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Landesverband NRW der DFG-VK

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13. Mai 2024

AUF DIE STRASSE GEGEN DEN AfD-BUNDESPARTEITAG

Die DFG-VK NRW unterstützt den Aufruf zur Demonstration gegen den AfD-Bundesparteitag am 29. Juni in Essen:

„Vom 28. bis 30. Juni 2024 will die AfD in der Grugahalle Essen – im Herzen des Ruhrgebiets – ihren Bundesparteitag abhalten. Kommt nach Essen, um mit uns gemeinsam an allen drei Tagen mit unterschiedlichsten Aktionen gegen den Parteitag der AfD zu protestieren!

Rassismus, Antisemitismus, Islam- und Queer-Feindlichkeit sowie andere Arten der Diskriminierung sind international auf dem Vormarsch. In Deutschland verschiebt die AfD die Grenzen des Sagbaren und politisch Machbaren immer weiter nach rechts. Sie verbreitet in den Parlamenten ihre Hetze und ermutigt rechte Straßenbewegungen und Gewalttäter:innen.

Jahrelang wurde die AfD verharmlost und konnte sich dadurch im öffentlichen Raum etablieren. Doch die AfD ist nicht „normal“. Sie ist eine im Kern faschistische Partei – Als parlamentarischer Arm des rechten und rassistischen Terrors ist sie eine Brücke zwischen Neonazis, rechtskonservativen und rechtslibertären Kräften. Die AfD ist antidemokratisch und eine ernsthafte Gefahr für die gesamte Gesellschaft, insbesondere für alle, die nicht in ihr menschenverachtendes Weltbild passen.

Der Faschist Björn Höcke dirigiert bereits die Partei. Er und sein formal aufgelöster, offen faschistischer „Flügel“ dominieren das Programm der AfD. Bei den Personalabstimmungen auf ihrem Parteitag in Essen planen Höcke & Co. nun den nächsten Schritt zur innerparteilichen Machtübernahme. Zum ersten Mal in der deutschen Nachkriegsgeschichte besteht mit der AfD die Gefahr der dauerhaften Etablierung einer faschistischen Massenpartei.

Mit ihrem Parteitag in Essen will die AfD für die drei Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg im September dieses Jahres Anlauf nehmen. Bei allen Wahlen rechnet sich die Partei mit ihren jeweils rechtsextremen Kandidat*innen gute Chancen auf Zugewinne aus. Ein starker Protest gegen den Bundesparteitag in Essen ist deshalb auch ein wichtiger Beitrag der Solidarität mit allen, die sich in diesen drei Bundesländern der AfD entgegenstellen.

Kommt nach Essen, um mit uns gemeinsam an allen drei Tagen mit unterschiedlichsten Aktionen gegen den Parteitag der AfD zu protestieren!

Dass die AfD ihren Bundesparteitag ausgerechnet im Ruhrgebiet plant, ist eine Kampfansage an eine Region, die seit über 200 Jahren von Migration geprägt ist. Das lassen wir nicht unwidersprochen: Es ist an der Zeit, die breite, antirassistische Mehrheit zu mobilisieren, denn der Kampf gegen die AfD geht uns alle an. Gemeinsam stellen wir uns Hass und Hetze und der AfD entgegen.

  • Wir lassen nicht zu, dass Menschenverachtung und Rassismus gesellschaftsfähig gemacht werden. Unsere Alternative ist Solidarität!
  • Wir werden weiterhin Menschen, die vor Verfolgung, Krieg, Hunger und Not flüchten, mit offenen Armen empfangen, denn Asyl ist Menschenrecht.
  • Wir setzen uns für eine inklusive Gesellschaft ein, in der alle, unabhängig von Glauben, Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft und sozialem Status gleichberechtigt, frei und ohne Angst leben können.
  • Wir machen uns stark für gleiche politische und soziale Rechte für alle Menschen.
  • Wir stehen ein für die Freiheit von Wissenschaft, Kultur und Medien.
  • Wir erinnern an die Verbrechen des NS-Regimes und werden das Gedenken an dessen Opfer aufrechterhalten.
  • Wir laden alle Menschen im Ruhrgebiet und aus dem ganzen Bundesgebiet ein, mit uns zusammen ein klares Zeichen gegen die AfD zu setzen:

Schließt euch den Protesten an und geht am letzten Juni-Wochenende mit uns auf die Straße! – Gegen die AfD und für ein gutes Leben für alle Menschen!“

AUFRUF online unterzeichnen auf: https://gemeinsam-laut.de/

29. April 2024

Stoppt das Töten in der Ukraine und in Nahost – Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit!

