Papst Franziskus und Bundesaußenminister Heiko Maas gegen Atomwaffen

Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich in Hiroshima verbal gegen Atomwaffen ausgesprochen. Gleichzeitig wehrte er sich aber gegen den Abzug der in Büchel gelagerten ca 20 Atomwaffen, die dort vom US-Militär gelagert werden. "Es nutzt nichts, wenn Atomwaffen von einem Land in das andere verschoben werden. Wenn sie verschwinden sollen, dann sollen sie überall verschwinden", sagte der SPD- Politiker zu entsprechenden Forderungen auch aus seiner eigenen Partei. "Wir brauchen, was die atomare Abrüstung angeht, vor allen Dingen Vereinbarungen auf breiter Basis, nicht nur in einzelnen Ländern." sagte er bei seinem Besuch in Hiroshima am 22.November 2019.

Franziskus widersprach in seiner Rede am 24.11.2019, dass eine von der Logik der Angst und des Misstrauens gestützte Sicherheit überwunden werden muss, da sie die Beziehungen zwischen den Völkern vergiftet.

„In der Überzeugung, dass eine Welt ohne Atomwaffen möglich und vonnöten ist, bitte ich die politischen Verantwortungsträger, nicht zu vergessen, dass Nuklearwaffen uns nicht vor den Bedrohungen für die nationale und internationale Sicherheit in unserer Zeit schützen.“

Die ganze Rede des Papstes im Wortlaut unter https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2019-11/japan-wortlaut-papst-franziskus-botschaft-atomwaffen-nagasaki.html

Heiko Maas sieht das offensichtlich anders, er ist der Ansicht „Wenn sie verschwinden sollen, dann sollen sie überall verschwinden.“, also frei übersetzt: sollen doch die anderen anfangen mit der Abrüstung. So ist auch offensichtlich die Logik, die hinter der deutschen Haltung steht, den Atomwaffenverbotsvertrag nicht zu ratifizieren.

Eine Petition, diesem Vertrag beizutreten gibt es auch im Internet zum Unterzeichnen

https://aktion.nuclearban.de/

Facebook E-Mail YouTube Twitter Instagram