Kalkar-Protest

Internationales Zentrum, Flachsmarkt 15

Am 13. September trafen sich FriedensaktivistInnen aus dem Rheinland und dem Ruhrgebiet, um sich über die Funktionen der Militärstandorte im nördlichen Rheinland zu informieren und über die verstärkte Zusammenarbeit der Friedensbewegung in der Region gegen diese Anhäufung von Militär zu diskutieren.

Hier der Vortrag von Lühr Henken (Kasseler Friedensratschlag) zu aktuellen Waffensystemen der Bundeswehr und deren Einbindung in die Interventionsstrategien von Bundeswehr und NATO. (weitere Dokumentationen folgen)






Programm

11.00 Uhr Beginn


1.) Drohnenkrieg und automatisierte Waffensysteme
Referent Lühr Henken (Kasseler Friedensratschlag)

2.) Militärstandorte am Niederrhein und ihre Rolle,
Referentin Sevim Dagdelen (MdB Die Linke)
NATO-Kommandozentrale Kalkar/Uedem, Joint Airpower Competence Center (JAPCC ) in Kalkar, Luftwaffenstandort Geilenkirchen, Luftwaffenstandort Nörvenich/Kerpen, Bundeswehrstandort Köln

3.)  Herausforderungen an die Friedensbewegung
Diskussionsrunde mit Vertretern der Friedensbewegung: Joachim Schramm, DFG-VK NRW; Bernhard Trautvetter Essener Friedensforum u.a.

18 Uhr Ende

Flyer hier zum downloaden...

Bunte Demonstration bei guter Stimmung.

Rund 150 Friedensaktivisten demonstrierten am 3. Oktober in Kalkar am Niederrhrein gegen die dortigen Kommandozentralen von NATO und Bundeswehr. Auch wenn die Organisatoren sich mehr Beteligung erhofft hatten, war die Veranstaltung bei strahlendem Sonnenschein und guter Stimmung eine runde Sache. Dazu trugen auch die Reden bei, die mal sachkundig und fundiert, mal satirisch böse die Bedeutung des Standortes Kalkar für die Kriegsführungspläne von Bundeswehr und NATO deutlich machten:

Hier Ausschnitte aus der Rede der Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen (Die Linke)



Auch der DGB unterstützte die Demonstration in Kalkar. Die Vorsitzende der Region Niederrhein, Angelika Wagner schickte eine Grußbotschaft, die bei der Auftaktkundgebung verlesen wurde:
http://youtu.be/n0_zEPpWqtc

In Kalkar und Umgebung sorgte eine satirische Postwurfsendung in den Wochen vor der Demo für Aufregung. Wilfried Porwol von der DFG-VK Kleve trug aus diesem bundeswehrkritischen Schreiben vor, dass Unbekannte an zahlreiche Haushalte verteilt hatten: http://youtu.be/mTpOeScdx1E

In Kalkar und den Nachbarorten sorgt eine bitterböse Satire in diesen Tagen für Diskussionen. Dort wurde ein nachgemachter Brief der Bundeswehr in zahlreiche Haushalte verteilt, der einen Abenteuer-Besuch in der Kaserne anbietet. Teilnehmer könnten wie im Videospiel einen Drohnenangriff steuern und zum erfolgreichen - tödlichen - Ende führen. Zeitungen und der WDR berichteten darüber, ein empörter Bürger stellte sogar Strafanzeige wegen "Verunglimpfung des Staates". Dabei hatte der anonyme Briefschreiber doch nur zu Ende gedacht, was die Bundeswehr mit ihrer auf den Abenteureffekt abzielenden Werbung bereits angefangen hat. 

 

RP: Falscher Flyer verhöhnt die Bundeswehr

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