Am 27/28. April 24 trafen sich in Duisburg die Delegierten der DFG-VK Ortsgruppen aus NRW, um über aktuelle Friedensthemen zu diskutieren, einen neuen Landesvorstand zu wählen und die Eckpunkte der Friedensarbeit für die kommenden 1 1/2 Jahre festzulegen. Im Zentrum stand in diesem Jahr die Beschäftigung mit den Kriegen in der Ukraine und in Nahost sowie der damit einhergehenden verstärkten Ausrichtung deutscher Politik auf Aufrüstung und Kriegsvorbereitung. Dagegen stellt die Friedensbewegung gewaltfreie Alternativen der Konfliktbearbetung: „Soziale Verteidigung und/oder Friedenslogik – Wege zur zivilen Friedensordnung“ lautete daher der Titel der Diskussion am Samstag Abend, bei der Ursula Garczarek vom Essener Friedenskreis Billebeckhöhe und DFG-VK Landesgeschäftsführer Joachim Schramm die Konzepte beleuchteten. Um Versuche der Einflussnahme von rechtsaußen auf die Friedensbewegung ging es am Samstag Nachmittag. Dazu war der Berliner Publizist Gerhard Hanloser per Video zugeschaltet. Hier Beiträge aus unserem Mitgliederrundbrief zu den beiden Themen.

Die Delegierten verabschiedeten eine Abschlusserklärung, die Waffenstillstände im Ukraine-Kriege und im Krieg im Nahost fordert. Verurteilt wird die Pistorius-Forderung nach Kriegstüchtigkeit Deutschlands und die damit verbundene neue Hochrüstung und die innere Militarisierung.

Für die friedenspolitische Arbeit der DFG-VK in NRW in den kommenden 1 1/2 Jahren wurde ein Arbeitsrahmen verabschiedet. Er umfaßt die fünf inhaltlichen Schwerpunkte Atomwaffen, Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit, Entmilitarisiertes Rheinland, Schule ohne Bundeswehr/Friedensbildung sowie Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg.
Mit weiteren Anträgen wurde die Bildung einer AG „Schule ohne Bundeswehr“ sowie eine Erklärung zur Freilassung des Journalisten Julian Assange beschlossen.

Bei den Wahlen zum Landesarbeitsausschuss (Landesvorstand) wurde der bisherige Landesprecher Felix Oekentorp aus Bochum wiedergewählt. Als weitere Mitglieder gewählt wurden Thomas Kniwel (Oberhausen), Michael Sünner (Köln), Irene Lang (Düsseldorf) und Teja Heidenreich (Soest).

DFG-VK NRW Landeskonferenz 2024
Diskussion: Anstehen vor dem Saalmikro
Ursula Garczarek + Joachim Schramm zu gewaltfreien Alternativen
Fotos von Stefanie Intveen, DFG-VK Köln

12. April 2024

Für die Freilassung von Julian Assange, für Pressefreiheit

Seit mehr als einem Jahrzehnt bemüht sich Assange, nicht in die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm ein unfairer Prozess, die Verurteilung zu einer praktisch lebenslangen Strafe und zeitlich unbegrenzte Isolationshaft drohen. Nach ärztlicher Untersuchung weist Assange alle Anzeichen von psychischer Folter auf und leidet besonders unter der Einzelhaft im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh.

Der britische High Court entschied im Dezember 2023, zu dem von Julian Assange angestrengten Rechtsmittelverfahren eine zweitägige Anhörung am 20. und 21. Februar 2024 durchzuführen. Darin sollte entschieden werden, ob ihm noch Rechtsmittel offenstehen oder ob er sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wenden muss.

Nach Ansicht von Amnesty International würden Julian Assange in den USA schwere Menschenrechtsverletzungen drohen, u. a. Haftbedingungen, die Folter oder anderer Misshandlung gleichkommen könnten.

