Militärische Nutzung des von URENCO aufbereiteten Uran?

Im Münsterland, an der Niederländischen Grenze steht die einzige Uranaufbereitungsanlage auf Deutschem Grund. Sie beliefert nicht nur die Reaktoren in Tihange und Doel (beide Belgien, beide durch ihre maroden Druckbehälter gefürchtet), sie liefert ihr angereichertes Uran in alle Welt. Daran wird sich auch nichts mit dem Abschalten des letzten deutschen AKW ändern. Schlimmer noch: Bislang lieferte die URENCO das Uran nur auf 5 Prozent angereichert, das gilt als nicht waffenfähig. Im Februar 2019 kündigte der Konzern an, den Anreicherungsgrad auf 19,75 Prozent zu steigern.

Damit steuert der Konzern in eine "militärische Richtung" fürchtet auch MdB Hubertus Zdebel (DIE LINKE). Nach einem Bericht in der taz sind diese Pläne der Aufsichtsbehörde bekannt und nach einer Prüfung könne "URENCO auf dem US-Markt als Bieter auftreten". Ein angeblicher ehemaliger Sicherheitsberater der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) soll dem Bundestag gegenüber die Stellungnahme des Friedensnobelpreisträgers ICAN als falsch dargestellt haben, so die taz.

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