Atombomber nein - Atomwaffen raus aus Deutschland

Der neue Atombomber, die Nukleare Teilhabe, neue Atombomben für Büchel, Rüstungskontrollverhandlungen und der UN-Verbotsvertrag: All das in unserem Interview mit Regina Hagen, eine der Sprecher*innen der Kampagne "Büchel ist überall - Atomwaffenfrei jetzt!"

"Atomwaffen auf deutschem Gebiet erhöhen unsere Sicherheit nicht, im Gegenteil": Mit dieser Aussage sorgte der SPD-Fraktionsvorsitzende Mützenich aktuell für Aufruhr in Politik und Medien. Dass hier jemand aus einer Regierungspartei nicht mehr stillschweigend die atomare Modernisierung und Aufrüstung der NATO mittragen will, ist man nicht gewohnt in der deutschen Politik. Mützenich begründete seine Position auch mit Blick auf die Unberechenbarkeit von US-Präsident Donald Trump. "Trumps Regierung hat verkündet, dass Atomwaffen nicht mehr nur der Abschreckung dienen, sondern Waffen sind, mit denen man Kriege führen kann", so Mützenich im Tagesspiegel.

Anlass für Mützenichs Vorstoß ist die Diskussion um den Ankauf von 30 F-18-Atombombern als Ersatz für die alten Bundeswehr-Tornados, die bisher in Büchel als Träger für die US-Atombomben vom Typ B-61 bereitstehen. Obwohl der Bundestag bereits vor 10 Jahren ein einstimmigen Beschluss gefasst hat, dass diese Bomben abgezogen werden sollen, ist bisher nichts in diese Richtung geschehen,. Ganz im Gegenteil wollen die USA diese Waffen durch modernere Varianten ersetzen. Der Kauf der F-18 Bomber wäre ein weiterer Schritt, die Einsatzfähigkeit dieser Massenvernichtungswaffen zu erhöhen. Erfreulich, dass Mützenich und auch die SPD-Bundesvorsitzende jetzt hier in eine andere Richtung denken. Es bleibt zu hoffen, dass sie genug Durchhaltevermögen haben, um diese Posittion zu halten. Eine Online-Petition der IPPNW und ICAN appelliert an Mützenich, nein zum Kauf der neuen Atombomber zu sagen. Hier kann man diese Petition unterstützen: https://weact.campact.de/petitions/atombomber-nein-danke

Facebook E-Mail YouTube Twitter Instagram