Stoppt die Sklavenarbeit in Eritrea

In dem afrikanischen Land Eritrea können Menschen unbefristet zum Militärdienst einberufen werden. Ein Recht auf Kriegsdienstverweigerung gibt es nicht. Die Militärdienstleistenden werden auch zu Arbeitsleistungen aller Art eingesetzt, eine Form des Arbeitsdienstes.

Vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass die Europäische Union die Zusammenarbeit nun auch in anderen Bereichen forciert und damit direkt Sklavenarbeit in Eritrea fördert. Die EU stellt 20 Millionen € für Unternehmen bereit, die der eritreischen Regierung gehören. Die Gelder, die über den Notfallfonds der EU für Afrika bereitgestellt werden, sind in Eritrea für Straßenbauarbeiten bestimmt. Die Arbeit soll auch durchgeführt werden durch Wehrpflichtige des ‚Nationaldienstes‘ (Militärdienstes), die diesen auf unbestimmte Zeit abzuleisten haben. Der Nationaldienst wurde durch die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen zur Menschenrechtssituation in Eritrea als „Sklaverei“ und als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ bezeichnet. Das Europäische Parlament nannte es „Zwangsarbeit“ und „eine Form der Sklaverei“. Die Europäische Union finanziert somit Aktivitäten, bei denen aktiv von dieser „Form der Sklaverei“ Gebrauch gemacht wird.

Dagegen wollen wir protestieren: Zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung rufen der Eritreische Verein für Demokratie, Kultur und voneinander Lernen e.V., Connection e.V., die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Bonn-Rhein-Sieg und Landesverband Nordrhein-Westfalen sowie die Pax Christi Gruppe Bonn zu einer Protestaktion und Kundgebung auf:

Freitag, den 17. Mai 2019, 15-17 Uhr
Kundgebung am Friedensplatz in 53111 Bonn

Von dort gehen wir zur Europäischen Kommission, Bertha-von-Suttner-Platz 2-4

Mehr Informationen auch unter https://de.connection-ev.org/article:stop-the-slavery-in-eritrea-aktion-zum-internationalen-tag-der-kriegsdienstverweigerung

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