Julian Assanges Veröffentlichung enthüllter Dokumente auf WikiLeaks darf nicht bestraft werden, da dies ein übliches Vorgehen des investigativen Journalismus ist. Eine Anklage gegen Julian Assange könnte andere Journalistinnen und Publizistinnen davon abhalten, ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrzunehmen.

Die Anhörung vor dem Gericht in London im Februar endete ohne Entscheidung – die Richter wollen zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, ob dem WikiLeaks-Gründer ein volles Berufungsverfahren zusteht. Eine Entscheidung soll es nach Angaben der Nachrichtenagentur AP frühestens im März geben. Am 10. April äußert sich US-Präsident Joe Biden, die Bemühungen der USA um eine Bestrafung Assanges eventuell einzustellen. Es kommt also etwas Bewegung in die Angelegenheit.

Wir fordern die Bundesregierung auf, um der Pressefreiheit willen und zur Rettung des zu Unrecht wegen der Veröffentlichung ihm zugespielter Informationen verfolgten Journalisten Assange in klaren Worten bei US-Präsident Biden und bei der britischen Regierung gegen die drohende Auslieferung zu protestieren und die Beendigung des Strafverfahrens gegen Assange zu fordern.

Hier kann man ein Postkarte an Bundeskanzler Scholz download, um diesen aufzufordern, sich für Assang einzusetzen.

Mehr zur Debatte um die Freilassung von Julian Assange bei Amnesty International und bei der Ärzteorganisation IPPNW.

Die Landeskonferenz der DFG-VK NRW bekräftigte am 28.4.24 unsere Solidarität mit Juian Assange:

4. März 2024

Gewalteskalation in Nahost stoppen!

März 2024: Ceasefire Now: Wir erleben im Gazastreifen und in Israel Tod und Zerstörung in unvorstellbarem Ausmaß. Tausende von Menschen wurden getötet, verletzt, vertrieben, und fast zweihundert werden weiterhin als Geiseln gehalten, darunter auch Kinder und ältere Menschen.
Im Gazastreifen gehen nach Angaben der UNO aufgrund der Belagerung Wasser, Lebensmittel, Treibstoff, medizinische Versorgung und sogar Leichensäcke zur Neige. Die UNO warnte, dass die Menschen – insbesondere kleine Kinder – bald an schwerer Dehydrierung sterben werden.
Hunderte internationaler Organisationen haben daher die Petition „Ceasefire Now! – Für einen sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen und in Israel“ gestartet, aus Deutschland u.a. die IPPNW, medico international oder die KURVE Wustrow Schon über 1.300.000 Menschen haben die Petition auf change.org unterzeichnet. Hier kann man mitmachen:

Februar 2024: Angesichts des anhaltenden Krieges in Nahost hat die Kooperation für den Frieden, der Zusammenschluss von 50 Initiativen und Organisationen aus der Friedensbewegung, folgende Stellungnahme verfaßt:
Entschiedener deutscher diplomatischer Einsatz für das sofortige Ende aller Kampfhandlungen in und um Gaza; Freilassung der Geiseln und palästinensischer Gefangener ohne Gerichtsverhandlungen; Keine deutschen Waffenlieferungen an Israel. Hier der ganze Text …

Demo „Pro-Peace“ am 19.11. in Köln: „Wir möchten mit Menschen zusammenkommen, die bereit sind, an einer Demonstration für Frieden und Solidarität mit ALLEN Menschen teilzunehmen, die von dem anhaltenden Krieg betroffen sind. Deshalb ist es für uns wichtig, nicht nur einseitige Unterstützung zu zeigen. Wir stehen zu den Menschen, nicht zu den Flaggen, nicht zu den Nationen und nicht zum Krieg. Wir glauben an die Macht des Dialogs und nicht an die der Gewalt. Es ist an der Zeit zu reden und zu verstehen, dass das, was uns verbindet, viel stärker ist als das, was uns trennt: unsere gemeinsame Menschlichkeit, unser Leid, unsere Liebe, unsere Ängste, unsere Tränen und unser Lachen.“ Unter dem Motto „Pro-Peace“ kamen am 19.11 über 2000 Menschen in Köln zusammen, um für den Frieden im Nahostkonflikt zu demonstrieren. Auch die Teilnehmer:innen des Nachtreffens der DFG-VK Friedensfahrradtour, die sich an dem Wochenende in Köln trafen, nahmen an der Demo teil. Hier Berichte im WDR und im Kölner Stadtanzeiger:

https://www1.wdr.de/nachrichten/friedensdemo-juden-palaestinenser-koeln-100.html

https://www.ksta.de/koeln/koelner-innenstadt/koeln-hunderte-bei-demo-fuer-frieden-dabei-686523

