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Landesverband NRW der DFG-VK

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Kindersoldaten

8. Februar 2024

Red Hand Day: Nein zur Rekrutierung Minderjähriger! Mahnwache Düsseldorf

Gemeinsam mit pax christi Essen, dem Bund für Soziale Verteidigung (BSV) und anderen Friedensfreund:innen führten wir eine Aktion zum diesjährigen Red Hand Day durch:

16.2.24 in Düsseldorf

Mahnwache
vor dem Landesbüro von Bündnis 90/
Die Grünen, Oststr. 41-43, Düsseldorf
Freitag, den 16. Februar ´24, von 15-16 Uhr

Ca. 15 Friedensaktivist:innen versammelten sich vor und gegenüber des Parteibüros um mit Transparenten und Schildern deutlich zu machen: Stoppt die Rekrutierung Minderjähriger durch die Bundeswehr: Unter 18 nie! Die Rheinische Post hatte zuvor auf die Mahnwache hingewiesen: https://rp-online.de/nrw/landespolitik/duesseldorf-mahnwache-gegen-bundeswehr-rekrutierung-minderjaehriger_aid-107075369

Der Landesgeschäftsführer der DFG-VK NRW, Joachim Schramm, schilderte in seiner Rede das Schicksal der Kindersoldaten weltweit und machte deutlicher, warum die fortgesetzte Rekrutierung von Minderjährigen durh die Bundeswehr unbedingt gestoppt werden muss: „Was das Soldatentum ausmacht, kann man im Ukrainekrieg sehen, wo Tag für Tag hunderte Soldaten auf beiden Seiten einen elenden Tod streben. (…) wenn so etwas auf den Werbeplakaten stehen würde, dann wäre wohl allen bewusst, dass das nichts ist, wofür man Minderjährige werben kann.“ Hier die ganze Rede als PDF.

Leider war niemand vom Landesverband der Grünen bereit, mit uns zu sprechen und sich unsere Argumente anzuhören. Die Zeiten, als sich die Partei ein Stück weit als Ansprechpartner auch der Friedensbewegung verstanden hat, sind deutlich vorbei.

Wir wollen dabei gegen die Rekrutierung von Minderjährigen durch die Bundeswehr protestieren und Bündnis 90/Die Grünen an ihre Verantwortung erinnern, hiergegen tätig zu werden. Die Grünen sind in NRW mit verantwortlich für die Schulpolitik. Auf Bundesebene haben sie die Koalitionsvereinbarung mit unterzeichnet, in der es heißt. „Ausbildung und Dienst an der Waffe bleiben volljährigen Soldatinnen und Soldaten vorbehalten“. Doch geschehen ist in diese Richtung nichts.

Die Aktion Rote Hand am 12. Februar ist eine weltweite Protestbewegung gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Auch die Bundeswehr rekrutiert jedes Jahr zahlreiche Minderjährige, allein im letzten Jahr 1.996! Dies sind über zehn Prozent der neu rekrutierten Soldat:innen, ein deutlicher Anstieg zum Vorjahr. Damit verstößt die deutsche Armee erneut gegen die Vorgaben der UN-Kinderschutzkonvention. Erst kürzlich hat der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes Deutschland wegen der andauernden Rekrutierung Minderjähriger scharf kritisiert. Wir fordern eine strikte Beschränkung des Rekrutierungsalters auf 18 (www.unter18nie.de)!

Der Krieg in der Ukraine führt uns allen deutlich vor Augen, wozu Soldat:innen bereit sein müssen: Andere Menschen zu töten – egal ob Soldat oder Zivilist – und auch getötet zu werden, zigtausendfach! Soldat:in zu werden ist eine ernste ethische Entscheidung, die sorgfältig vor dem Hintergrund aller wichtigen Informationen getroffen werden muss. Dazu wird fast überall auf der Welt vorausgesetzt, dass die Bewerber:innen volljährig sein müssen. Auch für Deutschland fordern wir das!

Hier unser Flyer zur Aktion…..

13. Februar 2023

Red Hand Day: Nein zur Rekrutierung Minderjähriger!

Einen Tag nach dem offiziellen Red Hand Day waren wir am 13.2. in Düsseldorf vor der Landesgeschäftsstelle der Grünen NRW aktiv. Mit einer Mahnwache machten wir auf das Schicksal von Kindersoldaten in der Welt aufmerksam und protestierten konkret gegen die Rekrutierung Minderjähriger durch die Bundeswehr. Mit dabei Aktive aus DFG-VK Gruppen, aus der LandesschülerInnenvertretung und von pax christi Essen.

Joachim Schramm, Landesgeschäftsführer der DFG-VK NRW, begründete in seiner Rede de Notwendigkeit, die Rekrutierung von Minderjährigen zu stoppen, auch gerade vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges.

Die Grünen sind in zweierlei Hinsicht in diese Praxis involviert: Auf Bundesebene sind sie dafüür mitverantwortlich, dass die Versprechung aus dem Koalitionsvertrag „Ausbildung und Dienst an der Waffe bleiben volljährigen Soldatinnen und Soldaten vorbehalten“ bis heute nicht umgesetzt wurde. Auf Landesebene stehen sie hinter der Kooperationsvereinbarung zwichen Schulministerium und Bundeswehr, der mit dazu beiträgt, dass die Bundeswehr an und im Umfeld von Schulen schon Minderjährige auf den Dienst in der Armee anspricht. Unserer Anfrage nach einem Gespräch mit einer/m Vertreter/in der Partei wurde nicht entsprochen. Daher übergaben wir einen Brief mit unserem Anliegen und erhielten die Zusage, man werde uns antworten. Wir sind gespannt.

Die WDR-Lokalzeit berichtet kurz über die Aktion (ab Min 4:23)

Fotos: Mutbürgerdokus
Zum Vergrößern anklicken!

Die Bundeswehr hat im vergangenen Jahr 1.773 minderjährige Soldatinnen eingestellt, ein starker Anstieg um 43 Prozent gegenüber 2021 (1.239). Darunter waren 327 Mädchen im Alter von 17 Jahren. Fast jeder zehnte neu eingestellte Soldat*in war 2022 minderjährig. Damit verstößt die deutsche Armee erneut gegen die Vorgaben der UN-Kinderschutzkonvention. Erst kürzlich hat der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes Deutschland wegen der andauernden Rekrutierung Minderjähriger scharf kritisiert. (Mehr unter https://dfg-vk.de/minderjaehrige-in-der-bundeswehr-armutszeugnis-fuer-die-bundesregierung/)

Der Krieg in der Ukraine hat uns allen deutlich vor Augen geführt, wozu Soldat:innen bereit sein müssen: Andere Menschen zu töten und auch getötet zu werden. Soldat:in zu werden ist eine ernste ethische Entscheidung, die sorgfältig vor dem Hintergrund aller wichtigen Informationen getroffen werden muss. Dazu wird fast überall auf der Welt vorausgesetzt, dass die Bewerber:innen volljährig sein müssen. Auch für Deutschland fordern wir das!

Auch in den Vorjahren protestierten Kriegsgegner:innen gegen die Rekrutierung Minderjähriger, hier vor dem Landtag

Hier unser Flyer zur Aktion…..

Mehr auch in einem Interview des DFG-VK Landesgeschäftsführers Joachim Schramm in der „Jungen Welt“: „Bei der Berufswahl hat die Bundeswehr nicht mitzureden“

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