Atomwaffen abschaffen

Ostermarsch 2018 in Düsseldorf

Hoffnung auf eine Wende bringt der 2017 von der UN-Vollversammlung verabschiedete Atomwaffen-Verbotsvertrag. Zur Zeit läuft der Prozess der Ratifizierung durch die Staaten, damit der Vertrag wirksam werden kann.
Die DFG-VK NRW fordert den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland mit dem Ziel einer atomwaffenfreien Zone in Europa sowie die Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages durch die Bundesregierung. Wir unterstützen die Kampagne "atomwaffenfrei.jetzt" des Trägerkreises „Atomwaffen abschaffen“.


Herzlichen Glückwunsch der International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN) und insbesondere ICAN Deutschland für den diesjährigen Friedensnobelpreis! Das im Juli bei den United Nations beschlossene Atomwaffenverbot wäre ohne euer Engagement nicht zustande gekommen. Auch wenn der Friedensnobelpreis in den vergangenen Jahren manchmal an eher zweifelhafte Personen ging - IHR habt ihn verdient! Macht weiter mit eurer tollen Arbeit!

Was Anfang Mai noch ein Verdcht war, hat sich nun nach Angaben der Tageschau offenbar bestätigt: die Firma Urenco im nordrhein-westfälischen Gronau liefert Uran auch an Kraftwerksbetreiber, die im Zusammenhang mit dem US-Atomwaffenprogramm stehen.
Bis 2030 soll die US-Tochter von URENCO angereichertes Uran an die beiden US-Atomkraftwerke Watts Bar und Sequoyah im Wert von 500 Millionen Dollar liefern - und damit auch indirekt für das US-Atomwaffenprogramm. Denn in den beiden AKW wird auch Tritium hergestellt, unverzichtbarer Bestandteil des Atomwaffenprogramms. Aus Sicht des Wiener Risikoforschers Wolfgang Liebert ein Tabubruch und ein Verstoß gegen den Nichtverbreitungsvertrag, den fast alle Staaten der Welt unterschrieben haben.

"Da darf es keine Unterstützung für Kernwaffenprogramme geben", sagt Liebert. "Wenn ein Land Technologie exportiert oder durch andere nutzen lässt, gibt es eine Art 'End-use-Klausel', dass sichergestellt sein muss, dass diese Technologie nur für friedliche Zwecke verwendet wird. Und genau das Gegenteil wäre hier der Fall."
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/uran-usa-deutschland-103.html

Die Forderung aus Umwelt und Friedensbewegung wird immer dringlicher: Den US-Deal stoppen, Urenco stillegen!

Seit März protestieren Friedensgruppen vor dem deutschen Luftwaffenstützpunkt Büchel, auf dem US-Atombomben stationiert sind. Sie fordern den Abzug der Massenvernichtungswaffen: : "Wir werden 20 Wochen lang in Büchel in der Eifel protestieren, vom 26. März bis 9. August 2017. Die 20 Wochen stehen für die 20 Atombomben, die in Büchel stationiert sind. Die US-Regierung plant, diese Atombomben aufzurüsten. Die neuen Atombomben, Typ B61-12, sind zielgenauer, flexibler und dadurch „besser“ einsetzbar. Eine neue Spirale der atomaren Aufrüstung hat begonnen. Ein Atomkrieg hätte unvorstellbare Folgen für die Bevölkerung und alles Leben auf der Erde. Mach mit! Wir brauchen dich!
Beteilige Dich an der Aktionspräsenz! Komm mit Deiner Gruppe, Deinem Freundeskreis, Deiner Familie oder allein nach Büchel!
Unterschreibe die Selbstverpflichtungserklärung!
Sprich mit den BundestagskandidatInnen deines Wahlkreises über das Thema Atomwaffen!
Berichte an Deinem Wohn- und Arbeitsort von Büchel!
Unterstütze den Protest regelmäßig durch eine Spende!"
Mehr zu den Aktionen in Büchel unte http://www.atomwaffenfrei.de/aktiv-werden/in-buechel.html

Die DFG-VK NRW unterstützt den Aktionstag der DFG-VK Köln am 25./26. Mai. Dann fahren Leute aus Köln und Umgebung zu einer Protest- und Blockadeaktion nach Büchel. Wer mitfahren möchte bitte per Mail melden: dfg-vk.nrw@t-online.de

Achtung: Am 15. Juli gibt es einen internationelen Aktionstag, an dem auch Konstantin Wecker in Büchel spielen wird.

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