-Unterrath bis Haltestelle Johannstraße

    Hier der Flyer zur Protestaktion.

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