Die DFG-VK NRW zur Gewalteskaltion in Nahost:

Die DFG-VK NRW verurteilt aufs Schärfste die Gewalteskalation in Nahost durch den Angriff der Hamas und den Gegenangriff durch das israelische Militär. Bereits über 1000 Tote binnen weniger Stunden auf beiden Seiten und eine seitdem ständig steigende Opferzahl sind das bisherige Resultat dieser kriegerischen Auseinandersetzung.

(Wir verweisen auf diesen Appell aus der Friedensbewegung, den man online unterzeichnen kann: „Für ein Ende der Gewalt in Israel und Palästina!“)

(aktuelle Beiträge am Ende)

Für diesen Angriff der Hamas es gibt keine Entschuldigung, auch nicht die ständigen Einschränkungen der Rechte der Palästinenser durch Landraub und Vertreibung und obwohl die Menschen in Gaza unter schwersten Bedingungen leben. Bomben und Raketen auf Städte, ein Angriff auf ein friedliches Musikfest, bei dem Feiernde getötet oder verschleppt wurden, sind ein Verbrechen.

In der israelischen Zivilgesellschaft gibt es auch Militärdienstverweigernde, die aus Protest gegen die Unterdrückung der palästinensischen Menschen ihren Reservistenstatus aufkündigten. Massenproteste gegen die Netanjahu-Regierung hatte es in den letzten Monaten gegeben, nicht nur wegen deren Plänen, die Rechtsstaatlichkeit stückchenweise abzubauen. Für diese Demokratiebewegung in Israel bedeutet der Angriff und der nun ausgerufene Kriegszustand die deutliche Einschränkung ihrer Handlungsmöglichkeiten.

Die DFG-VK NRW verlangt die sofortige und bedingungslose Freilassung aller Geiseln, seien es Frauen, Kinder, ausländische Touristen oder zivile Israelische Bürger:innen. Geiselnahmen von Zivilist:innen sind Kriegsverbrechen.

Die Gewaltspirale muss sofort gestoppt werden. Die Drohung des Ministerpräsidenten Netanjahu, alle Orte in Schutt und Asche zu legen, von denen er annimmt, dass dort die Hamas sich versteckt, ist ebenso unerträglich wie die Eskalationsdrohungen der Hisbollah aus dem Libanon. Keine:r der Toten wird durch Vergeltung wieder lebendig.

Es hat sich gezeigt, dass Einflussnahme aus der Weltgemeinschaft auch im Nahostkonflikt deeskalierend wirken kann. So beteiligt sich die einst kriegerische Fatah seit Jahren nicht mehr militärisch an dem Konflikt. Unparteiische Vermittlung mit dem Ziel eines dauerhaften Waffenstillstands ist jetzt dringend geboten. Von der Bundesregierung fordern wir die Umsetzung des im Koalitionsvertrag angekündigten Engagements für eine Zwei-Staatenlösung im Nahost-Konflikt.

Hier die Erklärung als pdf

Auch der Landesverband Ost der DFG-VK und der Bundesverband der DFG-VK verurteilen die Gewalteskalation auf ihren Seiten.

Infos zu israelischen Verweigerern

Entschieden weisen wir die inzwischen erhobenen Forderungen nach militärischer Unterstützung Israels durch Deutschland zurück. Die Gewalt in Nahost muss beendet, nicht noch durch deutsche Waffen oder gar Soldaten befeuert werden. Ein israelischer Einmarsch in Gaza oder die Ausweitung des Konflikts auf den Libanon würde zahlreiche weitere Opfer, vor allem unter der Zivilbevölkerung zur Folge haben. Die Bundesregierung sollte hier mäßigend eingreifen und diplomatische Initiativen starten.

