Petition an die Präsidentin der Bildungsministerkonferenz Anna Stolz & Kultusministerien der 16 Länder:
Wir fordern: FRIEDEN IN DEN LEHRPLAN!
- – Friedensbildung von der Grundschule bis zur Oberstufe in die Curricula aufnehmen
- – Friedensbildung in der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften stärken
- – Mehr Fachleute für Friedensbildung an die Schulen, statt nur Jugendoffiziere der Bundeswehr
Die aktuellen Kriege betreffen junge Menschen in besonderer Weise: Sie sollen Wehrdienst leisten. Die riesigen Schulden für Aufrüstung gehen zulasten der Investitionen in ihre Zukunft, zum Beispiel in Bildung und Klimaschutz. Und auch im Schulalltag spiegeln sich internationale Konflikte wie in der Ukraine oder in Nahost längst wider.

Junge Menschen haben ein Recht auf Mitsprache. Um dieses Recht gut informiert ausüben zu können und eine friedliche Zukunft aktiv mitzugestalten, brauchen sie die Chance, sich differenziert mit den Themen Krieg und Frieden auseinanderzusetzen.
Hier geht es zur Petition: http://www.openpetition.org/friedensbildung
Warum diese Petition:
Bildungspolitik ist in Deutschland Ländersache. Gemeinsame Beschlüsse der Bildungsminister*innen haben eine hohe Verbindlichkeit und Relevanz für die Lehrpläne und Lehrkräfteausbildung in allen Bundesländern. Deshalb richten wir unsere Petition an die Bildungsministerkonferenz: Sie soll einen Beschluss zur Friedensbildung fassen und einen entsprechenden Orientierungsrahmen entwickeln.
Sie hat in der Vergangenheit bereits vergleichbare Empfehlungen zu Themen wie Demokratiebildung oder Bildung für nachhaltige Entwicklung beschlossen. Doch bislang gibt es keine entsprechenden Beschlüsse oder Orientierungsrahmen für die Friedensbildung.
Angesichts der wachsenden Relevanz friedens- und sicherheitspolitischer Themen für die Lebenswirklichkeit und die Zukunft junger Menschen sollte die Friedensbildung in allen Bundesländern gestärkt werden.
WAS IST FRIEDENSBILDUNG?
Friedensbildung vermittelt Kompetenzen für einen gewaltfreien Umgang mit Konflikten, zwischen Menschen und in der Gesellschaft. Sie adressiert also sowohl die individuelle Ebene, auf der Konzepte zur Gewaltprävention ansetzen, als auch die gesellschaftliche bis hin zur internationalen Ebene.
Frieden wird dabei als Prozess verstanden, in dem Gewalt reduziert wird und Gerechtigkeit zunimmt. Friedensbildung vermittelt somit das Verständnis, dass Frieden eine immerwährende Aufgabe für uns alle ist.
AUFRUFENDE ORGANISATIONEN
(Stand: 10.06.2026)
Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e. V.
afpb e. V. (Arbeitskreis friedenspolitische Bildung)
Berghof Foundation Operations gGmbH
Bildungswerk der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Hessen
Bund der Deutschen Katholischen Jugend – Diözesanverband Freiburg
Bund für Soziale Verteidigung e. V.
Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen e. V., Landesverband Baden-Württemberg & NRW
Eine Welt Netz Oberhausen e. V.
Ev. Familien- und Erwachsenenbildungswerk im Kirchenkreis Oberhausen
Friedensakademie Rheinland-Pfalz – Akademie für Krisenprävention und Zivile Konfliktbearbeitung
Friedensdorf Bildungswerk
Friedensinstitut der Evangelischen Hochschule Freiburg
gewaltfrei grün e. V.
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Baden-Württemberg & Bremen
KURVE Wustrow – Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion e. V.
Ohne Rüstung Leben e. V.
pax christi – Deutsche Sektion e. V.
pax christi Diözesanverband Speyer
Peace Brigades International (PBI) – Deutscher Zweig e. V.
Peace for Future
Pro Peace – Forum Ziviler Friedensdienst e. V.
Referat Friedensbildung im Ökumenewerk der Nordkirche
Stiftung die schwelle
Zentrum Oekumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck