Protest gegen Rheinmetall

„Es ist schon zynisch, dass sich die Aktionäre des größten Rüstungskonzerns Deutschlands ausgerechnet am Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus treffen, um ihre sprudelnden Gewinn zu feiern. Rheinmetall verkauft Waffen und vor allem Panzer und gepanzerte Fahrzeuge in alle Welt. In letzter Zeit sind insbesondere die Exporte von Panzern nach Saudi Araberin und in die Türkei in die Kritik geraten. Die Türkei ist mit Leopard-Panzern und Munition von Rheinmetall in den Kanton Afrin in Syrien einmarschiert. Wir verurteilen diesen völkerrechtswidriger Krieg mit deutschen Waffen.“

 

Transpi Rheinmetall

Das anhaltende Wachstum des Konzerns sorgt unterdessen nicht überall für Jubelstimmung. So mobilisierten Friedensinitiativen und Antifagruppen, Linkspartei und DKP im Mai zu einer Demonstration vor der Konzernzentrale in Düsseldorf. 

Aus Anlass der Veröffentlichung der vom schwedischen Friedensforschungsinstitut SIPRI (Stockholm International Peace Research Institute) erstellten Statistik zu den weltweiten Rüstungsausgaben für das Jahr 2017 kritisierte die Linke-Bundestagabgeordnete Kathrin Vogler die immense Aufrüstung: »Für höhere Löhne soll kein Geld da sein, aber wenn die NATO ruft, steht Frau von der Leyen Gewehr bei Fuß. Wir sollten 20 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau ausgeben.« Auch in der Bevölkerung stößt die zunehmende Militarisierung Deutschlands und der selbsternannten »westlichen Wertegemeinschaft« zunehmend auf Widerspruch. So haben bereits mehr als 40.000 Menschen den Aufruf »Abrüsten statt Aufrüsten« der Friedensbewegung unterzeichnet. Darin sprechen sie sich für ein Ende militärischer Aufrüstung, die Schaffung von Perspektiven für Entwicklung und soziale Sicherheit sowie eine Entspannungspolitik gegenüber Russland aus.

 

 

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