Traumatisierung von Soldaten - wie die Bundeswehr psychisch krank macht

Mittwoch 11.03.2020, 19.00 Uhr, Clubraum Haus unter den Linden, Unter den Linden 12, Herford

Jedes Jahr erleiden 250 – 300 Soldaten im täglichen Dienst und im Auslandseinsatz bei der Bundeswehr laut Wehrbeauftragten eine schwere psychische Erkrankung, davon zwei Drittel eine schwere posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Das Dunkelfeld der nicht gemeldeten Fälle ist groß.

Psychisch krank zu sein gilt als unsoldatisch. Die Folgen für die betroffenen Menschen sind schwerwiegend und sind über den Bundeswehrdienst hinaus ein Leben lang wirksam (z.B. Arbeitsunfähigkeit). Laut der Sendung „Berlin direkt“ (28.04.2019) wurden bisher 2300 Soldaten als PTBS-Geschädigte anerkannt (seit 2010).

Die Referenten werden ausgehend von Erfahrungsberichten die Daten und Fakten darstellen, um dann auf das Krankheitsbild, das Erleben der Menschen und die Behandlung einzugehen. Mit den Teilnehmern werden anschließend die Konsequenzen für die friedenspolitische Informationsarbeit der DFG-VK OWL thematisiert.

Dr. Wolf Müller ist Arzt für Neurologie und Psychiatrie, war Chefarzt am Klinikum Herford für die psychiatrische Tageskliniken Bünde und Herford und ist bei IPPNW engagiert. Bernd Oberschachtsiek musste als Kriegsdienstverweigerer zur Bundeswehr und ist in der DFG-VK OWL aktiv.

Eine Veranstaltung der DFG-VK OWL in Zusammenarbeit mit dem Alois Stoff Bildungswerk der DFG-VK NRW

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