
Ab Anfang 2026 erhalten alle jungen Menschen, die 18 Jahre alt geworden sind, Post von der Bundeswehr. Darin enthalten ist die Aufforderung, eine Bereitschaftserklärung für den Dienst in der Armee abzugeben – dabei handelt es sich um einen Fragebogen. Dieser soll von den Angeschriebenen online ausgefüllt werden.
Wie sollst Du damit umgehen?
Das erste Anschreiben kannst du getrost ignorieren (oder öffentlichkeitswirksam schreddern). Wenn die Bundeswehr keine Antwort von dir erhalten hat, schickt sie dir nach vier Wochen eine Erinnerung per Einschreiben. Wenn du dies ebenfalls ignorierst oder den Online-Fragebogen dann fehlerhaft oder nur unvollständig beantwortest, droht ein Bußgeld wegen Ordnungswidrigkeit. Wie hoch das ausfallen wird, ist noch nicht klar.
Interesse „0“
Wenn du den Fragebogen ausfüllst, solltest du deutlich machen, dass du für den Dienst an der Waffe nicht zur Verfügung stehst – auf einer Skala von 0 bis 10 kannst Du Dein Interesse angeben: Wir empfehlen „0“! Außerdem gibt es Fragen zu deiner Fitness und ob Du eine Schwerbehinderung hast. Beantworte die Fragen wahrheitsgemäß, aber sei dir bewusst: Wenn du nicht zur Bundeswehr möchtest, ist es natürlich gut für das Militär unattraktiv zu sein. Wie Du Deine Fitness einschätzt, ist ja Deine Sache.
Deutschland soll kriegstüchtig gemacht werden. Mach da nicht mit! Sei Sand im Getrieb des Militarismus! Den Fragebogen möglichst lange nicht beantworten (oder ganz schreddern <Achtung: Bußgeld>) ist dazu ein Beitrag. Noch ist das Gesetz nicht in Kraft und nicht alle Einzelheiten sind bekannt. Hier aktualisieren wir laufend unsere Infos: https://kdv.dfg-vk.de/bereitschaftserklarung/
Achtung: im Fragebogen anzukreuzen, man wolle nicht zur Bundeswehr, ersetzt keine Kriegsdienstverweigerung. Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst und auch im Falle einer später kommenden Wehrpflicht nicht von der Bundeswehr einberufen werden willst, kannst Du schon jetzt den Kriegsdienst verweigern. Infos dazu hier: https://kdv.dfg-vk.de/
Beratung zur Verweigerung gibt es hier in NRW: https://nrw.dfg-vk.de/beratung-fuer-kriegsdienstverweigerer-in-nrw/