Auch in Israel selbst gibt es Stimmen, die sich gerade angesicht der schecklichen Erigeniss für eine grundsätzliche, gerechte Lösung des Nahost-Konflikts aussprechen. Hier der Journalist Haggai Matar auf der Seite des ForumZFD
Connection e.V. unterstützt Kriegsdienstverweigerer in Israel und dokumentiert hier einige Stellungnahmen

Die Ärzteorganisation IPPNW appellieren an alle Akteure im israelisch-palästinensischen Konflikt, sich an die Prinzipien des internationalen Völkerrechts und der Menschenrechte zu halten.

Medico international, die seit Jahren mehrere Projekte zur Verständigung von Israelis und Palästinenser:innen durchgeführt hat, wendet sich „wider die Entmenschlichung“

„Selbst Krieg hat Regeln“, sagte UN-Generalsekretär Guterres am 24.10. vor der UNO-Vollversammlung und führte weiter aus: „Der Schutz der Zivilbevölkerung steht in jedem bewaffneten Konflikt an erster Stelle. Der Schutz von Zivilisten kann niemals bedeuten, sie als menschliche Schutzschilde zu verwenden. Der Schutz der Zivilbevölkerung bedeutet nicht, mehr als 1 Million Menschen in den Süden zu evakuieren, wo es keinen Schutz, keine Nahrung, kein Wasser, keine Medikamente und keinen Treibstoff gibt, und dann den Süden selbst weiter zu bombardieren.“ Guterres forderte einen sofortigen humanitären Waffenstillstand. Hier die ganze Rede ….

Ende Oktober wandten sich 100 jüdischen Künstler, Schriftsteller und Wissenschaftler, die in Deutschland leben, mit einem offenen Brief an die Öffentlichkeit. Sie verurteilen in diesem Schreiben das beunruhigende Vorgehen gegen die demokratische Öffentlichkeit nach den schrecklichen Gewalttaten in Israel und Palästina. Hier der Brief in taz abgedruckt.

Noch einmal hat medico international eine Erklärung veröffentlicht: Den Horror on Gaza beenden!

29. Januar 2024

Hundertausende gegen AfD

Schon lange hat dieses Land nicht so viele, so große Demonstrationen zu einem gemeinsamen Thema gegeben wie die Demonstrationen der letzten Tage gegen die AfD. Es wird deutlich, dass das Erstarken der Rechtsaußen-Partei viele Menschen beunruhigt und auch, dass sie das nicht ohne Gegenwehr geschehen lassen wollen. Dies ist zunächst einmal uneingeschränkt zu begrüßen, da ein weitere Zunahme der AfD-Stimmenzahlen Folgen für diese Gesellschaft haben würde, die noch gar nicht absehbar sind.

DFG-VK Aachen bei Anti-AfD-Demo

Natürlich ist zu kritiseren, dass bei den Demonstrationen zum Teil die Politiker mitliefen, die mit ihrer Politik den Rechten zuarbeiten bzw. die immer mehr Positionen der Rechten z.B. bei der Einschränkung des Asylrechts, stillschweigend übernehmen. Doch diese Demonstrationen bieten ja auch Gelegenheit, auf diese Zwiespältigkeit hinzuweisen. Und sie bieten auch Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass zum „Nie wieder Faschismus“ auch das „Nie wieder Krieg“ gehört. In dem Sinne beteiligen sich auch an vielen Orten DFG-VK Mitglieder an den Veranstaltungen.

Friedensgruppen in NRW positionieren sich eindeutig gegen rechte Tendenzen: Die Zukunft gewinnen – Gegen Nationalismus und rechte Instrumentalisierung

20. Dezember 2023

Die Zukunft gewinnen! – gegen Nationalismus und rechte Instrumentalisierung!

Die Versuche rechter Kreise, die Friedensbewegung für ihre Zwecke zu instrumentalisieren, haben uns durch das ganze Jahr 2023 begleitet. Während Kriegsbefürworter dies dazu genutzt haben, die Friedensbewegung als rechtsoffen zu diffamieren, haben sich Friedensgruppen in NRW zusammengeschlossen und mit einer „Erklärung von Friedensgruppen in NRW gegen Nationalismus und rechte Instrumentalisierung“ ihren Standpunkt deutlich gemacht: „Mit rechtsextremen und nationalistischen Kräften ist kein Frieden zu machen. Wir nehmen gemeinsam die Losung „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ ernst, beides ist untrennbar! Das Erstarken der extremen Rechten in Deutschland und Europa fordert uns alle heraus, uns der schleichenden Gewöhnung an rechtsextreme Positionen entgegenzustellen.“

Die Gruppen wollen jedoch nicht in einer negativen Abgrenzungsposition verharren sondern positiv nach vorne schauen, die Zukunft gewinnen: „Nicht der Pazifismus und der Antimilitarismus sind gescheitert, sondern der Markt und der Militarismus scheitern tagtäglich angesichts der drängenden Aufgaben, vor denen wir als Menschheit stehen: Die Beendigung von Armut und Hunger, die Überwindung von sozialer Ungleichheit, die Verwirklichung von Sozialstaatlichkeit, Bildung, Gesundheit und Kultur für alle sowie die Lösung der Klimakrise und die Beendigung von Kriegen. All das gelingt nur mit globaler Kooperation und gesteigertem zivilgesellschaftlichen Engagement für internationale Solidarität zur Verwirklichung menschenwürdiger Verhältnisse. Wir setzen uns ein für die Vernetzung von Friedens-, Umwelt-, Klima-, antirassistischer, antifaschistischer und Gewerkschaftsbewegung. So schaffen wir Frieden. „

Hier die ganze Erklärung mit den bisherigen unterzeichnenden Gruppen…..

27. November 2023

Mahnwache in Düsseldorf für KDVer aus Russland, Belarus und der Ukraine

Mitten im Düsseldorfer Weihnachts-Trubel forderten Aktivisten der DFG-VK und anderer Friedensgruppen am 7. Dezember Schutz und Asyl für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure aus Russland, Belarus und der Ukraine.

Hier die Rede vom Landesgeschäftsführer der DFG-VK NRW, Joachim Schramm als PDF

Hier die Rede von Peter Bürger, Autor, Theologe und Friedensaktivist aus Düsseldorf:


Am Donnerstag, 7.12.2023 führt die DFG-VK NRW in der Zeit von 16-17 Uhr eine Mahnwache „Hilfe und Schutz für Deserteure und Kriegsdienstverweigerer“ durch. Ort des Geschehens in Düsseldorf ist der Tritonenbrunnen, Königsallee/Theodor-Körner-Str.

Als Redner konnten wir Peter Bürger gewinnen. Er ist Autor, Theologe und DFG-VK Mitglied und betreut seit einem Jahr die Tolstoi-Friedensbibliothek. Tolstoi inspirierte Militärdienstverweigerer in der ganzen Welt und war Anwalt der christlichen Pazifisten in Russland, die vom Staat brutal verfolgt wurden. Er hielt Kontakt mit Inhaftierten und machte ihr schweres Schicksal im Ausland bekannt.

Wir laden ein, an dieser Mahnwache teilzunehmen und so ein Zeichen für die Unterstützung der mutigen Menschen zu setzen, die sich trauen, deutlich „Nein“ zu sagen zum Krieg in der Ukraine.

Mehr zu der Aktionswoche hier …

22. August 2023

Für Pressefreiheit, für die Freilassung von Julian Assange

Ein Bündnis aus den deutschen Sektionen von IALANA und IPPNW fordert in einem soeben veröffentlichten Aufruf die Freilassung des Journalisten Julian Assange, dem im Falle der Auslieferung an die USA drastische Sanktionen drohen. Sein Vergehen: er hatte Kriegsverbrechen der USA in die Öffentlichkeit gebracht.

Seit mehr als einem Jahrzehnt kämpft Julian Assange gegen seine Auslieferung, zunächst in der Botschaft von Ecuador, nun in Einzelhaft im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh.

