Bewaffnete Drohnen und digitale Waffensysteme

Das Alois Stoff Bildungswerk der DFG-VK NRW und das Netzwerk Drohnenkampagne veranstaltete in Kooperation im März eine dreiteilige Online-Diskussionsreihe zum Thema Drohnen und automatisierte Waffensysteme. Alle drei Veranstaltungen fanden per Zoom statt und wurden jeweils simultan ins Deutsche bzw. Englische übersetzt und über youtube gestreamt.

Hier der deutsch synchronisierte Mitschnitt der ersten Veranstaltung "Der türkische Drohnenkrieg um Berg-Karabach" mit Experten und Betroffenen aus Aserbaidschan, Armenien, dem Nordirak und Großbritannien, die am 11.3. stattgefunden hat

Hier die engische Originalfassung: https://youtu.be/MNk00Wg279A

Und hier der Mitschnitt der Veranstaltung "Einsatzort Afghanistan!" mit US-Whistleblowern und einem afghanischen Journalisten vom 14.3. Die Diskussion wurde in englisch geführt. in Kürze wird eine Fassung mit den deutschen Dometschertext vorliegen

Hier die letzte der drei Veranstaltungen, "Kampfdrohnen in Deutschland verhindern" vom 18.3. in der Originalversion teilweise in deutscher und teilweise in englischer Sprache, mit Carolyn Horn, Jakob Foerster und Norman Paech.

Voraussichtlich am 24. März soll der Bundestag über die deutsche Beteiligung an der Entwicklung der bewaffnungsfähigen „Eurodrohne“ abstimmen, ein gemeinsames Projekt von Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. Die SPD-Führung hat im Februar den Koalitionspartnern zugesagt, der nächsten Entwicklungsphase der Eurodrohne zuzustimmen, sich jedoch vorbehalten, über deren Bewaffnung erst später zu entscheiden. Mitte dieses Jahres wird der Bundestag vermutlich über die deutsche Teilnahme an der Finanzierung des „Future Combat Air Systems” (FCAS) entscheiden, das Frankreich, Deutschland und Spanien ab 2040 einsetzen wollen. Das System besteht aus neuartigen Kampfflugzeugen, die Atomwaffen tragen und die mit bewaffneten „Eurodrohnen“ und weiteren, im Schwarm fliegenden bewaffneten autonomen Drohnen vernetzt werden sollen. Branchenkenner rechnen für FCAS mit einem Umsatz von 500 Mrd. Euro.
Das vorläufige „Nein“ zur Bewaffnung der „Heron TP“-Drohnen ist international eine Ermutigung, die digitale Kriegsführung unter Kontrolle zu bringen und bewaffnete Drohnen zu ächten. Darüber sprechen
wir mit US-Veteran*innen des Drohnen-Programms, Expert*innen der Künstlichen Intelligenz und des Völkerrechts sowie mit Gästen aus Afghanistan, Armenien, Aserbaidschan und dem Irak.

Hier die drei Termine:

11. März um 19 Uhr

Der türkische Drohnenkrieg um Berg-Karabach
Game-changer für mehr unbemannte Aufrüstung?

14. März um 19 Uhr

Einsatzort Afghanistan: Bewaffnete Drohnen um
Soldat*innen zu schützen? Folgen der Bewaffnung von
Drohnen aus Sicht der Betroffenen.

18. März, um 19 Uhr

Kampfdrohnen in Deutschland verhindern - eine
Chance für ihre internationale Ächtung und den
Stopp des FCAS?
Aus den Perspektiven der Künstlichen Intelligenz und
des Völkerrechts

Videos von allen Veranstaltungen werden anschließend unter Creative Commons Lizenz veröffentlicht. Simultane Deutsch-Englische / Englisch-Deutsch Übersetzung

Hier der Einladungsflyer mit mehr Infos zu allen drei Diskussionsrunden.

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