Kriegsdienstverweigerer unterstützen

Unterstützung für ägyptischen KDVer (Connection e.V.)

Auch wenn in einigen (v.a. europäischen) Ländern wie Deutschland die Wehrpflicht ausgesetzt wurde, besteht sie in anderen (v.a. außereuropäischen) Ländern wie Eritrea, Türkei und Israel fort – und mit ihr die Probleme und Konflikte um das Menschenrecht der Kriegsdienstverweigerung.  In diesen Ländern werden Verweigerer schikaniert und inhaftiert, in einigen Staaten müssen sie sogar befürchten,  gefoltert oder gar getötet zu werden. Mutig setzen sie Zeichen gegen Militarismus, Krieg und Gewalt. Darum verdienen sie unsere Hilfe und Unterstützung.

 


Das Europäische Jugendforum (YFJ) hat im Novmber eine Resolution für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung in Europa verabschiedet. Das YFJ entstand 1996 als Nachfolgeorganisation europäischer Jugendorganisationen und ist die Plattform der nationalen Jugendvertretungen und internationaler Jugendorganisationen in Europa. Das Forum hat offiziellen Status bei der EU, beim Europarat und bei den Vereinten Nationen.

Die Resolution fordert das Forum und die Mitgliedsorganisationen auf, das Recht auf KDV als ein Recht der Jugend zu fördern. Weitere wichtige Inhalte der Resolution:

Staaten mit Wehrpflicht sollen für KDVer die Befreiung vom Militärdienst gewähren oder einen Zivildienst einrichten, der anerkannten internationalen Standards genügt

 

Der isrelische Kriegsdienstverweigerer Hilel Garmi wurde am 11. November 2018 erneut zu einer Haftstrafe verurteilt. Der 19-jährige muss weitere 20 Tage ins Gefängnis, womit seine gesamte Haftstrafe nun 97 Tage beträgt.

Hilel Garmi war Ende Oktober von der Gefängnisleitung unter Druck gesetzt worden, eine Protestaktion für ihn zu stoppen. Wie inzwischen Aktivist*innen berichteten, war er aufgefordert worden, die israelische Organisation Yesh Gvul (Es gibt eine Grenze) davon abzuhalten, eine Solidaritätsaktion vor dem Gefängnis am 27. Oktober 2018 durchzuführen. Andernfalls würde er in die "Zone C" des Gefängnisses verlegt werden, wo Soldaten mit schwerwiegenden Straftaten inhaftiert sind. Hilel Garmi verweigerte sich dieser Aufforderung und wurde daraufhin für eine Nacht in die "Zone C" verlegt.

 

Facebook E-Mail YouTube Twitter Instagram