Neue Sturmgewehre untauglich

Spiegel online berichtete

Die Anschaffung neuer Sturmgewehre als Nachfolger des Standardmodells G36 bereitet offensichtlich Probleme. Angeblich fielen alle Waffen, die von unterschiedlichen Herstellern angeboten werden, bei ersten Tests durch. Sie genügten demnach nicht den Anforderungen der Streitkräfte. Die Welt am Sonntag beruft sich in ihrer Meldung auf ein ihr vorliegendes vertrauliches Schreiben des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr an das Verteidigungsministerium. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums wollte die Informationen am Sonntag nicht bestätigen.

 
 

Ausgeschrieben sind dem Artikel zufolge 120.000 Sturmgewehre für 250 Millionen Euro. Nach Ende der Angebotsfrist habe es "vorvertragliche Vergleichserprobungen" der von Rüstungsunternehmen angebotenen Gewehre gegeben.

Bei den Tests habe sich wider Erwarten herausgestellt, "dass die Erfüllung einzelner Muss-Forderungen durch die vorgestellten Sturmgewehre nicht erbracht werden konnte". Um die Mängel zu beseitigen, sei den Unternehmen eine Frist bis zum 15. Februar 2019 eingeräumt worden. Danach müssten die Gewehre wieder geprüft werden. Das Projekt verzögere sich daher um etwa acht Monate, und die Kosten für die Anschaffung der Gewehre steigen: Für neue Tests fallen weitere Materialkosten an. 

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