18. August 2023

Antikriegstag 2023

„Jeder Krieg ist ein Angriff auf die Menschheit und die Menschlichkeit. Das ist die zentrale Lehre, die der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften aus der Geschichte gezogen haben. Das ist der Grund, weshalb wir uns mit all unserer gewerkschaftlichen Kraft für Frieden, Rüstungskontrolle und Abrüstung, für die Achtung der Menschenrechte und für mehr soziale Gerechtigkeit einsetzen.“
So beginnt der diesjährige Aufruf des DGB zum Antikriegstag. Weiter heißt es: „Und wir warnen vor der einseitigen Fixierung der Debatte auf Waffenlieferungen und ein Denken in den Kategorien „Sieg“ oder „Niederlage“. Wir fordern die Bundesregierung auf, ihr Handeln stärker auf friedliche Ansätze zur Konfliktlösung zu fokussieren: Haben Sie den Mut, mehr Diplomatie zu wagen!“

In vielen Orten in NRW finden Aktionen zum Antikriegstag statt, viele auch mit Beteiligung der örtlichen DFG-VK Gruppen:

Aachen: 31.8., Lesung zum Antikriegstag 2023, Arbeitstitel: „Krieg? DenkMal! – Literatur gegen den Krieg“, Uhrzeit noch offen, Münsterplatz, VA: DFG-VK Aachen

Dortmund: 1.9., Gedenkveranstaltung mit Reden und Muisk, Hauptredner: Knut Giesler (Bezirksleiter IG Metall NRW), 16 Uhr, an der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Steinstr., VA: DGB-Stadtverband Dortmund in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, der Auslandsgesellschaft, dem „Förderverein Gedenkstätte Steinwache – Internationales Rombergpark-Komitee e.V.“, Jugendring Dortmund, „SLADO e.V.“, unterstützt durch den „Arbeitskreis Dortmund gegen Rechtsextremismus“.

Essen: 1.9., Diskussionsveranstaltung „Krieg darf niemals Mittel der Politik sein!“, Eröffnung und Grußwort: Dieter Hillebrand (Vors. DGB Essen), Julia Jacob (Bürgermeisterin Stadt Essen) anschl. Diskussion mit Christine Kostrzewa (Medienbüro Essen) diskutiert unter anderem mit Bernt Kamin-Seggewies (ver.di), Bernhard Trautvetter (Essener Friedensforum), Dirk Heidenblut (MdB SPD) und weiteren Gästen in einer interaktiven Fishbowl zum Thema Krieg und Frieden, 17 Uhr, Gewerkschaftshaus Essen, Teichstr. 4.

Köln: 1.9., Diskussionsveranstaltung mit Hans-Christoph von Sponeck (ehem. UNO-Diplomat und Sohn einer der Hitler-Attentäter vom 20. Juli), Wolfgang Däubler (Arbeitsrechtler und Erstunterzeichner der sozialdemokratischen Initiative „Mehr Diplomatie wagen“), Sevim Dagdelen (MdB die Linke), Musik: Band „HopStopBanda“, 18 Uhr (Ende nach Mitternacht), Kreutzerstr. 5-9 (nähe Bahnhof K-West), VA: Quäker Nachbarschaftsheim, Kölner Friedensforum, ..

Lüdinghausen: 1.9., 16 – 18 Uhr Mahnwache vor „Manuskriptum“, dem Verlag neurechter, rechtspopulistischer und sogar faschistischer Autoren. Mit einem Redebeitrag von Ortwin Bickhove Swiderski, DGB Kreisverbandsvorsitzender. Bahnhofstraße 3. VA: Gewerkschaften

Wattenscheid: 31.8. 12:00 Uhr Gedenken an Betti Hartmann, die als 15jährige in Auschwitz ermordet wurde. Betti Hartmann Platz vor dem Rathaus Wattenscheid. VA: Stelen der Erinnerung

Weitere Termine und Infos zum Antikriegtag unter https://www.friedenskooperative.de/antikriegstag2023

14. August 2023

Solidarität gegen Repression

Die DFG-VK NRW setzt sich ein für Solidarität, die bekanntlich die „Zärtlichkeit der Völker“ sein soll. Im Video benennt der Landesverband NRW seine grundsätzliche Bereitschaft hierzu. Das Team von Linkstube hat dazu ein Kurzvideo aufgenommen und auch bei youtube eingestellt. Der Link dorthin lautet: https://www.youtube.com/watch?v=FGnUcVTHzlo (für alle denen die Datenschutzfrage weniger bedeutet).

In der DFG-VK gibt es auch einen Fonds, der sich bundesweit um Opfer von Repression kümmert. Er ist benannt nach Carl von Ossietzky.

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